Opus Anima: Investigation
Als Fortsetzung unsere abgeschlossenen Scion-Kampagne hat sich die Gruppe entschieden Opus Anima zu spielen. Da die Gruppe die Hintergrunde nicht kennt, beginnt sie als Ermittlungsgruppe für Bizarres & Okkultes in Leuterskoog.
Zusammenfassung der bisherigen Ereignisse
- Die Ermittlungsgruppe: Bizarres & Okkultes wird von der Manufaktur Schönschwarz gebeten, ein merkwürdiges Verhalten dreier Mechandros näher zu untersuchen. Die Mechandros, die keinerlei Beziehung zueinander haben, haben sich mehrmals mitten in der Nacht in einer Gaststätte in Dr.Lobringer-Damm getroffen.
- Die Mitglieder der EG:BO verhören die Mechandros unter einem Vorwand, sodass deren Besitzer sich nichts davon mitkriegen. Sie erfahren, dass sie jeweils einen Befehl bekommen hätte, in die Gasstätte zu fahren und dort die Nacht zu verbringen. Die Befehle dazu haben sie jeweils von einem Anghörigen ihres Haushaltes erhalten. Diese drei werden von den Ermittlern zum Verhör in die Schutzwacht bestellt.
- Die Mechandros wurden von einem exklusiven Fahrdienst in das abgelegene Stadtviertel gebracht. Der Fahrdienst wurde dazu von einem J. Bitterschmalz beauftragt. Die Gruppe kann ermitteln, dass es sich dabei um einen gewissen Joshua handelt, der von Annelise Bitterschmalz, die zu den reichsten Damen der Stadt Leuterkoog gezählt wird, vor wenigen Monaten adoptiert wurde. Auch Joshua wird zum Vehör in die Schutzwacht bestellt.
- Das Verhör ergibt, dass die Mechandros weggeschickt wurden, damit diese aus dem Weg sind. Die drei, ein Junge namens Henrikus, der Butler Wilhelm, sowie der Gerätewart Friedhelm Millenberg haben zusammen mit Joshua Bitterschmalz einen "Club zur Untersuchung des Bizarren & Okkulten" gegründet und sich in den letzten 14 Tagen regelmäßig getroffen. Dabei waren die Mechandros im Weg.
- Sie haben an verschiedenen Orten rund um den Weinberg Messungen der Verzerrung gemacht und im Keller des Bitterschmalzens Anwesen in Weinheim ein bizzaromantisches Gerät in Betrieb genommen. Joshu schein etwas gesucht, aber nicht gefunden zu haben.
- Joshua selber taucht nicht zum Verhör auf. Er wird seit 2 Wochen vermisst, hat seitdem jedoch noch regelmäßig an den Treffen des Clubs teilgenommen.
- Die Ermittlungsgruppe sucht Annelise Bitterschmalz auf. Sie erfahren, dass Joshua ein Tel'Pathar aus Medda-Kaba, der sein Gedächtnis verloren hat. Frau Bitterschmalz, ein alte Dame ohne weitere Verwandschaft hat Gefallen an dem jungen Man gefunden und ihn daher adoptiert.
- Im Keller der herrschaftlichen Villa entdecken die Ermittler das in Gang gesetztes bizzaromantische Gerät: ein Kasten mit einer Kurbel. Die Wände des Raums sind seltsam verzerrt und verschwommen. Unmengen an Blut fließen aus dem Apparat einen Sockel herab über den Boden und dann die Wände hinauf, wo es einfach verschwindet. Es stinkt fürchtlich nach Blut. Geschickt schalten sie das Gerät aus, sodass der Blutstrom versiegt.
- Nähere Untersuchungen ergeben, das Gerät ist nicht transportabel. Es ist fest im Boden verankert und steht da schon über 40 Jahre. Der verstorbene Dr. Bitterschmalz hat damit experimentiert. Sein Aufzeichnungen wurden nach seinem Tod an die Universität gestiftet. Die EG:BO kann diese Bücher dort ausleihen.
- Nach dem Abschalten des Gerätes gibt es nur noch getrocknete Blutreste, die an den Wänden, dem Boden und dem Sockel anhaften. Sie bilden winzige Buchstaben und ganze Wörter. Die Ermittler sammeln hunderte von Satzfetzen; können diese jedoch nicht zu einem sinnvollen Text zusammensetzen, dazu fehlen einfach zuviele Abschnitte. Es scheint sich jedoch um die Erinnerungen Joshuas zu handeln.
- Das Blut ist noch frisch und stammt von allen Rassen.
- Simca Rabenfeder und Joshua haben sich während ihrer Studienzeit in Medda-Kaba kennengelernt. Er ist dann jedoch eines Tages auf einer Studienreise nach Leuterkoog von der Bildfläche verschwunden.
Fall: Schönbrunngasse
EG:BO Gruppe IV hatte sich eben erst in ihrem Büro eingefunden, um die weitere Vorgehensweise betreffend des verschwundenen Tel-Pathars, Joshua, zu beraten, als ihr ein neuer, diesmal offzieller, Auftrag zugewiesen wurde. Es ging um ein seltsames Phänomen, welches in der Schönbrunngasse aufgetreten war, diese schien bei Passanten starke Furcht auszulösen, so dass sie nicht mehr betreten werden konnte.
EG:BO IV rückte aus, um dem Phänomen auf die Spur zu kommen und fand die folgenden Dinge heraus:
- Nicht nur die genannte Gasse war von diesem Phänomen betroffen, sondern ebenso die angrenzenden Gebäude und Hinterhöfe in einem kreis- bzw. kugelförmigen Gebiet von etwa 20 bis 25 Metern Radius.
- Verzerrung 4/10 bereits am Rand des betroffenen Gebietes.
- Kleintiere wie Vögel sind von dem Furchteffekt nicht betroffen, wohl aber Hunde und Katzen. Auch Mechandros werden von diesem Effekt nicht verschont.
- Außen verursacht die Beleuchtung von Lebewesen und Objekten keinen Schattenwurf, während Licht nicht in das Innere von Gebäuden einzudringen vermag. Bringt man eine Lichtquelle hinein, wirft diese keinen Schatten.
- Die Bewohner der Häuser hatten diese verlassen, beispielsweise, um einen Urlaub zu machen, es waren lediglich zwei Opfer höheren Alters sowie eine Katze zu beklagen, die nicht oder nicht schnell genug das Gebiet verlassen konnten und an Herzversagen starben.
- Berechnungen zufolge liegt das Zentrum des Gebietes unter dem Haus mit der Nummer 55a, etwa im Mittelteil der Gasse.
Aufgrund dieser Beobachtungen wurde die Gasse vorerst abgesperrt. Befragungen der Wohnungsgenossenschaft, welcher die Häuser gehören und kurzfristig abgereisten Augenzeugen konnte entnommen werden, dass zwei Individuen sich vor kurzem Zugang zu dem besagten Gebäude verschafft haben. Einer von ihnen von menschlicher Gestalt, jedoch extrem unterernährt, der andere ein Tel-Pathar, der anhand von Phantombildern als der aus anderen Gründen gesuchte Joshua identifiziert werden konnte. Tatsächlich schien dieser von dem anderen Individuum im Gebäude, welches das Zentrum des Furchtradius markiert abgeholt worden zu sein. Bei der Untersuchung des vergangenen Einbruchs wurde dort im Keller auch ein Schlaflager entdeckt.
EG:BO IV hat sich daraufhin unter Verwendung von Verzerrung abschirmender Kopftracht und furchtunterdrückenden Chemikalien in das betroffene Gebiet vorgewagt und Haus Nummer 55a betreten. Auf dem Weg dorthin konnten zwei Gestalten wahrgenommen werden, die dieses Gebäude wenige Moment zuvor betraten. EG:BO IV folgte ihnen in den Keller und fanden neben einem Zugang zu einem abwärts führenden Schacht ein bizarre/okkulte Kreatur in Gestalt eines menschlichen Skelettes vor. Nachdem es unseren Anweisungen nicht Folge leistete und SchuKo Fibus von dem außergewöhnlich kräftigen Individuum beschädigt worden war, konnte es im aus dieser Situation resultierenden Konflikt vorerst überwältigt werden.
Der abwärts führende Schacht wies eine mit bloßem Auge sichtbare Verzerrung auf. Dennoch begab sich EG:BO IV hinab und gelangte in einen Raum mit Zugang zur Kanalisation. Hier fanden sie die beiden gesuchten Gestalten vor. Anwesend war zudem eine zweite zweiköpfige Gruppe bizarrer/okkulter Individuen. Eines hatte die Gestalt eines Nebels in der Form grob humanoider Umrisse, das zweite wies sowohl Gemeinsamkeiten zu einem Mechandro als auch zu einem humanoiden Lebewesen auf, wenngleich es wesentlich größer war. Beide Gruppen lagen offensichtlich miteinander in Konflikt. Auslöser einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen beiden Gruppen war, dass die erstgenannte dem Herrn Dr. Felsenlauf einen Beutel mit unbekanntem Inhalt anvertraute, den die zweitgenannte Gruppe an sich zu bringen trachtete. EG:BO IV zog sich zurück, um das Beweisstück zu sichern. Abgesehen von dem unterernährten Menschen, dessen Überreste bei einer späteren Untersuchung in dem besagten Raum aufgefunden werden konnten, fehlt von den anderen Individuen jede Spur.
Auch der Inhalt des Beutels gibt Rätsel auf. Beim Abtasten des Beutels kann man auf einige Objekte kristalliner Struktur schließen, jedoch sind sie beim Betrachten für unsere Augen völlig unsichtbar. Eine Verzerrung ist nicht messbar.
Das Phänomen ungewöhnlichen Schattenwurfs und die Auslösung von grundloser Furcht bzw. Panik ließ im Bereich um die Schönbrunnstraße nach diesem Vorfall langsam nach, so dass die Anwohner in ihre Behausungen zurückkehrten.