Dänemarkfahrt (20. bis 27. März 2004)

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Einleitung - Tagesablauf - Spielrunden - Anekdoten - Fazit

Dänemark-Tour
- Rollenspieler on tour -


Einleitung

Kinder, wie die Zeit vergeht.

Ist es nun schon wirklich über zehn Jahre her, dass einige Unentwegte aus einer Laune heraus einen Verein gründeten, um dort ihrem liebsten Hobby, dem Rollenspiel, zu frönen? Man mag es kaum glauben, wenn man sich zurückblickend auf diese zehn Jahre einmal vor Augen hält, wer alles schon bei uns mitgespielt hat, welche teilweise verrückten Abenteuer wir erleben konnten und was für Veranstaltungen wir auf die Beine gestellt haben. Eine dieser Veranstaltungen, die sicherlich am besten im Gedächtnis geblieben sind, war die Ausfahrt nach Dänemark im Jahre 2002. Walters Fazit von damals war folgender Satz zu entnehmen:

"... bleibt mir also nur noch zu sagen, dass ich die Fahrt trotz kleinerer Mißtöne als super gelungen empfunden hab und mich freuen würde, einmal wieder etwas derartiges mit organisieren zu dürfen. Sei es nun mit einer kleineren "festen" Gruppe oder wieder mit zehn und mehr Personen."

Auch wenn ich selbst an dieser Fahrt damals nicht teilnehmen konnte, so haben diese Worte und auch die zahlreichen Berichte, Fotos und Erzählungen der Mitreisenden genügt, um in mir und vielen anderen Vereinsmitgliedern den Wunsch zu wecken, eine Neuauflage dieser Tour zu wagen. Nun, auf der Vollversammlung im Jahre 2003 war unter "Planungen für das Jubiläumsjahr 2004“ bereits folgender Punkt enthalten: "Fahrt nach Dänemark 2004“. Und da Olaf und Walter die letzte Tour bereits so prima organisiert hatten, erklärten diese sich natürlich auch wieder bereit, die Vorbereitungen in ihre Hände zu nehmen.

Und das taten sie dann auch zur vollsten Zufriedenheit.

Am 20. März 2004, einem Samstag, war es soweit: Insgesamt 10 Rollenspieler fanden sich mit all ihrem Gepäck auf dem Mini-Mal-Parkplatz in Tornesch ein, um für eine Woche den Alltag hinter sich zu lassen. Unter ihnen waren mit Daniel, Mirco, Nils, Olaf und Walter fünf Leute, die bereits 2002 mitgefahren waren. Verstärkt wurden sie von Kai, Markus, Stephan und mir; zudem fuhr Gerhard als "Special Guest“ aus Walters Hamburger Earthdawn-Runde mit, obwohl er eigentlich nicht zu unserem Verein gehörte. Das dieses eine gute Entscheidung war, sollte sich mehr als einmal herausstellen.

Zehn Leute? Aber wird nicht immer von elf Leuten erzählt, die mit in Dänemark waren? In der Tat, der kundige Leser hat recht: Wir waren insgesamt elf Leute in Dänemark, aber nur zehn von ihnen machten sich an diesem Samstag auf den Weg. Wie dies möglich ist? Nun, Walter mußte am Montag und Dienstag dienstlich als Zeuge zu einem Gerichtstermin und als er danach wieder nach Dänemark zurück fuhr, packte er neben einigen vergessenen Sachen auch Julia mit ein. Diese war nämlich noch bis Sonntag auf einem LARP gewesen und natürlich alles andere als unglücklich darüber, dass sie auf diesem Weg doch noch mit nach Dänemark konnte.

Mit zehn Leuten, drei Autos, einem von Daniel organisierten Anhänger für Getränke, Lebensmittel und Gepäck sowie einem großen Stapel an Rollen- sowie Brettspielen bewaffnet, machten wir uns also auf den Weg in Richtung Norden. Gut 3 Stunden später erreichten wir dann auch die Insel Römö knapp hinter der dänischen Grenze, wo unser Domizil für die kommenden 7 Tage stand. Bereits die Bilder aus dem Katalog hatten wir staunend begutachtet: "Wie, und das soll wirklich für weniger als 100 Euro inklusive Essen und allem möglich sein?“ Dieser Eindruck bestätigte sich vor Ort. Allein im Untergeschoss fanden wir ein sehr gut zum Spielen geeignetes Wohnzimmer vor, ein Esszimmer und sogar ein eigenes Billardzimmer. Das Obergeschoss war noch gemütlicher: Ein riesiges zweites Wohnzimmer mit zwei Sitzgruppen, einem Kamin und einer Terrasse mit Meerblick. Komplettiert wurde das ganze durch eine Reihe von Schlafzimmern, der Küche sowie einem Bad samt Whirlpool und Sauna.

Nachdem wir unsere Sachen in das Haus verfrachtet und die Zimmer aufgeteilt hatten, konnten wir uns erst dem Mittagessen und dann unseren ersten Aktivitäten widmen. Dass es sich hierbei zum größten Teil um Rollen- oder Brettspiele handelte, wird angesichts des Zwecks unseres Vereins wohl niemanden wundern. Was meines Erachtens allerdings positiv herausgestellt werden muß und diese Ausfahrt wohl von unseren üblichen Treffen unterscheidet, war die Tatsache, dass eigentlich nie Langeweile aufkam. Jeder – und damit meine ich wirklich jeden – hatte im Vorwege mindestens ein Abenteuer vorbereitet, in den meisten Fällen sogar mehrere. Insofern fanden sich auch immer schnell die zwei benötigten Meister oder man kramte eines der Brettspiele für eine kurze Partie für Zwischendurch heraus. Von der 2002 teilweise aufkommenden Langeweile war jedenfalls keine Spur.

Ich denke, es wäre zu viel des guten, hier chronologisch einen Tag nach dem anderen aufzulisten und dabei minutiös jede der Spielrunden zu schildern. Aus diesem Grund möchte ich anhand eines "typischen" Tagesablaufes einmal einen Grundeindruck der Dänemark-Fahrt vermitteln, so wie er sich mir subjektiv dargestellt hat.

Here we go...

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