Uni Con 34
Aus RSCT94
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Bericht - Fotos |
Zum Geleit...
Der nachfolgende Bericht beschreibt einen Wochenendausflug nach Kiel, bei dem einige unserer Mitglieder unter anderem auch den Uni Con 2007 besuchten. Außenstehende, deren Interesse nur der Convention an sich gilt, können den nächsten Abschnitt getrost überspringen und erst bei der Beschreibung der eigentlichen Veranstaltung am Samstag weiter lesen.
Freitag, 18. Mai 2007
Es war ein schöner Frühlingsabend, als unsere wackere Schar aus Tornesch in Richtung Kiel aufbrach. Als Fahrer hatte Mirko sich und seinen Wagen zur Verfügung gestellt, auf den anderen freien Plätzen drängten (im wahrsten Sinne des Wortes) sich der kleine Daniel (der in Wirklichkeit gar nicht mehr so klein ist...), Merten, Gianni und der Autor dieses Berichtes. Unsere Planung sah vor, dass wir den Besuch beim Uni Con, auf dem wir in den letzten Jahren mehr oder weniger häufig waren, mit einem Besuch bei Mona verbinden, die momentan wegen ihres Studiums in der Nähe von Kiel wohnt. Doch bevor wir dies in die Tat umsetzen konnten, mußten erst einmal logistische Probleme gelöst werden - sechs Leute und nur fünf freie Plätze im Auto? Kein Problem, da hilft es, wenn man improvisieren kann. Während Mirko zusammen mit Daniel Mona abholen fuhr und dabei auch gleich unsere Sachen in Altenholz auslud, wurden Merten, Gianni und ich in Kiel in der Nähe des Blücherplatzes abgesetzt, wo wir sowieso noch etwas essen wollten. Wir nutzten die Wartezeit dann für einen strammen Spaziergang von etwa 5 Kilometern einmal durch die Stadt zur Kiellinie und zurück. Merke: Wer rastet, der rostet.
Nachdem wir wieder versammelt waren, setzten wir uns erst einmal im Palenke auf ein leckeres Chili und ein paar nicht minder leckere Getränke zusammen. Danach ging es dann - teils zu Fuß, teils mit dem Wagen - in Richtung Bergstraße, wo der Irish Pub unser nächstes Ziel war. Doch leider war es dort so voll, dass wir erst einmal keinen Tisch bekamen und beschlossen, uns erst einmal nebenan ins Rock Café Tucholsky zu setzen und uns dort die Wartezeit mit einigen Getränken zu vertreiben. Was für eine schlechte Entscheidung! Die Getränke waren zwar okay, doch war die Studentin, die dort als Kellnerin arbeitete, dermaßen überfordert, dass es über eine Dreiviertel Stunde dauerte, bis wir überhaupt etwas zu trinken bekamen. Als sie dann unsere Rechnung vergessen hatte und wir ihr helfen mußten, die Preise für unsere Bestellungen heraus zu suchen, waren wir erst einmal bedient. Na gut, man kann nicht immer Glück haben. Mirko brachte danach erst einmal Merten und Mona nach Altenholz, während Gianni, Daniel und ich doch noch einmal den Irish Pub aufsuchten und dort wesentlich schneller an unsere Getränke kamen.
Später, es war dann wohl gegen 2.00 Uhr in der Nacht, holte unser Fahrer Mirko uns dann auch ab und wir fuhren gemeinsam zu Mona, wo wir bei ihr in der WG übernachten konnten. Da ich selbst vor acht Jahren selbst in einer dieser Wohnungen in Altenholz gewohnt habe, kamen schon ein wenig nostalgische Gefühle auf. Wir verteilten uns also auf die vorhandenen Betten, Luftmatratzen und Schlafsäcke und schliefen auch bald schon ein.
Samstag, 19. Mai
Früh morgens: Schon bevor der Alarm meines Mobiltelefons losgeht, wache ich auf und dusche als erstes. Nachdem auch Daniel aus seinem Bett gekrabbelt kommt und mich in der Dusche abgelöst hatte, gehen wir zum nahen Supermarkt und kaufen alles für ein leckeres Frühstück ein. Dermaßen gestärkt geht es dann - wieder in zwei Fuhren - gegen 10.30 Uhr in Richtung Uni, wo die Convention stattfindet.
Der Uni Con: Eigentlich gibt es nicht viel neues über die Veranstaltung zu berichten. Der Veranstaltungsort war der selbe wie in den letzten Jahren, auch die Eintrittspreise sind stabil geblieben. Für einen Tag zahlt man 2 Euro oder alternativ 1W4, bei beiden Tagen sind 3 Euro oder 1W6 zu berappen. Ihr könnt euch Daniels Gesicht vorstellen, als er das Risiko einging und danach satte 6 (!) Euro Eintritt bezahlen mußte.
Auch ansonsten erwartete uns im Gebäude fast nur Altvertrautes. Der Bereich für Pen & Paper war mit den Worten "Gähnende Leere" wohl am besten beschrieben, während die Räume mit den Tabletoppern wie immer aus allen Nähten platzten. Ursache hierfür war wie in den letzten Jahren auch das riesige Warhammer-Turnier "Nordmanöver 2007" mit geschätzten 250 bis 300 Teilnehmern. Die Zahl der Leute, die sich auf das Rollenspiel konzentrierten, würde ich vage auf etwa 50 schätzen. Dementsprechend schmal war auch das Angebot an Spielrunden, die ausgehängt wurden. Im Grundsatz konnte man immer etwas finden, mußte dabei aber manchmal Wartezeiten in Kauf nehmen. Wer hier auf ein bestimmtes System fixiert war, der wurde auf dem Uni Con sicherlich nicht glücklich.
Apropos Rollenspieler: Was wäre eine Convention ohne die bekannten Gesichter vom SDNV? Björn, Pu und Jost waren natürlich auch mit von der Partie und liefen uns gleich in der Eingangshalle über den Weg.
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Spotlight on: Elrador |
Gianni, Merten und ich trugen uns sogleich in eine Runde Elrador ein, während der Rest von uns es lieber vorzog, noch weiter zu warten bzw. mit drei Leuten ein heimisches DSA-Abenteuer weiter zu spielen. Na ja, jedem das seine. Mir hat die Elrador-Runde auf jeden Fall Spaß gemacht: Ein schnell zu erlernendes System, guter Spielleiter und auch nette Mitspieler. Nach Aussagen der anderen habe ich mit meinem Charakter sogar erheblich zum Bild der Dreed (einer Echsenrasse) beigetragen. Lispelnde Charaktere mit außergewöhnlichen Essgewohnheiten kommen eben immer an...
Punkt 17 Uhr war unsere Runde dann vorbei. Kurze Zeit später wurde die Teilnehmerliste für das Cthulhu-Live am Abend ausgehängt, welches wieder einmal den Höhepunkt des Uni Con darstellen sollte - zumindest nach unserer Meinung. Da dieses erst um 19 Uhr beginnen sollte, fuhr ich zusammen mit Gianni noch einmal kurz in die Stadt, wo wir uns in einer Kneipe dann ein paar bewegte Bilder des letzten Spieltages der Fußball-Bundesliga ansahen. Glückwunsch an den neuen deutschen Meister, den VfB Stuttgart!
Pünktlich um 19 Uhr waren wir dann wieder in der Uni, wo sich auch bereits etliche Gewandete im passenden Outfit der 20er Jahre eingefunden hatten. Mirko und Mona waren wieder nach Altenholz gefahren; Daniel, Merten, Gianni und ich wollten uns dieses Spektakel allerdings nicht entgehen lassen. Doch bevor es losging, mußten wir erst einmal eine gute Stunde warten, da sich die Vorbereitungen leider etwas verzögerten.
Los ging es dann mit einem Check In am Zeppelinhafen von Lakehurst, wo wir auf die Ankunft eines Luftschiffes warteten. Zunächst sah es nach einer einfachen Verspätung aus, doch im Laufe der Zeit geschahen dann immer mehr seltsame Dinge: Zeitungen vom nächsten Tag tauchten auf und berichteten über ein Unglück, Bomben wurden gefunden und schließlich brachen sogar mehrere Feuer aus, die von den Bediensteten offenbar nicht gesehen wurden. Alles in allem hatte sich das Team von Green Abyss um Martin, Sabrina und Co. wieder einmal einen netten Plot ausgedacht, der uns quer durch das Gebäude und die vor der Uni liegende Parkfläche führte. Auch Special Effects gab es diesmal wieder zu bewundern, denn mit Nebelmaschinen, Scheinwerfern, unzähligen stimmigen Kostümen und geschminkten Brandwunden etc. fühlten wir uns tatsächlich in ein Katastrophenszenario der 20er Jahre versetzt. Schade war am Anfang, dass sich viele der Spieler nicht wirklich am Geschehen beteiligten und auch kein Interesse an der Lösung des Plots zu haben schienen, doch je länger das Abenteuer dauerte, desto interessanter wurde es für die relativ kleine Gruppe an aktiven Mitspielern.
Gegen 0.30 Uhr in der Nacht war das Abenteuer beendet und wir waren uns wieder einmal sicher: Allein für dieses Cthulhu Live hatte sich der Besuch beim Uni Con wieder einmal gelohnt. Auch war eine deutliche Steigerung im Vergleich zu dem - meines Erachtens - eher schwachen Abenteuer beim diesjährigen Adventure Con festzustellen, was aber auch an den besseren Räumlichkeiten liegen mag, die hier in Kiel vorhanden sind.
Sonntag, 20. Mai
Ein kurzer Anruf und wenig später kam dann auch unser Fahrer Mirko wieder vorbei, um Gianni nach Altenholz mitzunehmen und Daniel, Merten und mich zum Hauptbahnhof zu bringen. Von dort aus fuhren wir dann wieder nach Hause, wo wir gegen 2.30 Uhr in der Nacht wieder eintrafen. Für uns war damit die Ausfahrt zum Uni Con auch schon beendet. Ob am Sonntag an der Uni noch etwas Erwähnenswertes stattgefunden hat, vermag ich nicht zu sagen - angesichts der schon am Samstag geringen Besucherzahl gehe ich aber nicht davon aus.
Fazit
Mein insgesamt fünfter Uni Con verlief alles in allem ohne größere Überraschungen. Das geringe Spielrundenangebot kannte ich ja bereits aus den letzten Jahren und das Cthulhu Live war wie erhofft und erwartet ein großer Spaß. Besonders gefallen hat mir die Veranstaltung durch das ganze Drumherum wie unsere kleine "Tour de Kiel" am Freitag und die Übernachtung von Freitag auf Samstag. Hätte ich am Sonntag Zeit gehabt, so wäre ich gerne noch einen weiteren Tag geblieben. Ich glaube, hier auch für die anderen Mitfahrer sprechen zu können, wenn ich sage: Wir hatten einen guten Ausflug.
Euer treuer Con-Berichterstatter
Sven
