Uni Con 33
Aus RSCT94
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Bericht - Fotos |
Das 33. Mal veranstaltete der AKF ('Arbeitskreis Fantasy' an der Uni Kiel) seine traditionsreiche Veranstaltung und wieder einmal ließ es sich eine wackere Schar an Mitgliedern des RSCT 94 nicht nehmen, diese Convention unsicher zu machen. Namentlich waren dies Hanni, Mischa, der große Daniel, Nadja, deren Freundin Jenny sowie der geschätzte Autor dieser Zeilen. In aller Herrgottsfrühe - um kurz nach 9 Uhr morgens, also viel zu früh eigentlich für einen Samstag - brachen wir in heimischen Gefilden auf, um uns in Richtung unserer schönen Landeshauptstadt Kiel auf den Weg zu machen. Die dortige Christian-Albrechts-Universität, genauer gesagt die Alte PH, waren unser Ziel, welches wir nach gut einstündiger Fahrt auch heil erreichten. Am Eingang verriet uns ein großes Banner, dass wir hier richtig waren. Schnell wurde an der Kasse der Eintritt gelöhnt (Für den Samstag 4 Euro, für beide Tage 5 Euro, jeweils inklusive eines Einkaufsgutscheines in Höhe von 1,50 Euro) und erst einmal das Gebäude inspiziert.
An dieser Stelle gab es auch gleich etwas positives zu vermelden: Im Gegensatz zum letzten Jahr schienen mir auch zu dieser frühen Zeit mehr Besucher da zu sein und auch ein Blick auf den Spielrundenaushang bestätigte diesen Eindruck: Ein gutes Dutzend Spielrunden gab es zur Auswahl, wobei für jeden Geschmack eigentlich etwas dabei war. Nachdem wir uns noch eine Weile mit den anwesenden SDNVlern Björn, Martin und Jost unterhalten hatten (manche Leute trifft man eben auf jeder Convention...), verstreute sich unsere kleine Gruppe in alle Himmelsrichtungen, um an verschiedenen Spielrunden teilzunehmen.
Da meine Runde erst um 12 Uhr beginnen sollte, hatte ich noch ein wenig Zeit, im Innenhof die Sonne zu genießen, mir die Spielflächen des wirklich riesigen Warhammer-Turniers "DaCONFlict" anzusehen und dem Workshop für mittelalterliche Tänze zuzugucken. Auch einige Händlerstände gab es, so ließen es sich Truant, das Drachenei, Gandalph und Tabasca-Games nicht nehmen, ihre Waren auf dem Uni Con anzubieten.
Kurze Zeit später fand ich mich dann in einer Spielrunde Kobolds ate my baby wieder, einem nicht ganz ernst zu nehmenden Rollenspielsystem, bei dem man in die äußerst klischeebeladene Rolle eines Kobolds schlüpft. Dank eines humorvollen Spielleiters und ebenso angenehmen Mitspielern entwickelte sich eine sehr nette Runde, die etwa vier Stunden andauerte. Bei "Kobolds..." sollte man nicht allzu sehr an seinem Charakter hängen, da der mangelnde Selbsterhaltungstrieb dieser Biester doch für ein sehr schnelles Ableben sorgt - eine Grabrede und ein paar Würfelwürfe später steht dann aber schon der nächste Kobold bereit.
Nachdem ich mir dann etwas für das leibliche Wohl gegönnt hatte (Grillwürste je 1 Euro, Brötchenhälften ebenso, dazu selbstgemachten Kuchen und Schokoriegel; wer wollte, konnte auch Pizza ordern), stand für mich die zweite Etappe dieser Convention an, denn ich hatte mich kurzfristig bereit erklärt, den Gier einiger Besucher nach einer zünftigen DSA-Runde zu stillen. Hierbei schickte ich meine Helden in ein kleines Dorf, wo es galt, einen ominösen Ritualmord zu klären. Mit von der Partie war u.a. Sandra aus Schleswig, die auf unserem ConTor ja mittlerweile Stammgast ist - die Welt der Rollenspieler ist eben sehr klein.
| Um 19 Uhr erwartete uns dann das (zumindest für mich) Highlight dieser Veranstaltung, denn Martin, Sabrina & Co. vom Green-Abyss-Team (siehe Textkasten) ließen es sich natürlich nicht nehmen, in ihrer Heimatstadt ein Cthulhu-Live zu veranstalten. Dieses erwies sich wie immer als äußerst unterhaltsam und führte uns relativ frei durch das gesamte Gebäude. Auf der Spur eines verstorbenen Professors forschten wir nach einigen ominösen Runensteinen, die sich irgendwo im und am Gebäude versteckt befanden. Mein Charakter hatte dabei das "Glück", als erster einen dieser Steine zu berühren und daraufhin verflucht zu werden. Aber was gibt es erstrebenswerteres, als besessen zu sein und mit aller Macht einem Dämon den Zugang zu dieser Welt zu ermöglichen? Amüsante Notiz am Rande: Daniels Charakter, der von vielen Mitspielern als potentieller Mitwisser verdächtigt wurde, war in Wahrheit lammfrom und unschuldig - so kann man sich eben täuschen. Irgendwo in der Nacht kam es dann so, wie es bei fast jedem Cthulhu-Live kommt: Das Böse siegt und die meisten Charaktere segneten das zeitliche. |
Gegen 2 Uhr in der Nacht verließen dann Daniel, Mischa und ich den Uni Con. Hanni war mit Nadja und Jenny bereits ein wenig früher gefahren, weil letztere sich nicht so wohl fühlte. So konnten wir dann um etwa 3 Uhr zuhause in unsere heimischen Betten fallen, während etliche andere Gäste die Schlafmöglichkeiten vor Ort nutzten und den Con-Sonntag genossen.
Fazit
Aus dem Bericht geht wohl schon hervor, dass ich diesen 33. Uni-Con gelungener fand als seinen Vorgänger. Die Location an sich wirkt zwar immer noch viel zu groß für die Besucherzahlen, aber das Spielrundenangebot war besser als im Vorjahr. Betonen möchte ich auch die wirklich freundliche und bemühte Organisation, die sich alle Mühe machte, den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten. Über die Preise mag man streiten - die Brötchen fand ich persönlich einen Tick zu teuer -, aber alles in allem hatten wir einen recht angenehmen Samstag. Soweit ich es einrichten kann, bin ich im nächsten Jahr wieder mit dabei, denn der Uni Con hat sich mittlerweile für uns Tornescher zu einer netten Tradition gemausert. Also: 2007, wir kommen!
Sven
