Die Spielrunden
Aus RSCT94
Zahlreiche Spielrunden haben im Verlaufe der 48 Stunden in Dortmund stattgefunden. Überall wurde gespielt: an den offiziellen Tischen, in der Sandkiste, zwischen den Zelten und auf dem Boden der Gänge. Es wurden sicherlich an der zweihundert Runden gespielt. Wie man in eine solche Runde kam, wird im folgenden ein wenig genauer erläutert:
Methode I: Die Offizielle
Im Treppenhaus direkt gegenüber dem Stand, wo das Drachenei seine Polsterwaffen verkaufte, standen weiße Stellwände. Auf diesen klebten zahlreiche, kleine Zettel, auf denen die Spielrunden ausgeschrieben waren. Auf den schon am Freitagabend hängenden war sogar noch eine kurze Beschreibung des Abenteuers oder Runs mit angeklebt. Dies waren die schon vorher über's Internet angemeldeten Spielrunden. Weiterhin war der Spielleiter und eine Uhrzeit eingetragen. Seltener hingegen waren schon Angaben zum System, welches gespielt werden sollte, und zum Ort. Auf diesen kleinen Zetteln konnte man nun seinen Namen hinterlassen, um sich in die Runde einzutragen. Dann musste man nur noch das Glück haben, dass der Spielleiter anwesend ist, sich einen Tisch am Info-Tisch holt und die Tischnummer auf dem Zettel einträgt. So konnte man also auch den Spielort finden.
Methode II: Offensives Vorgehen
Man durchstreift das Gebäude und spricht vorbeikommende direkt an und fragt, ob sie schon eine Spielrunde hätte, da man noch Mitspieler suche. So konnte man insbesondere in der Nähe des Spielrundenaushangs seine Spieler direkt einsammeln. Wenn genügend beisammen waren, brauchte man nur noch ein wenig Glück auch einen der Tische zu erhaschen, wenn man nicht mit einem Platz in der Sandkiste oder auf dem Boden vorlieb nehmen wollte. Diese Methode kann natürlich insoweit abgewandelt werden, dass man statt Mitspielern nach Spielleitern fragt, deren Runden man sich anschließen könnte.
Methode III: Passiv
Diese Methode zeichnet sich durch vollkommene Tatenlosigkeit aus. Man wird nicht selber aktiv. Man geht einfach nur durch das Gebäude und schaut sich die Verkaufsstände an, sucht nach einem ruhigen Schlafplatz oder nach Leuten, die man kennt. Dann wird man plötzlich angesprochen: "Hey, hast du schon eine Spielrunde. Ich brauche noch Mitspieler." Wenn man dann den Kopf schüttelt oder zu lange zögert, findet man sich schon wenig später an einem Tisch sitzend wieder und spielt irgendein System von dem man wahrscheinlich noch nie etwas gehört hat.
Dies sind die drei häufigsten Methoden an eine Spielrunde zu geraten, sei es als Spielleiter oder als Mitspieler. Aber sie sind unterschiedlich gut. Bei einigen muss man deutlich Arbeit investieren und ein wenig Glück haben. Die zweite Methode ist bestimmt die beste und die schnellste, da es eigentlich immer Spieler gibt, die gerade einen Spielleiter suchen. Wenn man dann noch ein bisschen flexibel mit dem System ist, kann eigentlich nichts schief gehen, sodass man schnell zum spielen kommt. Bei der "offiziellen" Methode ist es schon ein wenig schwieriger, da leider bei vielen Spielrunden keine Tischangaben zu finden waren, wusste man nicht, wo man seinen Spielleiter treffen sollte. Wenn dieser sich dann auch keinen Tisch von der Info geben ließ, fiel die Runde ins Wasser. Da einfach alle im Internet angemeldeten Spielrunden an die Wand gepappt wurden oder zu überprüfen, ob der Spielleiter auch wirklich da ist, vielen so einige Spielrunden aus Mangel an Tisch oder Meister aus. (Bei mir persönlich waren es zwei von drei Runden, die ausgefallen sind, und beide waren vorher angemeldete. Die dritte wurde spontan von der Spielleiterin selber aufgehängt.) Für die dritte Methode braucht man schon ein wenig Glück. Aber sie ist dennoch nicht abwegig, da ich selber zweimal von Spielleitern angesprochen worden bin, die noch Spieler suchten und auch viele Leute beobachtete, die so in Spielrunden gekommen sind.
Im großen und ganzen kann man sagen (oder besser schreiben), dass die Spielrunden-Orga ziemlich verwirrend war und nicht sonderlich durchdacht. Aber dennoch hat es irgendwie geklappt und viel Spaß gemacht.
Carsten
