Uni Con 30 - Immer wieder nett
Aus RSCT94
Zum zweiten Mal war ich dieses Jahr zu Gast auf der UniCon in Kiel und wieder muss ich sagen, dass es äußerst nett war und auf jeden Fall eine weitere Reise wert. Diesmal in einer größeren Gruppe als letztes Jahr starteten Carsten, Olaf, Mirco, Gerhard und ich am Samstag Morgen um halb neun mit unseren nicht wirklich vertrauenserweckenden oder gar neuen Autos. Eine Stunde und eine Vollbremsung von Olaf später kamen wir dann am diesjährigen Con-Gebäude, der Mensa II der Kieler Uni, an. Die zu diesem Zeitpunkt noch recht wenigen Besucher wuchsen im Laufe des Tages auf etwa zweihundert bis zweihundertfünfzig Leute an. Die Verpflegung war wie auch letztes Jahr wieder gut und - ja, ich geb's ja zu - auch reichlich......
Olaf und Mirco fanden sogleich Eingang in eine DSA4-Runde, Gerhard machte einer D&D-Runde seine Aufwartung, Carsten war noch reichlich unentschlossen, was seine Betätigung anging, und meine Wenigkeit versuchte verzweifelt ein paar Spieler für 'Blaue Mappe' zu finden. Nachdem mir dies nicht gelang, saß ich erst ein wenig rum und trug mich dann mit Carsten in eine 'Ars Magica'-Runde ein. Die Zeit bis zum Beginn dieser überbrückten wir dann noch mit der Erschaffung eines 'Trinity'-Helden für Carstens angedachte Kampagne.
Von vierzehn bis etwa neunzehn Uhr dauerte dann das Einführungsabenteuer in 'Ars Magica', einem Rollenspielsystem das im Mittelalter angesiedelt ist und bei dem eigentlich jeder einen Magier spielt. Insgesamt hatten, glaub ich, alle sehr viel Spaß sowohl am System als auch am Abenteuer - wir diskutierten eifrig und ausgiebig wie unter Magiern ja so üblich, zauberten fleißig und manchmal sogar kompetent, intrigierten und logen bis sich die Balken bogen und schafften es letztlich auch noch, die uns auferlegte Queste zum Schaden der Kirche zu bestehen. Zum Ausprobieren ist dieses System auf jeden Fall zu empfehlen.
Danach verzog ich mich nach Kiel-City-Mitte-Altstadt, um einem Internetcafe bezüglich meiner Diplomacy-DM-Züge meine Aufwartung zu machen, und erreichte nach einem Zwischenstop zum Abendessen erst um zweiundzwanzig Uhr wieder den Con. Olaf und Mirco hatten dort gerade ihr laut Aussagen 'gutes DSA4-Abenteuer mit hervorragendem Meister' inzwischen beendet und erschufen gemeinsam mit Carsten ebenfalls nun Trinity-Helden. Sven war inzwischen ebenfalls aufgetaucht und begrüßte mich mit einem freundlichen 'UI-Cup, UI-Cup - nänänänänä', bevor auch er sich ans Helden erschaffen machte. Später endete dieses Helden erschaffen dann in einer ersten Einführungsrunde, die noch andauerte als ich gegen fünf Uhr morgens in meinen Schlafsack kroch. Bis dahin hatte ich gemeinsam mit Gerhard an einem D&D-Abenteuer teilgenommen, dass eine Art RPG-Crossover darstellte, denn nachdem wir in der D&D-Welt an einem magischen Ort auf einer Insel eine merkwürdige Konstruktion fanden und sie bedienten, erfuhren wir, dass es sich hierbei um eine Zeitmaschine handelte, die uns helfen sollte unseren Auftrag (Im Jahr 2011 die Magie in die Shadow-Run-Welt zu bringen) zu vollenden. Zuerst landeten wir im Jahr 2056 in der Shadow-Run-Welt, ruinierten dort unwissenderweise eine Küche, ein Wohnzimmer und ein Computerzimmer indem wir alles mögliche untersuchten und ausprobierten, wobei wir zu dem Schluss kamen, dass die Bewohner dieser Welt von Knöpfen besessen waren. Danach verschlug es uns zu König Artus, Merlin und Lancelot sowie zum Abschluss in die Earthdawn-Welt. An dieser Stelle brachen wir das Abenteuer aufgrund meiner Übermüdung dann ab - ich begab mich also in den Schlafsaal.
Als ich diesen am Sonntag Morgen um neun dann wieder verließ, ereilte mich zuerst die recht überraschende Nachricht, dass Carsten, Sven, Olaf und Mirco inzwischen abgefahren und nach Hause zurückgekehrt waren. Nach einem anschließenden reichhaltigen Frühstück eroberte ich mir dann einen Platz in einer Earthdawn-Runde, zu der sich eigentlich Mirco und Olaf am Tag zuvor schon eingetragen hatten, die aber ja nun nicht mehr da waren. Sie verpassten ein sehr gutes Abenteuer, gute andere Rollenspieler und eine äußerst adrette Meisterin, was ich ihnen mit Sicherheit noch öfter unter die Nase reiben werde. Zwei Minuten vor Ende des Cons endete das Abenteuer und zufrieden mit diesem Rollenspielwochenende machten nun auch Gerhard und ich uns auf den Weg nach Hause.....
Walter
