Völker
Hunderte verschiedene Völker besiedeln die Welt. Jedoch hat es nur eine Handvoll von ihnen geschafft, sich überall auszubreiten. Das Gros lebt in kleinen Gebieten und nur selten verlassen ihre Angehörigen die angestammte Heimat, um etwas von der Welt zu sehen.
Weit über die Hälfte der Weltbevölkerung wird von den Menschen gebildet. Sie haben die Wissenschaft begründet und maßgeblich beeinflusst. Somit beruhen fast alle wissenschaftlichen Texte und Beschreibungen auf ihren Beobachtungen; sie haben anderen Rassen ihre Namen gegeben, die sich über die gesamte Welt verbreitet haben, und sie haben die Rassen eingeteilt und teilweise -aus Unwissenheit heraus- auch zusammengefasst, obwohl sie nicht zusammengehören. Dennoch ist ihre Beschreibung im Großen und Ganzen für einen groben Überblick brauchbar.
Den Anfang in der Beschreibung machen die fünf "großen" Völker. Zusammen mit den Menschen stellen sie über 90% der Bevölkerung. Zu ihnen zählen die Kener, Gobimluins, Smills, Alben und Deformen.
Über die gesamte Welt haben sich die Kener verbreitet und sich auch an lebensfeindliche Umweltbedingungen angepasst. Ihre Erscheinung erinnert an übergroße Insekten.
Die, wie zu groß geratene Ameisen aussehenden, Wüstenkener leben in den weiten Wüstengebieten. In der Noarja haben sie große Oasenstädte errichtet, die größtenteils unterirdisch sind.
Die Steppenkener leben als Nomaden in den weiten Savannen und Steppen, wo sie mit ihren gewaltigen Herden von einem Weidegrund zum nächsten ziehen. Sie ähneln Heuschrecken.
In unzugänglichen Gebirgswäldeln zurückgezogen leben die Bergkener. Sie sind Jäger und Sammler und sehen wir große Hirschkäfer aus.
Die Kanalkener sind deutlich kleiner als die Steppenkenern; ihnen aber nicht unähnlich. Sie haben sich dem Leben im Untergrund und Dunkelheit angepasst. Sie leben in den Kanalisationen der großen Städte, die sie teilweise selbst angelegt haben und zumeist auch in Ordnung halten.
(Bei den Kenern haben die Menschen eine eigentlich ungerechtfertigte Zusammenfassung gemacht, indem sie einfach alle Wesen, die einem Insekt ähneln einfach einer einzigen Rasse zuordnen. Das ist natürlich nicht korrekt. Bei den erwähnten Kenern handelt es sich um vier verschiedene Völker und weitere harren noch der Entdeckung aus.)
Gobimluins haben sich aufgrund ihrer kleinen, zarten Statur -sie erreichen selten Körpergrößen über fünfeinhalb Ellen- gänzlich dem Leben in der Stadt angepasst. In freier Wildbahn kommen sie nicht zurecht und würden schnell zugrunde gehen. Sie leben als Händler und Kaufleute in allen Städten, wo sie kleine Gemeinschaften bilden. Sie gelten als äußerst habgierig und sammeln allerlei Dinge. Ihren haarlosen Kopf versehen sie oft mit verschlungen, bunten Bildern.
Etwas größer als die Gobimuins sind die Smills. Sie sind kleine, etwas pummelige Wesen, die eine zerfurchte, derbe Haut haben. Damit haben sie sich der Umgebung, in der sie bevorzugt leben angepasst. Sie haben große unterirdische Städte in allen großen Gebirgen errichtet, wo sie die Erze schürfen und die Metalle zu außerordentlichen, handwerklichen Meisterstücken weiter verarbeiten. Sie sind sehr gesellig, sodass man sie oft gemeinsam trinken, feiern und saufen sieht.
Schlank, grazil und groß sind die Alben. Sie bevorzugen die freie Natur als Lebensumgebung. Daher schließen sie sich zu kleinen Dorfgemeinschaften zusammen, die Wohnorte wählen, die der Natur sehr nah sind: direkt in den Wipfeln der Bäume in den Wäldern, auf Pfahlbauten tief in den Sümpfen oder den Auen der Flüsse. Dort leben sie im Einklang mit der Natur. Sie gelten als äußerst friedliebend; es sei denn jemand stört den Einklang der Natur.
In ihren Augen vergreifen sich die Deformen ständig an der Natur. Dieses hünenhafte Volk, mit seinem Fell, der Bärenschnauze und Hörner, lebt zu Clans zusammengeschlossen in den Gebirgswäldern. Dort leben sie als Jäger und Sammler. Sie verkaufen aber auch die Produkte des Waldes, sprich: Holz.
Ihre außerordentliche Körperkraft und Größe, immerhin erreichen sie bis zu drei Schritt, machen sie zu Furcht erregenden Kämpfern, die in so mancher Leibgarde eines Adligen zu finden sind oder gar ganze Söldnerhaufen bilden.
Feliden sind Einzelgänger. Sie ziehen als Jäger und Sammler durch die Wälder und Steppen, immer auf der Suche nach dem besten Jagdrevier. In der Zivilisation verdienen sie sich als fahrende Gaukler, Artisten oder Diebe. Obwohl sie aufrecht gehen, haben sie deutliche Ähnlichkeiten mit Katzen: ein dichtes Fell, Schnurrhaare, einen Schwanz und Krallen.
Äußerst Fremdartig wirken die Argonoiden auf die Angehörigen der anderen Völkern. Sie ähneln im Körperbau großen, kräftigen Menschen; ihre Haut ist jedoch mit eine silbrigen Schicht bedeckt. Sie besitzen weder einen Mund -können dennoch reden und Nahrung aufnehme- noch ein Geschlecht. Es gibt keine Argonoiden-Kinder. Sie tauchen einfach in der Welt auf; meistens in Cantaria, wo auch ihr Siedlungsschwerpunkt liegt.
Die Siedlungen der Affenmenschen in entlegenen Tälern hingegen sind ebenso primitiv wie ihre Kultur. Bei ihnen gilt das Recht des Stärkeren. Sie leben in Höhlen als Jäger und Sammler oder folgen in den Steppen und Savannen den großen Viehherden. Affenmenschen weisen eine deutliche Ähnlichkeit zu Menschen auf; sie sind jedoch deutlich stärker behaart und kräftiger gebaut. Ihr Gesicht wird von hervorstehenden Eckzähnen, ausgeprägten Augenbrauen und einer fliehenden Stirn geprägt.
Orks führen eine raues Leben, in dem nur die stärksten Überleben können. Nach und nach wurden sie aus ihren angestammten Siedlungsgebieten verdrängt, sodass sie nun nur noch in unwirtlichen Gegenden leben. Diesen haben sie sich jedoch gut angepasst. Sie ähneln den Affenmenschen mit fliehender Stirn, hervorspringendem Kinn und einen Raubtiergebiss. Die Orks der kalten Gebirgsregionen haben ein dichten Pelz, welcher von Schwarz bis Weiß alle Grauschattierungen aufweisen kann. Die Dschungel-Orks Ontans hingegen haben keinen Pelz mehr, ihre Haut ist grünlich, sodass sie eine gute Tarnung haben.
Aus der Vermischung von Alben und Menschen hervorgegangen sind die Halbalben. Weder in der einen noch in der anderen Welt richtig zuhause, finden sie sich nur schwer in der Welt zurecht. Wer sein Erbe nicht verbergen möchte, verlässt oft seine Heimat um durch die Welt zu ziehen, um einen Ort zu finden, wo er heimisch werden kann.
Eine eingeschworene Gemeinschaft bilden die spitzohrigen Zwelven. Nur selten verlassen sie heimatlichen Höhlen, da sie ihrer Familie sehr verbunden sind. Sie leben äußerst Naturverbunden von dem was sie Jagen und Sammeln können. Auch züchten sie Vielerlei Kräuter und essbare Pilze in ihren Behausungen. Sie sind von untersetzter, kleiner Statur.
Die kleinsten Wesen sind die Winzlingen. Sie werden nur etwa eine Elle groß. Ihre Zartheit und Gebrechlichkeit wird aber durch ihr außerordentliches Geschick und ihre Flugfähigkeit wieder wettgemacht. Sie sind scheue Geschöpfe des Waldes, die sich nur selten in die Städte der Menschen verirren.
Die ungewöhnlichste und wohl auch seltenste Rasse sind die Morpher mit ihren angeborenen magischen Fähigkeiten. Über sie ist nur bekannt, dass sie in der Lage sind, jegliche Gestalt, die sie wünschen, anzunehmen. Ob sie eine eigene Form besitzen und wo sie leben ist unbekannt.