Meine Spielrunden
Aus RSCT94
Und wieder ist es vorbei. Und wieder hat sich die Fahrt gelohnt. Ihr werdet hier kein Wort der Kritik finden, diese findet ihr im Bericht vom letzten Jahr und lässt sich eins zu eins für dieses Jahr übernehmen.
Ich habe an drei Spielrunden teilgenommen, von denen ich nun berichten werde:
LodlanD - Samstag Nacht. 0 bis 4 Uhr
Am LodlanD-Stand hatte ich mich für eine Horror-Runde eintragen lassen, die wir dann um Mitternacht im LodlanD Raum begannen. Die Story des Abenteuers bestand aus einer Bergungtsmission, bei der wir auf ein altes U-Boot mit zahlreichen Leichen stießen. Dort bekamen wir Halluzinationen und entdeckten schließlich die Person, die wir bergen sollten. So ein wirkliches Horror-Abenteuer war es nicht; bei mir kam niemals Horror auf und ich habe auch keinerlei Bedrohung erlebt. Die Story war einigermaßen platt und absehbar. LodlanD (warum das D großgeschrieben wird, ist mir ein Rätsel) spielt auf der Erde in der fernen Zukunft in einer Unterwasserwelt, da die Oberfläche der Erde zugefroren ist. Die Menschen leben in Kuppelstädten und fahren in U-Booten umher. Es gibt verschiedene Kulturen, welche sich am heutigen Europa orientieren. Die Autoren erheben einen wissenschaftlichen Anspruch, wie uns unser SL sagte und wie aus dem Grundregelbuch zu erkennen ist, in dem zig Leuten für ihre wissenschaftliche Mitarbeit gedankt wird. Diesem Anspruch wurde das System jedoch nicht gerecht; selbst in der kurzen Spielzeit gab es Dutzende von wissenschaftlichen Fehlern und Ungereimtheiten. Mein Fazit ist, dass ich LodlanD nicht empfehlen kann. Das Abenteuer selber war langweilig und das System wirkt sehr uninspiriert auf mich. Der Anspruch den die Autoren erheben, wird das System nicht gerecht und wirkt arrogant.
DSA 4 - Samstag 14 Uhr bis Sonntag 3 Uhr
Nachdem ich lange vor dem Schwarzen Brett stand und mich nicht entscheiden konnte, für welche der zahlreichen Runden ich mich eintragen sollte (Vorsicht: IRONIE), kam Chris vorbei und suchte Mitspieler. Zum Glück ergatterte ich den letzten Platz. Als wir (endlich!) einen Tisch gefunden hatten, trafen wir uns nach einer individuellen Anreise jeden Helden in Selem. Wir das waren der Pirat Ramon Ramirez (gespielt von Andreas), Habib ben Abu seines Zeichens Maler (Patrick), der Waldelfen-Poser-Krieger Eldurion, der zwergische Krieger Xagul, Garts (oder so ähnlich) Gjalskaländer, Calenheri Magier aus Gerasim und ich als Ftahif aus Fasar. Highlight des Abenteuers: Calenheri musste einen der Mammut-Bäume ersteigen, um eine magische Spur zu entdecken. Es kam den Baum erst nicht hoch, sodass der Waldelf den Baum erklomm und ein Seil herunterließ, dennoch kam der Magier noch nicht hoch. Der Elf zog von oben, wurde dann auch noch von dem Gjalskaländer unterstütz, und so kam der Magier nach einer halben Ewigkeit oben an. Er wurde festgebunden und wirkte den Zauber. Beim Herunterlassen machte der Elf sich einen Scherz und ließ ihn etwa 10 Schritt abstürzen, ehe er ihn wieder auffing. Der Magier war ein schließlich ein nervliches Wrack, als er wieder unten war. Aber die Aktion brachte uns erfolgreich weiter.
Vielen Dank an dieses Stelle an Chris, die das Abenteuer sehr charmant geleitet hat, obwohl sie eigentlich nur Spielen wollte auf dem RatCon.
Shadowrun - Samstag 10 Uhr bis 17.30 Uhr
Am Sonntag war es wieder soweit. Ich stand vor dem Info-Tisch und meldet mich für den Multi-Parallelen-Run an. Mit einer gewürfelten 6 (auf W100) und der Aussage "die hohen Ergebnisse spielen mit" standen meine Karten eher schlecht. Aber ich kam dennoch in den Run. Warum? Ganz einfach; es gab nur 37 Bewerber für die 36 Plätze und von den 37 waren bei der Aufteilung in die einzelnen Teams nur knapp 30 Spieler da. So kam also wieder dazu. Und dieses Jahr erkannte Christian Lonsing mich auch wieder. Der Run selber spielte in einem Einkaufszentrum in der Nähe von Berlin. Dieser wurde von Terroristen abgeriegelt und alle Besucher wurden als Geiseln genommen, ohne dass sie davon wussten. Muss ich erwähnen, dass wir dort gerade einen einfachen Auftrag erledigten? Den Auftrag brachen wie irgendwann ab und versuchten nur noch unsere Haut oder, wie in meinem Fall, das Fell zu retten. Und was soll ich sagen. Ihr werdet überrascht sein: es gelang uns doch tatsächlich zu überleben. Endlich hat mein orkischer Privatdetektiv einen Multiparallelen Run überlebt ;-) (siehe auch Bericht vom letzten Jahr). Der Run war super; der Meister, wie in den letzten Jahren, sehr gut und entspannt und die Mitspieler teilweise richtige Freaks, die alle Regeln auswendig kannten und alles besser wussten. Wie jedes Jahr eben. Vielen Dank an das SAR-Team und insbesondere Christian.
Das waren meine Abenteuer auf dem RatCon 2004 und sie waren (fast) alle gut.
Carsten
