Dänemarkfahrt (6. bis 13. April 2002)
Aus RSCT94
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Tja.... ich starte hier einfach mal den Versuch eines Fazits einer ereignisreichen, interessanten, spaßigen aber auch nicht immer einfachen Woche. Warum ich? Naja, jeder, der dabei war, hat einen Tagesbericht geschrieben – insgesamt acht Stück also, die hoffentlich im Anschluss an diesen Text zu lesen sind, zusammen mit den Fotos die Carsten gemacht hat – und ich hab dann halt gesagt, ich probier mich darin mal, weiß auch nicht, was mich da geritten hat...
Zuallererst bleibt festzuhalten, dass einige wunderbare Abenteuer ("Krieg der Magier", "Jenseits des Lichts", "Levthansband", usw. ) endlich mal konzentriert und in einem Rutsch in den ersten Tagen gespielt werden konnten, was den Spielspaß an diesen Abenteuern vermutlich deutlich erhöhte. Auch die im Rest der Woche durchgeführten "Runs" oder das "Myranor"- und das "Blaue Mappe"-Abenteuer waren meines Erachtens doch insgesamt sehr in Ordnung, auch wenn der "Multiuserrun", aufgrund von ein paar "Kommunikationsproblemen" zwischen den beiden Meistern, die bei einer der Gruppen zu arger Verwirrung führten, nicht ganz den erwünschten Verlauf nahm. Naja.... nächstes Mal machen wir das besser. Versprochen.
An der mehrtägigen "Diplomacy"-Partie schieden sich gegen Ende ein wenig die Geister: die Meinungen reichten von "Kein Bock mehr" über "Viel zu ernst geführt" und "Mit mir verhandelt doch sowieso keiner" bis zu "He, wann machen wir den nächsten Zug?". Es konnte sich allerdings später immerhin darauf geeinigt werden, einen derartigen Versuch mit zwei bis drei Zügen pro Tag, nicht mehr zu unternehmen und das Spiel lieber an einem Tag in Angriff zu nehmen ( Also noch etwas, was man besser machen kann. )
Das ebenfalls mehrtägige "Axxis&Allies"-Spiel verdient hier noch eine besondere Erwähnung, da sowohl die beteiligten Spieler als auch ein paar der "Zuschauer" sich zum wahrscheinlich allerersten Mal in der Geschichte dieses Spiels darüber einig waren, dass diese Partie in keinerlei spätere Bewertung einbezogen werden kann, obwohl sie eigentlich völlig durchschnittlich war. Zu meinem Leidwesen bezog sich das "durchschnittlich" allerdings auf die Würfelergebnisse der einzelnen Parteien, denn es gelang den Achsenmächten – hauptsächlich unter der Führung von Niki – zwei Tage lang ein derart unglaubliches Würfelglück an den Tag zu legen, dass dies nur noch vom ebenfalls unglaublichen Würfelpech der Alliierten – hauptsächlich unter meiner Führung – übertroffen werden konnte, so dass die Würfel im Endeffekt durchschnittlich fielen.... Die Bezeichnungen "Würfelglück" und "Würfelpech" sind diesmal übrigens tatsächlich zu hundert Prozent objektiv! Fragt Niki. Das wird hoffentlich nächstes Mal besser.
Allen grinsend im Gedächtnis bleiben, werden sicherlich die diversen entstandenen "running gags", wie zum Beispiel das obige "Vorsicht Stuhl"-Schild, dass des öfteren an der Toilettentür prangte, die "Raddozck"-Kultur in der Küche oder Sätze wie "Beiseite gesprochen" und "Proteste aus der Westkurve". Auch die DVD’s, die wir per Beamer an die Leinwand warfen, ( u.a. "Sleepy Hollow", "Herr der Ringe", "Fear and loathing", "Galaxy Quest" ) trugen ihren Teil zur guten Unterhaltung bei ( Dank an Daniels Onkel für den Beamer ). Diese beiden Sachen gingen kaum besser.
Aber ich will hier nicht verhehlen, dass die Fahrt auch Probleme oder eher Unstimmigkeiten hervorrief, was ja auch zu erwarten ist, wenn man mit mehreren Personen, die man nicht alle gut kennt, eine Woche auf engstem Raum verbringt. So kam es beispielsweise dazu, dass eine Gruppe gezwungen war, etwa drei Tage lang verschiedene Abenteuer immer in derselben Besetzung zu spielen, da die andere Gruppe, die "Jenseits des Lichts" in Angriff nahm, hierdurch ebendiese drei Tage lang voll ausgelastet war. Wenn dann in der ersten Gruppe sowieso schon ein paar Unstimmigkeiten herrschen, ist ein gewisse Unzufriedenheit Einzelner natürlich kaum zu vermeiden. Auch das gruppenübergreifende Kochen sowie regelmäßig abendlich aufkommende "Was spielen wir jetzt, ich hab auch keine Idee... " –Diskussionen führten mitunter zu Mißtönen. Ja genau, auch das machen wir nächstes Mal besser. Abschließend bleibt mir also nur noch zu sagen, dass ich die Fahrt trotz kleinerer Misstöne als super gelungen empfunden hab und mich freuen würde, einmal wieder etwas derartiges mitorganisieren zu dürfen. Sei es nun mit einer kleineren "festen" Gruppe oder wieder mit zehn und mehr Personen. Wer sich genauer über die einzelnen Ereignisse der Fahrt informieren möchte, sei auf die anhängenden Tagesberichte verschiedener Autoren verwiesen, die das ganze besser wiederzugeben vermögen, als ich es hier kann.
Mit kritischen Anmerkungen rechnend
Walter

