Literaturabende
Aus RSCT94
| Einer spontanen Eingebung folgend haben wir im Spätsommer 2006 beschlossen, die Rollenspielregelwerke einmal links liegen zu lassen und uns auch im Verein mit 'richtiger' Literatur zu beschäftigen. Heraus gekommen ist dabei die Idee eines sogenannten Literaturabends: Interessierte kommen an einem Sonntag abend zusammen, jeder bringt ein oder zwei interessante Bücher mit und liest dann daraus vor. Anschließend kann dann in der Gruppe über das Gehörte diskutiert werden. Dabei bleibt es jedem vollkommen selbst überlassen, woraus er vorliest - den Abhandlungen von Sokrates sind wir dabei ebenso offen gegenüber eingestellt wie einem Hägar-Comic oder der Betriebsanleitung für einen neuen DVD-Player. Wichtig dabei ist nur: Ihr sollt euren Spaß dabei haben und eure Zuhörer ebenfalls!
Nach der überaus gelungenen Premiere haben wir beschlossen, das ganze zu einer wiederkehrenden Veranstaltung zu machen, zu der natürlich auch Nicht-Vereinsmitglieder herzlich eingeladen sind. | Bild:Bücher.jpg |
Hier eine Übersicht über die bisherigen Literaturabende:
Sonntag, der 17. September 2006
Gegen 19 Uhr trudelten die ersten Teilnehmer im Stadtwerkehaus ein. Die Rollenspielrunde, die ihre Session dort gerade beendet hatte, ließ sich leider nur trotz größter Überredungskünste nur zum Teil (Merten) dazu bewegen, spontan an unserem Literaturabend teilzunehmen. Also ging es in kleiner, dafür aber umso gemütlicherer Runde ans Werk: Walter hatte "Erledigungen vor der Feier" von Tilmann Rammstedt sowie "E-Mail an alle" von Matt Beaumont im Gepäck. Von Sven wurden Auszüge aus Chuck Palahniuks "Fight Club" sowie - durchaus nicht jugendfrei - eine Szene aus Tobias O. Meißners "Hiobs Spiel. Band 1: Frauenmörder" vorgelesen. Die Schubert-Familie, ehrenhaft vertreten von Mirco und seiner Schwester Tanja, trug Frank McCourts "Die Asche meiner Mutter" (Tanja) sowie Kurt Tucholskys "Kopf ab zum Gebet!" (Mirco) bei. Last but not least hatte Merten spontan ein Buch von zuhause geholt, nämlich "Evolution" von Stephen Baxter. Insgesamt ein sehr gemütlicher Abend mit einigen sehr interessanten Büchern, die sicherlich bei einigen von uns demnächst auch im Regal stehen werden.
Sonntag, der 8. Oktober 2006
Walter hatte an diesem Tag gegen 19 Uhr gerade seinen zweiten Elternabend beendet, als auch schon die zweite Auflage unseres Literaturabends anstand. Diesmal waren wir zu viert: Tanja las aus Eran Krobands "Kleine Feder McAbony oder wie man die Herzen der Menschen liest" und den reichlich seltsamen "Briefen an kleine Mädchen" von Lewis Caroll und von Lilli gab es Auszüge aus "Sie nannten mich 'Es'" von Dave Pelzer sowie Vladimir Kaminers "Russendisko". Außerdem trug Walter eine Kurzgeschichte von Dan Simmons aus dem Band "Styx" und den Anfang von Richard Flanagans "Goulds Buch der Fische" vor. Sven komplettierte mit einem Triple die Riege der Vorleser: Der amüsante Prolog von Mikael Niemis "Populärmusik aus Vittula" wurde gefolgt vom eindringlichen "Trainspotting" Irvine Welshs sowie einer Szene aus "Völker dieser Welt, relaxt" von Tom Robbins.
Sonntag, der 18. November 2006
Alle guten Dinge sind drei: Dies dachten sich an diesem Sonntag auch Lilli, Tanja, Walter, Daniel und Sven, denn sie waren alle bei unserem dritten Literaturabend dabei. Walter las aus "Die letzten ihrer Art" von Douglas Adams und Mark Cawardine sowie aus "Owen Noone" von Douglas Cowie - nach letzterem Buch soll er sogar kurz überlegt haben, sich eine Gitarre zu kaufen. Tanja las aus Funny van Dannens "Neues von Gott" vor und unterhielt uns zudem auch mit der grandiosen "Hundeszene" aus Sven Regeners "Herr Lehmann" sehr gut. Sven bewies einmal mehr mit Anthony Burgess' "Clockwork Orange" sowie Irvine Welshs "Drecksau" seine Vorliebe für grenzwertige Texte, während es bei Lillis satirischem Reiseführer "Molwanien" viel zu lachen gab. Daniel rundete mit seinen Passagen aus "Handbuch für Helden" von John Moore und "Alles was ich im Leben wirklich brauche, habe ich von Star Trek gelernt." von Dave Marinaccio den wie immer gemütlichen Abend ab.
