Qualifikation am 21. Februar 2004
Aus RSCT94
Endlich war es an diesem Samstag so weit: Der Tag der Qualifikation zur Brettspielemeisterschaft stand an. Jener Tag also, auf den wir in den letzten Monaten, Wochen und Tagen so fleißig hingearbeitet hatten. Gut, der eine oder andere hätte vielleicht dieses oder jenes Spiel vorher häufiger spielen sollen, aber dieser Umstand hielt und nicht davon ab, in diesem Jahr gleich zwei Teams in die Knochenmühle Qualifikationsturnier zu schicken. Neben den bereits im Vorjahr teilnehmenden "Fab Four", bestehend aus Walter, Carsten, Claus und Mirko waren diesmal noch Olaf, Markus, Stephan und meine Wenigkeit mit von der Partie.
Das Turnier selbst fand in direkter Nähe des Bahnhofes Harburg statt. Die Räumlichkeiten erwiesen sich als nahezu perfekt für eine solche Veranstaltung, einzig die etwas stickige Luft machte einigen von uns ein wenig zu schaffen. Als recht angenehm empfanden wir alle die Organisation und das gesamte Verfahren, mit dem die Tische zugeordnet wurden. Im Prinzip wußte jeder genau, wann er wo und mit welchen Leuten zusammen spielen sollte.
Es standen für jeden Teilnehmer vier Spielrunden mit drei anderen Spielern an. Die Spiele waren hinlänglich bekannt, also konnten wir uns auch gleich voller Elan in den Vergleich stürzen.
Los ging es mit dem Legespiel Metro. Der Zufall wollte es so, dass ich und Claus in einer Spielrunde standen, was sich jedoch nicht auf das Endergebnis auswirkte. Ganz im Gegenteil: Man konnte Claus zumindest am Anfang eine sehr... äh... neutrale Spielweise attestieren. Schwamm drüber. Diese Runde endete für uns Tornescher recht erfolgreich: Walter und Mirko gewannen ihre Partien, Carsten, Stephan, Olaf, ich und Claus (Gleichstand zwischen uns beiden) belegten den zweiten Platz und nur Markus fiel mit seinem vierten Rang ein wenig aus der Rolle.
Doch lange konnten wir unsere Erfolge nicht feiern, denn nach gut einer Stunde stand dann schon das zweite Spiel auf dem Programmplan, nämlich das Kartenspiel Tichu. Gerade dieses hatten wir zuletzt sehr regelmäßig gespielt, so dass wir uns natürlich einige Hoffnungen machten. Doch es lief nicht ganz so gut: Markus konnte zwar durch seinen Sieg seinen Mißerfolg von Metro wieder ausgleichen, doch ansonsten sprang kein Erfolg heraus. Für Olaf, Stephan und Mirko reichte es nur zum zweiten Platz, während Claus, Walter, Carsten und ich jeweils auf dem dritten Platz landeten. Ein wenig ärgerlich fand ich persönlich hierbei mein Abschneiden, nachdem ich in den ersten drei Partien zwei souveräne Tichus spielte, dann aber im letzten Spiel durch eine Fehlentscheidung noch auf Platz 3 rutschte.
Danach, es war nun etwa 13.00 Uhr, unterbrachen wir erst einmal das Turnier, um Mittagspause zu machen. Da die Harburger Fußgängerzone direkt vor der Tür lag, vertraten wir uns ein wenig die Beine und überlegten uns für die zweite Turnierhälfte bei einem Döner neue Strategien. Zu diesem Zeitpunkt waren unsere beiden Teams in der Gesamtwertung beide relativ aussichtsreich dabei, so dass uns ein spannender Nachmittag erwartete.
Dieser begann dann auch gegen 14.00 Uhr mit dem Spiel Schrille Stille. Dieses hatten wir relativ selten gespielt und es war auch nicht so gut angekommen. Aber was soll's, schließlich waren wir ja nicht zum Vergnügen hier, sondern um knallhart ein Turnier zu bestreiten. So spielten wir also das kurzweilige Spiel um Chartplazierungen... und versagten dabei total. Gut, man kann sagen, dass Carsten, Mirko und ich mit jeweils einem zweiten Platz noch einigermaßen im Rahmen blieben, der Rest blieb jedoch weit unter seinen Fähigkeiten. Walter, Markus, Claus und Olaf wurden jeweils letzte und Stephan wurde nur deshalb dritter, weil er mit Walter in einer Partie zusammen spielte. Wir konnten uns also in Gedanken schon einmal von der Endrunde zur deutschen Meisterschaft verabschieden...
Den Abschluß dieses Turniertages bildete dann das Spiel Café International. Bei diesem Spiel gilt es, verschiedenfarbige Plättchen durch geschicktes Anlegen an Tischen zu plazieren, um möglichst viele Punkte zu holen. Dies gelang zumindest Carsten und mir recht gut und so konnten wir unsere Partien auch souverän als Sieger nach Hause schaukeln. Ähnlich erfolgreich waren Mirko und Claus, die beide zweite wurden. Markus und Walter (der in meiner Runde mitspielte) wurden leider nur dritte und sowohl Stephan als auch Olaf enttäuschten mit einem letzten Platz. Schade!
Bei der Endabrechnung führten diese Ergebnisse dazu, dass unser erstes Team, die "Fab Four" auf einem guten fünften Platz landete, während sich unsere zweite Mannschaft mit dem neunten Rang zufrieden geben mußte.
Hier die genaue Übersicht:
| Platz | Mannschaft | Ort | Punkte |
|---|---|---|---|
| 1. | Dunderwaerskerls | Hamburg | 52.00 |
| 2. | Diekpetter | Jork | 49.00 |
| 3. | Spiel mit Pete | Jork | 46.50 |
| 4. | Pfeffersäckchen | Hamburg | 46.00 |
| 5. | Fab Four | Tornesch | 45.50 |
| 6. | Eumelzocker | Buxtehude | 44.00 |
| 7. | Wühlmäuse | Hamburg | 43.00 |
| 8. | Die Pfeffersäcke | Hamburg | 43.00 |
| 9. | RSCT94 | Tornesch | 38.50 |
| 10. | Die Pfeffersäcke II | Hamburg | 32.50 |
| Platz | Name | Kürzel | Sp.1 | Sp.2 | Sp.3 | Sp.4 | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 6. | Mirko Nottelmann | FF4 | 5 | 3 | 3 | 3 | 14.00 |
| 8. | Carsten Praefcke | FF2 | 3 | 2 | 3 | 5 | 13.00 |
| 12. | Sven Reinhold | RSC1 | 2,5 | 2 | 3 | 5 | 12.50 |
| 22. | Stefan Unger | FF1 | 5 | 2 | 1 | 2 | 10.00 |
| 28. | Stephan König | RSC3 | 3 | 3 | 2 | 1 | 9.00 |
| 28. | Markus Quast | RSC4 | 1 | 5 | 1 | 2 | 9.00 |
| 32. | Claus Praefcke | FF3 | 2,5 | 2 | 1 | 3 | 8.50 |
| 34. | Olaf Schubert | RSC2 | 3 | 3 | 1 | 1 | 8.00 |
Anekdoten
Am Rande und im Zusammenhang mit einer solchen Veranstaltung ereignen sich natürlich immer einige amüsante Gegebenheiten, an die man sich noch gerne zurückerinnert. So ist es z.B. interessant zu wissen, dass...
- ... das Siegerteam des Vorjahres, die Pfeffersäcke II, diesmal abgeschlagen auf dem letzten Rang landete.
- ... ein Team den kurzfristigen Ausfall eines Mitspielers beklagen mußte. Schnell wurde die glücklicherweise in Harburg wohnende Ersatzspielerin angerufen wurde, die leicht verspätet eintraf. Leider kannte diese drei der Spiele überhaupt nicht und hatte einzig und allein Café International "vor 10 Jahren" einmal gespielt. Insofern mußten ihr erst einmal sämtliche Regeln erklärt werden.
- Noch beeindruckender ist diese Tatsache, wenn man bedenkt, dass diese Spielerin nicht auf dem letzten Platz landete.
- ... man bei Café International nicht immer viele Punkte haben muß. Wenn ich mich recht entsinne, hatte ich am Ende um die 90... doch Stephan schaffte es, sage und schreibe 2 (Spricht: ZWEI!) Punkte zu holen. Respekt für diese Leistung, Stephan...
- ... ein anderer Spieler das jedoch mit souveränen NULL Punkten noch zu toppen wußte.
- ... in der bestmöglichen Kombination eines unserer Teams knapp mit 39,5 Punkten zur DM nach Herne gefahren wäre. Im Gegenzug wäre unser schlechtestes Team aber auch nicht letzter gewesen.
- ... wir nach dem Turnier noch kurz nach Tornesch fuhren, um dort nach guten zwei Jahren endlich Mirkos Piratenkampagne durch einen doch noch geglückten Überfall auf die Seidenkarawane beendeten. Der erste Überfall war zwar in die Hose gegangen, doch unsere Entsatztruppen aus der Stadt leisteten ganze Arbeit.
