ConTor:WDZS-Nachbetrachtungen
Aus RSCT94
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Diese beiden Berichte von Ortwin und Gröschl stammen ursprünglich von der Homepage des Rollenspielverbunds Wirklichkeitsverneinender Diktatorischer ZweitStaat. Guck euch die Seite einfach mal an und habt Spaß dabei, husch, husch! Die Fotos, die ich zur Illustration verwendet habe, stammen von Mitgliedern des Rollenspielclubs Tornesch 94.
Ortwins Bericht zum ConTor 2008
Vorbemerkung Na, das übliche in Punkto Namen und mieses Gedächtnis... und ich fürchte, das wird von mal zu mal schlimmer. Egal. Es besteht eine minimale Chance, dass Tersha und ich das Szenario Wer kooperiert, dem nix passiert nochmals leiten, wer es dann noch spielen möchte, sollte die entsprechenden Textstellen überspringen.
Nachdem wir auf dem NordCon erfahren hatten, dass der Con-Tor tatsächlich stattfinden würde, hatten wir relativ frühzeitig begonnen, unsere Truppenstärke auf einen annehmbaren Stand zu bringen. Da wir vom RSCT eingeladen worden waren, bereits am Abend zuvor für gemütliches Grillen und Alkoholvernichten einzutrudeln, sammelten sich ein Großteil von uns im Laufe des Freitags. Im Laufe des Kons bekamen wir noch zwei Mitglieder dazu, aber bis zu diesem Zeitpunkt sah unsere Aufstellung für den Freitag wie folgend aus:
Fahrer: Der 2nd.-System-Meister Navigations-Offizier und Schuldbeauftragter: Gröschl Kommunikations-Offizier: Tersha Tee-Offizier: Regina Apexa Fahrer: Der Gottgleiche Loyalitätsoffizier: Cyrus Fahrer: Simon Auf-die-Fresse-bekommender Offizier: Marco
Am Samstag wurden unsere Truppen durch unsere Grundgebundene Boden Infanterie Hans-Jo erweitert. Lord Stian war leider verhindert, und auch Losch und Sabbi schafften es leider nicht. Auch so kamen wir immerhin auf neun Personen - und die Tendenz für die kommenden Jahre ist nicht fallend! Ebenfalls im Vorfeld gelang es eher durch unverschämtes Glück, mit verschiedenen Auswärtigen (genauer gesagt unseren hannoveraner Verbundsmitgliedern und den Bayern, die zu dem Zeitpunkt noch keine Verbundmitglieder waren) zu vereinbaren, dass sie ebenfals bereits am Freitag auftauchen könnten. (Eigentlich sollten letztgenannte bei entweder Tersha oder mir übernachten, aber da wir am fraglichen Tag bereits in Uetersen waren, ergab das nicht so viel Sinn...)
Freitag - Anfahrt, Bier und Chill
Bereits in den frühen Morgenstunden (also gegen 13 Uhr) hatten Gröschl, Tersha und ich uns auf den Weg gemacht, die Vorräte für den Kon zu besorgen. Da es einen Supermarkt in der Gegend gibt verzichteten wir auf verderbliche Mittel wie totes Tier und konzentrierten uns auf Rollenspielernahrung. Wärend des Einkaufs kam Tersha auf die Idee, Gröschl während der Fahrt mit einer "Yes" beschäftigt zu halten. (Blitz-Illu gab es nicht.) Sie setzte - sehr zur Verwunderung der Kassiererin - diesen Plan flux in die Tat um. Ein verhängnisvoler Plan, wie sich alsbald zeigen sollte...
Es gelang uns tatsächlich, gegen 16 Uhr loszukommen. Der Gottgleiche war zusammen mit Cyrus erschienen, und nach einem kurzen Essen machten wir uns auf den Weg. Schon bald standen wir auf der A7 gemütlich im Stau. Hier zeigte sich der negative Aspekt an Tershas Plan - Gröschl ließ es sich nicht nehmen, uns mit Anzeigen aus seinem Heft zu erfreuen. Besonders die dort angepriesenen Orgasmus-Tips hatten es ihm angetan. Auch wenn bisher nicht geklärt ist, wie viele HÄnde für die Durchführung gebraucht werden. Doch zum Glück hatte die Fahrt irgendwann ein Ende!
Wie sich das für eine unterworfene Nation gehört, erwarteten uns unsere Gastgeber und hatten auch bereits den Grill angeworfen. Der Abend wurde sehr nett und sehr biervernichtend; außerdem mußten auch noch ein paar andere unter Gröschl leiden, denn seine neuste Errungenschaft und das daraus gewonnene Wissen wurde sogleich am Grill preisgegeben. Außerdem ergab sich die Gelegenheit, den einen oder anderen auch mal abseits des Rollenspiels kennen zu lernen. Und irgend wann in diesem Zeitraum tauchten sowohl die Hannoveraner als auch die Bayern auf.
Etwas später (das muß so gegen 10 oder 11 gewesen sein) beschlossen wir, doch noch etwas Rollenspiel zu betreiben. Cyrus begann in der Küche eine Vampire-Dark-Ages-Runde (wer hätte das gedacht?), und ich in dem Raum, der dann später auch mein Schlafzimmer werden sollte, Chill. (OK, zugegeben - auch nichts sooo neues...) Ich hatte die Charaktere aus der doch inzwischen recht erfolgreichen Märchenrunde dabei. Tersha übernahm ihren Alten Sack. Der Soldat wurde von Sebi übernommen. Seine Freundin Franziska übernahm die Einbrecherin. Grillzangenmeister Timo begeisterte als Hackerin, und ich meine, wir hätten am Anfang eine Spielerin für den Mechaniker gehabt. Vielleicht Mona? Hm... Die mit Abstand beste Wahl traf Sven, der mit der Wicca-Hexe einen Charakter bekam, den auf dem AdventureCon Mischa bereits vollkommen versaut hatte. Als ihm so nach und nach bewusst wurde, was er da hatte, rief er empört bei Mischa an. (Das war gegen 1 Uhr morgens!) Er beschimpfte ihn wild. Danach erfuhr er, dass sein Vorgänger außerdem einen Pakt mit dem Dämon Ose eingegangen war. Flux wurde das Handy erneut gezückt und Mischa ein weiteres mal beschimpft. Er konnte Sven jedoch nicht sagen, was er für den Pakt bekommen hat...
Soweit, so gut. Sowohl Sven als auch der Mechaniker stiegen vorzeitig aus, da sie für den Con noch etwas schlafen wollten. Immerhin gelang es Sven, herauszufinden, dass Mischa ganz offensichtlich einen Neverending Joint für seine Seele bekommen hatte. Ansonsten hatten wir alle viel Spaß, wie mit dieser Runde eigentlich immer. Nach einer Info, dass der traditionelle Dämon Astaroth (Nummer 2 in der Goethia) eindringen wollte und anscheinend die bereits im Anfangs-Szenario wichtige Schule dabei eine Rolle spielte, beschloß die Gruppe, dort erneut zu infiltrieren. Zwischenzeitlich wurde das HQ zerstört, und irgend wann in der Mitte vergaß ich dann, wo ich eigentlich mit ihnen hinwollte. Glücklicherweise hatte ich ja vor kurzem den Japan-Trash "Eko Eko Azark" gesehen, also wurde das kurzerhand als Ziel genommen. Die Gruppe bekam also als nächstes mit, dass eine gewisse Misa Kuroi an die Schule versetzt worden sei. In ihrer Nähe schienen Schüler wie die Fliegen zu sterben, meistens für irgend welche Rituale. Ebenfalls mit involviert war die Detektei Hemlin, die in der selben Sache ermittelte. Kurz gesagt - nur altbekannte Elemente, die sich hveroragend zu einem wirren Finale in der Schule verquicken ließen. In diesem speziellen Fall bestand das Finale darin, dass der Alte Sack erst mal, als diverse Schüer und die Gruppe in der Schule eingeschlossen waren, Astaroth hochholte. Der war ziemlich sauer und sagte ihm, es ginge nicht um ihn, sondern um Asmodis. (Das ist die Nr. 1 in der Goethia.) Dem Alten Sack graust ja bekanntlich vor nix, also holte er den auch noch hoch... Mit Hilfe der verschiedenen Infos gelang es dann, den Direktor der Schule als Übeltäter zu identifizieren und zu eliminieren. Gegen 6 Uhr waren wir dann auch durch. Physisch, psychisch und mit dem Abenteuer...
Samstag - Vampire und leider kein Cthulhu
Dem etwas länger gefassten Freitag zum Trotz gelang es Tersha und mir, pünktlich um 11 unsere Vampire-Runde anzubieten. Wir hatten die Woche über tatsächlich so etwas wie einen Plot und die wichtigsten Stationen ausgearbeitet. Unsere Meinung von Vampire ist nicht unbedingt die beste, entsprechend hatten die Spieler unter uns zu leiden. Wir hatten sogar Charaktere gebaut. Auch damit hatten die Spieler zu leiden. Die Runde war ziemlich gut besetzt: Das Sabbat-Rudel wurde von Sebi als technisch versierter Panda, seiner Freundin Franziska als Detective Noire (einem Stadt-Gangrel) und Simon als wildliebende Tzimiskin gebildet. Auf der Camarilla-Seite fanden sich mit Cyrus als Ventrue, einem Nosferatu-Spieler, an dessen Namen ich mich leider nicht mehr so richtig erinnere und Marco als Bruja vergleichbar gute Spieler. (Jedenfalls in der Theorie...) [An dieser Stelle folgen Informationen zu dem Abenteuer "Wer kooperiert, dem nix passiert"] Wie es nun der Camarilla-Runde zu Beginn erging weiß ich nicht, aber nach ihren Gesichtern waren sie glücklich, als sie von Felicitas erlöst wurden. Die Sabbati hingegegen gaben einen recht guten Einstand, als sie die gerade eingetroffene Agnes vor einem wütenden Mob beschützen wollten. Sie schafften es, Felix von der gerade laufenden Massenschlägerei zu informieren. Als Dank wurden sie dann mit den Camarillas loßgeschickt.
Als Hintergrund für ihren Auftrag wurde ihnen nur mitgeteilt, dass demnächst der Erzeuger des Sabbat-Heerführers, ein gewisser Mikael Vassijevic, auftauchen würde. Wenn der denn da wäre bedeutete dieses das Ende allerVampire in der Stadt. Daher sollten die Spielercharaktere einen magischen Gegenstand finden, den Felix wohl in der Stadt vergessen hatte. Wenn sie ihn geschickt einsetzten, dann würde die Stadt vielleicht verschont. Innerhalb der Stadt angekommen fanden sie auch nach diversen Problemen heraus, dass der magische Gegenstand offensichtlich ein Hirtenstab war. Nur war er von dem Ort, an dem er sein sollte, verschwunden. Weitere Nachfroschungen ergaben, dass anscheinend eine Putzkolonne, die vor kurzem das Gebäude gesäubert hatte, ihn als Besenstiel mitgenommen hatte. Behindert wurde die Gruppe bei diesen Unternehmungen zum einen durch plötzlich auftauchende Schergen des Prinzen und zum anderen durch ihren Bruja (Dazu später mehr).
Sowohl die Schergen als auch mindestens einmal der Bruja wurden durch Eingreifen einer gewissen Sari Alita Ralley, einer Fleischgewordenen Anime-Figur, welche von der Akhaisch Brotherhood ausgesendet worden war, etwas in Zaum gehalten. Glücklicherweise mußte die nicht ganz so oft auftauchen. Nachdem die Spielercharaktere den Stab hatten versuchten sie erst einmal herauszufinden, was er denn nun könnte. Sie stellten fest, dass er absolut unkaputtbar war und immer zielsicher und schmerzhaft (wenn auch ohne Schaden) den Hinterkopf einer Person treffen konnte. Da ihnen das nicht reichte schleppten sie ihn zu den Tremeren in der Stadt. Nach kurzer Verhandlung waren die auch bereit, ihnen zu sagen, dass der Stab tatsächlich nicht mehr konnte. Da die Tremere den Stab schon mal gesehen hatten, sich aber nicht erinnern konnten, wo, gaben die den Spielercharakteren den Rat, doch mal den Nosferatu in der Kanalisation zu befragen, der habe eine sehr interessante Bildersammlung.
In der Kanalisation angekommen mussten die Charaktere erst mal ein paar Fragen seitens des Nosferatus beantworten, ehe er sie für würdig befand, seine Galerie zu betreten. Hier handelte es sich um Bilder, auf denen Vampire als Heilige abgebildet waren. Unter anderem fand sich auch das Bild einer Heiligen, die diesen Stab hatte. Normalerweise hätten die Charaktere nun in die Stadtbibliothek laufen oder alle Kirchen in der Stadt abgrasen können, doch der freundliche Nosferatu empfahl ihnen direkt zum Holy Order of Wichita Falls zu gehen. (Die Zeit wurde knapp...) Dort mussten sie dann feststellen, dass es sich bei den Mönchen um Magier des Celestrial Chorus handelte. Glücklicherweise erschien Ms. Anime und textete die Magier übelst zu... (Tersha hatte daran sehr viel Spaß, wie zum Beispiel an dem Ausspruch "Heutzutage ist Homosexualität nicht mehr strafbar, ihr müsst dafür nicht mehr ins Kloster!" zu merken war.) Die Spielercharaktere sahen sich derweil das große Bild im Hintergrund an. Daraus konnten sie deutlich drei Vampire erkennen. Eines war ein Ventrue, eines ein Tzimisc und eines ein Malkavianerin, die diesen Stab in der Hand trug. Beschriftet war das ganze mit "Die Stimme, das Schwert und der Schild Gottes, Hildegard von Bingen, Mikael Vassijevic und Claude von Beek". Nachdem sie auch darauf gekommen waren, dass es sich bei Hildegard wohl um den Templer Vassijevics handelte hatten sie erst mal alle Informationen zusammen. Irgend wann gelang es ihnen dann auch, die Stadt wieder zu verlassen und zum Lager des Sabbats zu gehen. Dort waren Vassijevic und Hildegard von Bingen inzwischen eingetroffen. Es gelang, die Spieler der Camarilla davon zu üebrzeugen, dass es eine gute Idee sei, den Stab im Namen der Stadt zurück zu geben. Danach wurde die Stadt zum neutralen Gebiet erklärt, die Spieler in verschiedenen Positionen eingesetzt und das Szenario zur Zufriedenheit aller Beteiligten beendet. Soweit, so gut... (Bei der Schilderung des Szenarios wurden nur die wichtigsten Punkte angesprochen - nicht jeder Unfug der Spieler verdient Erwähnung...) Als Nachsatz läßt sich vielleicht noch sagen, dass der Ventrue, die Nosferatu, die Panda und der Stadtgangrel sich die Rolle des Prinzen in der Stadt teilen. Die Tzimiscin ist für die Sicherheit der Stadt zuständig und hat ihren eigenen Zwinger. Der Bruja wurde als Verbindung zu den Anarchen eingesetzt. Da er von seinem Verhalten nicht abrücken wollte wurde er von denen später dann erschossen... [Ende der Informationen über "Wer kooperriert, dem nix passiert"]
Die Spieler waren größtenteils ziemlich gut. Cyrus bot einen sehr überzeugenden Ventrue. Der Spieler der Nosferatu war etwas still - er hätte sich mit einigen der Informationen, die er hatte, einige male besser einbringen können, aber alles in allem war er seinem Charakter recht treu. Sebi stellte seine Panda ebenfalls sehr gut dar. Franziskas Verköperung des Detective Noir war extrem gelungen - insbesondere ihr Auftritt in der alten Therme (Ihr seht nur die Gestalt des Detectives, sein Gesicht liegt halb im Schatten und das glimmende Ende der Zigarette pulsiert im Dunkeln). Ganz besonders hervorzuheben ist allerdings Simons Darstellung der Tzimiscin. Sie war die einzige, die einem anderen Pfad als dem der Menschlichkeit folgte. Er spielte diesen Charakter Eins zu Eins wie ein Tier mit menschlicher Intelligenz. Nicht so glücklich war Marcos Bruja-Darstellung. Ich bin mir nicht so ganz sicher, was da falsch gelaufen ist; irgend wie beschloss er, sich eine Wesens- und Verhaltens-Kombination zu geben, die nach ständiger Rebellion, Beschimpfungen aller möglichen anderen Charaktere und höchst kontraproduktivem Verhalten führte. Vielleicht hätte ich nicht sagen sollen, dass sich die Spieler ihr Wesen und Verhalten gemäß ihrer Hintergründe aussuchen (oder das auch lassen) können, aber eigentlich war sein Hintergrund gänzlich anders ausgelegt. Nun, in gewisser Hinsicht hat er trotzdem Spaß gemacht. Und einen Preis hat er auch noch bekommen...
Alles in allem waren unsere Spieler mit unserer Darstellung zufrieden (auch wenn Cyrus uns die Anime-Tuse echt übel genommen hat...), und pünktlich um 16:30 hatten wir die Runde dann auch beendet.
Aufgrund der dieses Jahr etwas geringeren Spielerdichte legte ich dann eine etwas längere Pause ein. Und als sich danach gegen 19 Uhr abzeichnete, dass meine Runde nicht zu stande käme, trug ich mich zusammen mit Gröschl und Tersha in eine Call-of-Cthulhu-Now Runde bei Sven und Merten ein. [An dieser Stelle folgen Informationen über das Szenario "Cold War"] Beim Lesen der Charaktere fiel Tersha dann auf, dass sie dieses Szenario schon einmal gespielt hatte. Das war ausgesprochen bedauerlich, hatte sie mir doch ausgesprochen begeistert davon erzählt. Was die Sache für uns beide etwas witzlos machte - wir beide kannten die Auflösung und wußten, wer unser eigentlicher Gegner war! Sehr schade - bei den beiden Spielleitern wäre das sicherlich interessant geworden. Insbesondere, weil die beiden Humor bewiesen und sowohl Gröschl als auch Tersha und mir die Charaktere mit der geistigen Stabilität von 0 gegeben hatten! De Facto wäre es darauf hinausgelaufen, dass Tersha und ich den Rest der Gruppe zwischen uns aufgerieben hätten. Sehr schade... [Ende der Informationen über "Cold War"] Stattdessen machten wir noch einen Spaziergang und landeten danach in der Küche, wo wir eine längere Unterhaltung mit Mona und Walter hatten. Ausgesprochen interessant - hier erfuhr ich dann auch, dass Walter bereits seid einigen Jahren Gordian als NordCon-Man abgelöst hatte. Öfter mal was neues... Gegen 1 Uhr schlug die kurze letzte Nacht endgültig zu und wir bemühten uns, bis zum nächsten Tag etwas Schlaf nachzuholen.
Sonntag - PP&P, Paranoia, Abschlußveranstaltung und Rückfahrt
Wieder pünktlich um 11 begann die PP&P-Runde. Als Spieler hatten wir Gröschl mit seiner Spinne, Mona mit einem Signalbären, Janinas Freundin (deren Namen ich nicht kenne) mit einer Perserkatze, einen Uhrzonk (dessen Spielernamen ich zwar erfragt, aber vergessen habe) und Olli mit Tigger. Abgesehen von der Spinne ließ sich das ganze auch als Die Runde der Hasenfüße zusammenfassen. Trotzdem gelang es ihnen, den sogenannten Teufel von Gibbelsbrück als Fälschung zu identifizieren und die Schuldigen dank einer geringfügigen Fehlkalkulation der Spinne weiträumig zu sprengen. Besonders bemerkenswerte Szenen waren sicherlich (neben diversen Hauereien) der Besuch in einer Lagerhalle, in denen einige chinesische Plüschtiere gerade Waschmittel in großen Mengen umschichteten und wo der Tigger dann erst mal einen Berserkeranfall bekam (weiß bestäubt und waschmittelabhängig kam er dann heraus) und der Rückzug aus dem Kultistenlager. Man stelle sich vor: drei riesige oder zumindest auffällige Plüschies, zwei kleine Plüschies mit einer großen Kiste mit Waschmitteln versuchen, sich leise aus der Halle zu schleichen; fast keiner von ihnen kann schleichen, doch allen bis auf das kleinste Plüschtier (das hatte Schleichen) gelingt die Probe. Doch Olli rette die Situation mit dem Ausspruch "U.P.S., 'tschuldigt, Jungs, falsche Lagerhale!"
Nachdem wir uns vom Lachkrampf erholt hatten ging es dann mit der Explosion weiter. Fein, fein fein! Unterm Strich nicht verkehrt. Ein großer Krater und eine halbe Plüschtiersiedlung Waschmittelabhängig! Aber immerhin - das Szenario wurde erfolgreich beendet!
So glücklich die Plüschies aus der Siedlung auch waren, mit Sicherheit nicht so glücklich wie die Bürger des Alphakomplex! Und da ging es nun hin! Mal wieder fanden sich einige Freiwillige, die sich unbedingt in den Dienst des COMPUTERS verkaufen wollten. Unter anderem auch Ian, der Gröschls Stammcharakter Ama-R-ONE bekam. Der Auftrag war (wie immer) simpel und freudeproduzierend. Die Troubleshooter sollten ein Kreuzfahrtschiff testfahren und vor Angriffen durch Kommis schützen. Da es im Alphakomplex keine Meere gibt schipperte der Kahn unter anderem auf Öl-Feldern herum. (Was das Abschießen von irgend welchen Waffen schwer verbot.) Zwischenzeitlich wurde das Team durch Gröschl verstärkt. Was soll ich schreiben - große Explosionen, sich gegenseitig in die Pfanne hauende Bürger, noch größere Explosionen und am Ende eine atomare Mega-Explosion, als das Schiff in die Hände der Kommies fiel und Gröschl sich heldehaft opferte, um den Reaktor hochgehen zu lassen. Alles in allem hatten wir alle sehr viel Spaß dabei. (Auch Ian, selbst wenn er das leugnen sollte... sein verkrampftes Grinsen um den Gemütszustand seines Klons darzustellen war echt sehenswert.) Am Ende hatten nur noch Tersha und Gröschl Klone. Alle anderen waren über die 6 hinaus! (Wie gesagt - war 'ne gute Runde...)
Von Paranoia ging es fast nahtlos in die Abschlußveranstaltung. Wiederum hatten die Ausrichter ihren Schrank aufgeräumt und verschiedene Dinge gefunden, die ihres Erachtens außerhalb des RSCT besser aufgehoben wären. Doch ehe sie dazu kamen überreichten wir ihnen das von unserer Propagandaministerin Tersha initiirte Geschenk - das ConTor-Emblem in Haribo. Die unterworfene Nation freute sich auch gehörig darüber (ich habe die leise Vermutung, dass sie sich nicht als unterworfen ansehen - vermutlich ist es eine gute Idee, von ihnen keine Steuern oder ähnliches zu verlangen...), und Sven hatte nichts besseres zu tun als das Ding erst mal auf seine Stabilität zu testen. Den Sturz auf den Boden überlebte es jedoch. Die Preise waren wie immer von ausgesuchter Qualität; einer wurde für den betrunkensten Teilnehmer der VorCon-Party vergeben, den bekam Cyrus. (Trotz meiner Beteuerung, so dicht sei er garnicht gewesen...) Sebi und Franziska erhielten die Preise für die weiteste Anreise. Für die dümmste Aktion bekam ihn Marco für die Darstellung seines Bruja. (Wir definierten das so: Die Aktion begann um 11 Uhr Morgens und endete um 16:30 mit der Runde.) Auch Tersha und ich bekamen einen Preis, nämlich das Spiel "Zombies" auf Deutsch. Wohl für die beste Präsentation. Auch der Gottgleiche bekam einen Preis, ich weiß aber nicht mehr so genau, wofür. Der absolute Gewinner war meines Erachtens Gröschl - er bekam ein LARPer Buch mit, wie Sven sagte, erotischen Fotografien. Allerdings in erster Linie von Männern. Für diesen Preis wurde keine Kategorie festgelegt, wir alle waren uns einig, dass nur Gröschl ein würdiger Empfänger sei! Und dann war da noch... der Wanderpokal. Wir hatten verschiedene Anwärter, zum Beispiel den Gottgleichen. Doch wir nominierten flux Sven, für die meisterliche Leistung bei "Cold War" und sein nächtliches Telefongespräch mit Mischa. (Wie beschrieben, um etwa 1 Uhr Morgens, und er begann das Gespräch mit den Worten "Hallo, Mischa, ich bin hier gerade in einer Runde und spiele einen Charakter, den du auf dem Adventure-Con gespielt hast. Sag mal, was hast du damit gemacht, du ARSCH???") Nun, vielleicht hätte der RSCT durch schiere Masse das Unheil von ihm abwenden können, aber Mor und Sebi waren inzwischen bei uns eingetreten (die sind jetzt Botschafter für den WDZS im fernen Ausland), und somit gelang es uns mit einer Stimme Vorsprung das Ding Sven aufzuhalsen!
Da das meiste wohl schon während der Paranoia-Runde abgebaut worden war blieb nicht mehr so viel zu tun. Wir räumten noch ein wenig den Raum auf, in dem wir gespielt hatten, und machten uns dann auf den Heimweg. Doch keine Hoffnung - wir kommen wieder!
Fazit
Wieder ein gelungener Kon in gemütlicher Atmosphäre. Ein paar Spieler mehr wären nett gewesen, da sich für mich mindestens einmal das Problem stellte, dass ich zum einen meine Runden nicht zusammen bekam, es zum anderen aber zu spät war, noch in eine Runde reinzukommen. Wir gleichen das aber demnächst durch beständig steigende Truppenstärke aus! Das Vorgrillen war eine exellente Idee, auch wenn die Spielleiter der an dem Abend noch stattfindenden Runden sich beim nächsten Mal selbst etwas zur Mäßigung und kürzeren Szenarien aufrufen sollten. Alles in allem höchst gelungen, und nächstes Jahr sind wir wieder dabei auf, unserer Invasionstour 2009/2010!
Gröschls Rückschau auf den ConTor 2008
Die gute Nachricht: Frauen sind auch drin... ... die Schlechte: Küssen tun sich aber nur die Männer!
Hallo und willkommen zum Nachbericht des ConTor 08. Diesmal wirklich super günstig für mich gelegen (wehe ihr ändert das!), ging es diesmal schon am Freitag nach persönlicher Einladung am Freitag ins schöne Uetersen.
Freitag
Zu einer unmenschlichen Zeit aus dem Bett geschmissen, begann der Tag um 13 Uhr für mich mit anschließendem Einkaufen, bei dem Irmingard beschloß, mir unbedingt eine "Praline", "Coupé" oder Vergleichbares zu kaufen. Eine "Yes" ist's dann geworden. Danke an dieser Stelle oder muss ich nach der Rache der Con-Tor'isten sagen: Wenn du mir das nochmal kaufst, seh ich mich gezwungen dein Haus abzubrennen!
Um 17 Uhr ging es dann in Richtung Uetersen mit kleinem Stau beim Elbtunnel, den ich geschickt mit den überaus gehaltvollen Texten der "Yes" förmlich aus dem Gedächtnis von Ortwin und Irmingard vernichten konnte und anschließend waren wir auch schon fast in Uetersen. Man könnte gemein sein und sagen, dass nach einigen Jahrhunderten der Orientierungssinn leidet oder das wir zu blöd sind uns vorher nochmal um die Adresse vom ConTor zu erkundigen für's Navi, aber dank meiner phänomenalen Straßenkenntnis von Uetersen landeten wir sicher. Nach einer herzlichen Begrüßung ging es dann auch ans Männlichste der Welt: Dem Zubereiten von totem Tier auf offenem Feuer mit Bier. Einige Stunden und Bier später sahen wurde ich mit Waffengewalt gezwungen einige Passagen aus der "Yes" vorzulesen und nachdem alle-Zehen-und-Magenfalte-streichelnd einverstanden waren, uns der Kälte wegen nach drinnen zu verkrümmeln, passierte es zum ersten Mal...
Freitag spät: Vampire - Dark Ages
Improvisiertes Abenteuer - Leitung: Cyrus [Meister: betrunken, Mitspieler: angetrunken/müde, Abenteuer: improvisiert, Zeit/Raum: Spät/Sofas]
Der neueste Pöbel der WDZS, die Zwillinge Simon und Marco, Mike und ich stürzten uns in die World of Darkness. Nach einigen hin und her hab ich mir dann einen Beispielcharakter gegriffen in Form einer Brujah, dann hatten wir noch einen Nosferatu (Simon), einen weiteren Brujah (Mike) und einen Ravnos (Marco). Prinzipiell drehten sich die ungefär 4 Stunden Spielzeit nur dadrum wie Mikes Brujah und der Ravnos sich gegenseitig das Leben schwer machen, wie wir drüber lachten und der Feststellung: Wer nur französisch spricht, der versteht im heiligen Land nur Bahnhof! Um drei Uhr einigten wir uns auf Schlaf, damit wir morgen fit sind. Planung in die Tat umgesetzt...
Samstag
Der Samstag begann mal wieder mit einem Gang zum Backshop, anschließendem Frühstück und das Warten auf den Startschuß, den wir nie gehört haben. Wir trafen viele alte Bekannte, schnackten wiedermal ein wenig, sprachen über das worüber Rollenspieler immer reden: Tod, Folter, Zerstörung und warum wir schuld sind. Und schrieben uns in die Runden ein. Ich beschloß, nicht Vampire (Geleitet von Ortwin und Irmingard) zu spielen und stattdessen meine eigene Runde anzubieten.
Samstag 11h: DSA 4.1
Nur ein Pflänzchen - Leitung: Gröschl (Ja, ich!) [Meister: ++++!, Mitspieler: +, Abenteuer: ++++!, Zeit/Raum: o]
Es fanden sich recht flott meine 5 Spieler in Form von Ian, Timo, Heiko, der Frau im Kleid und denjenigen dessen Name ich immer vergesse! Nach einer Weile "Und wie ist der Charakter?" konnte ich die Truppe dann zusammen setzen aus einem Thorwaler (Name X), einem Barden ohne Gesänge (Frau im Kleid), einem Bogenschützen mit Angst vor Feuer (Meister der Grillzangen: Timo), einem zwergischen Schmied (Heiko) und dem etwas durchgeknallten Geoden (Ian). Fix konnte ich die Helden zu Rastalan dem Großen schicken damit er ihnen den Auftrag gibt. Irgendwie sind alle Spieler über den kleinen Satz "Der Wald ist nur ein wenig verflucht" gestolpert, aber fünf Minuten später wusste davon wiedermal keiner etwas. Die Helden brachen, von Ian getrieben, sofort in den Wald auf, bis sie am Stadttor des schönen Andergast feststellten: Moment, wir gehen drei Tage hin und mindestens wieder drei Tage zurück. Rationen wären doch gut. Hat jemand Geld?
Also zurück zu Rastalan dem Großen und einen kleinen Vorschuß geholt, davon dann ausreichend Rationen für Jederman gekauft (bis auf Ian!) und dann ... Nein, keine Nachforschungen, gleich los. Während ich von Seite 2 auf Seite 4 auf meinen Meisteraufzeichnungen sprang, tobten die Helden los um diese mysteriöse Pflanze zu finden. Mit den Worten "Klassisches DSA-Abenteuer" angekündigt, gings auch erstmal gegen eine Truppe Orks samt Kampfhunden, die beinahe die Gruppe aufgemischt hätten. Könnte natürlich auch an dem Bogenschützen liegen, der in die eigenen Truppen feuerte. So oder so, die Helden waren am Handlungsort. Selbst ohne dass der Geode trotz fehlender Rationen verhungert ist. Lieber Ian, sich wildschreiend mit einem angespitzten Holzstock auf ein Kaninchen zu stürzen nennt man nicht Jagd.
Nebst genialen Einfällen wie "Hey, lass mal ohne Licht in die Bärenhöhle schleichen" oder "Ich kenn mich zwar nicht in der Wildnis aus, aber ich geh mal Feuerholz in diesem Sumpf hier sammeln" folgten die Helden ziemlich direkt dem Plot wie geplant. Und bis auf die kleine Aktion "Wir holen mal kurz die Leiche aus ihrem sumpfigen Grab, hacken ihr den Kopf ab und lassen sie da liegen, damit wir einen kleinen Boronsfluch kassieren" auch ohne größere Nachteile seitens der Helden kam es zum großen Finale.
Aus meiner Sicht heraus ein gelungenes Abenteuer mit viel Spaß, allerdings muss irgendjemand der Welt wirklich mal verklickern, das High-End-Fähigkeiten wie auch sehr exotische Fähigkeiten nichts auf einem 2000-3000 AP Helden zu suchen haben. Ich glaub ich schreib da nochmal ein paar Worte. So oder so, auch die Spieler schienen 'ne Menge Spaß zu haben und Negatives hab ich nicht gehört, entsprechend wird in Hannover wohl erneut das Pflänzchen gesucht. Abzüge in der B-Note gibt es wegen Ortwins Vampire-Runde. Erst waren die sehr laut, später waren wir das, sodass wir uns nochmal einen Meter weiter auseinander setzen mussten (oder besser gesagt, der World of Darkness-Abschaum! Spielt ordentliche Systeme, haha!)
Samstag 15h: Western City
Der Western den ihr schon immer haben wolltet - Leitung: keine [ Meister: o, Mitspieler: +, Abenteuer: o, Zeit/Raum: ++]
Ich mag keine Western und eigentlich keine meisterlosen Systeme, aber nachdem es nichts anderes gab und ein Ende der aktuellen Runden nicht abzusehen war, entschloß ich mich, spontan an Western City teilzunehmen. Wir erstellten uns erst einen Charakter und dazu den Besten Freund und den Erzfeind. In meinem Fall war es die schießwütige Hure mit ihrem Freund, dem chinesischen Wäschereibesitzer Lee und ihrem Erzfeind Granny, der verbitterten Witwe. Dann hatten wir noch das Pokerass (H-J), den Kultisten (Timo), dem Gunslinger (Jörg), den Illusionisten (Mor) und den Monsterjäger (Ian). Jeder legte eine Spielszene zu Anfang fest die unseren roten Faden und das Abenteuer bildeten und dann ging es auch schon per Pokerchip an das Versteigern der Erzfeinde und besten Freunde. Ich hatte dann schlußendlich eine weitere Hure und noch so einen bekommen. Da sehr viel passiert ist, alles teilweise drunter und drüber ging, fasse ich einfach mal zusammen: Wir hatten Spaß und haben einen typischen Western nachgespielt inklusive einer Beschwörung eines Dämons (Des Kultisten besten Freund). Timo ist glaub ich während des Abenteuers gefühlte 80 mal gestorben, aber ich konnte mein Tagesziel "Gerettet werden" sofort erfüllen, sodass ich mich darauf fixierte den anderen das Leben schwer zu machen.
Waren ein paar nette Stunden, aber das System neigt bei Unerfahrenen sehr schnell dazu etwas auszuufern und laut zu werden, weil jeder halt seinen Teil erzählen möchte... Achja und ich mag keine Western! Aber wenn Jörg irgendwann mal was richtiges meistert (und wenn es World of Darkness ist), bin ich dabei.
Samstag 20h: Cthulhu Now Halb-Life
Cold War - Leitung: Sven, Merten [ Meister: +, Mitspieler: ++, Abenteuer: +, Zeit/Raum: ++]
Mein persönlicher Höhepunkt auf diesem Con. Nach dem Western City-Abenteuer fehlte Sven noch ein Spieler für die spontane Runde, den er mit mir gefunden hat. Also wurde nach oben gegangen, mittlerweile nur erleuchtet von katholischen Teelichtern, ein großer Tisch zusammen gestellt und nach einer nicht unerheblichen Wartezeit die Charaktere verteilt.
Wir waren diesmal die bösen Kultisten, Anhänger einer Sekte, die den großen Gott Itaqua anbeten. Leider musste sich Ortwin und Irmingard, nachdem sie ihren Charakter gelesen hatten, verabschieden, weil Irmingard das schon gespielt und das kräftig spoilernd Ortwin erzählt hatte. Zum Glück ist mein Kurzzeit- und Langzeitgedächtnis dank dem Fehrnsehen ziemlich mies und so konnte ich teilnehmen. Es waren 8 Spieler und 2 Meister... mal sehen ob ich alle Namen noch zusammen bekomme. Also Meister waren Sven und Merten, wobei man gemerkt hat, dass Merten noch ein paar Details fehlten, die Sven hatte. Spieler... Also da hatten wir die Frau im Kleid, Rene, Heiko, Sebi (mittlerweile rekrutiertes WDZS-Mitglied im Ausseneinsatz), Franziska, ein neues namenloses Gesicht, jemanden den ich schonmal gesehen hab, aber irgendwie (ihr kennt das ja) und ich halt. Es geht im Grunde genommen um einen Mordplot, ich spoiler jetzt nicht das Abenteuer, einfach weil es sehr schön ist und gespielt werden sollte, ob nun Halb-Life oder nicht.
Nunja, es endete, zumindestens das will ich verraten, tödlich für mich, aber wer nicht nachdenkt und den Wink dem Zaunpfahl des Meisters nicht versteht, hat es wohl nicht anders verdient. Machte aber nichts, denn da waren noch mehr tot und so konnten wir uns mit dem fröhlichen Leichenschänden in Form von hochakrobatischen Aktionen an den Kita Turngeräten (Man, wie ich es vermisst habe) die Zeit versüßen. Leider ging das Abenteuer gerademal bis 1 Uhr und da alle Runden voll waren oder mittendrin, gab es keine Nachtrunde für mich. Auf der einen Seite das größte Manko des Cons auf der anderen Seite ganz gut, ich musste Sonntag etwas fitter sein als sonst. Nunja, ab aufs nächstbeste Sofa und Gute Nacht!
Sonntag
Ja, der Sonntag. Französische Dusche, etwas frisch machen, Kleidung wechseln und dann ging es weiter im großen Marathon. Es gab eigentlich nur zwei Runden, die eine von Franziska, die sie aber leider während einer meiner Runden angekündigt hatte und da ich das System nicht kannte, wollte ich mich erstmal in Ruhe bei ihr informieren. Das führte dazu, dass die Runde voll war und ich das System leider nicht antesten konnte und so entschied ich mich für P,P&P.
Sonntag 11h: PP&P
Der Teufel von Gibbelsbrück - Meister: Ortwin [ Meister: +, Mitspieler: +, Abenteuer: o, Zeit/Raum: +]
Dieses mal nur zu Viert und ohne das übliche Ehepaar was sonst immer mitspielt. Schade, aber sei's drum. Spieler: Olli (der ängstliche Tiger), damn schon wieder, würd ich jetzt schreiben was ich denke würd ich mit einem Tritt in die Weichteile nächstes Jahr begrüßt werden... Also Name mal wieder... Y!
Aber wo war ich... Achja, Spieler. Also Olli, die charmante Dame mit ihrem Signalteddy, ein mir unbekannter (der ständig halbtote kleine Drache), die Frau im Kleid (persische Katze) und natürlich ich in Form meiner Spinne. Ehm ja, Plot gab's wie immer auch, aber den mussten wir erst finden und erst nachdem drei Teddies und Drache beinahe das Zeitliche gesegnet hatte, ging es erst so richtig los. Wir verfolgten einen durch meinen Zauber (Wo keine Sympathie besteht, man am besten Essen geht) getriebenen Bären, der uns direkt zum nächsten Bösewicht führte, der sich zuvor wegteleportiert hat. Mit Autolack bewaffnet wartete er auf uns. Ich beschloss Mona... Ha, Mona! Mona Mona Mona! Genau, so hieß die gute Dame. Also ich beschloß Mona vorzuschicken, als das aber nicht klappte, nahm ich unseren besessenen Bären vorzuschieben, um den Autolack-Bösewicht auszuschalten. Olli, der Riesen-Tiger mit der Kraft eines Rollstuhls, tat währendessen das, was er zu 90% tat, nämlich sich auf dem nächstbesten Baum verstecken. Nachdem wir im Plüsch-Krankenhaus waren und Mona und ich dank schwerster Verletzungen erstmal waschmittelabhängig worden, fanden wir heraus wo der Teufel, der arme Plüschis unter Wasser tauchte, wohnte und gingen zu dem Lagerhaus. Dort fanden wir heraus, dass das alles nur Fake war und ich präparierte die Opferstelle mit ein klein wenig Sprengstoff. Opfer unserer Sucht, beschlossen Mona und ich beim Warten auf die vermeindlichen Kultisten uns etwas Waschmittel zu besorgen und stießen dabei auf einen Waschmittelschmugglerring. Während Mona in einer Kiste voller Waschmittel badete, meine Spinne sich genüßlich die ein oder andere Line reinzog, ging Olli in den Beserker aus purem Hass auf Waschmittel und zerstörte das komplette Lager. Es schneite...
Und so zogen Mona und ich mit einer Kiste Waschmittel von dannen, gefolgt von dem nun auch waschmittelabhängigen Tiger zurück in unser Versteck im Lagerhaus. Meinem Charakter fiel zufällig auf, dass er vielleicht doch etwas viel Sprengstoff benutzt hat und wir versuchten uns aus dem Staub zu machen. Wir schlichen uns also raus... Nein, moment. Drücken wir es anders aus... Also die T-Rex'e (also von der Größe her) der Gruppe mit der großen Kiste Waschmittel schlichen hinaus, während die wirklich kleine Perserkatze meinte doch erstmal irgendwas umzustoßen...
Die Kultisten wurden auf uns aufmerksam, meine Spinne schon fast bewaffnet und dann passierte es... "U P S, sorry, falsches Lagerhaus". Die Kultisten nickten nur und zündeten meine gut versteckte Bombe an. Es stellte sich raus, dass ich tatsächlich etwas zuviel Sprengstoff benutzt hatte und so explodierte das Lagerhaus ... Und das daneben... Und das daneben.
So oder so eine gelungene PP&P-Runde, vorallem Ollis Spruch hat uns in einen minutenlangen Lachkrampf versetzt, entsprechend von dieser Seite ein großes Danke!
Sonntag 13h: Vampire - Dark Ages
Improvisiertes Abenteuer - Meister: Olli [Meister: o, Mitspieler: +, Abenteuer: -, Zeit/Raum: +]
Ich konnte mich wieder in eine Vampire-Runde setzen, ich wollte doch sogern mal ein Vampire-Abenteuer mit Story spielen und vorallem zu Ende bringen. Diesmal dabei Olli als Meister, Marco, ich und Jenny, Jennifer, Denise... Oh man, Freundin von Olli, ständig gesehen, immer Hallo gesagt, bekannt, aber Namen... Ich griff wieder zu meiner Brujah, die hatte mir sehr gut gefallen, vorallem das Konzept des Charakters, Marco mal wieder zu einem Ravnos und die Freundin von Olli hatte einen sehr netten Toreador (Aufgefallen? Mein Char weiblich, ihr Char männlich. Was für mächtig viel Verwirrung bei Marco sorgte). Also wir hatten keinen Plot, aber schönes Charspiel, allerdings muss ich sagen, dass wohl viele für Olli und seiner Freundin Bekannte Gesichter vorkamen zum Teil aus anderen Runden von ihnen, sodass es für mich kein Wiedersehen mit alten Bekannten war, sondern eher "BAHNHOF TÜÜÜT"!
Es endete wie es schon letztes mal geendet hat, wir haben den Ravnos kräftig angepisst und der hat daraufhin die Stadt verlassen. Wir beendet das Ganze gegen 15 Uhr.
Ein Resumee für dieses Abenteuer ist schwer zu ziehen. Es war okay, aber einen World of Darkness Neuling wie ich es bin eher nichts, weil ich teilweise einfach abgehangen wurde. Dennoch schönes Charplay von allen.
Sonntag 15h: Paranoia XP Classic
Kreuzfahrt - Meister: Ortwin [Meister: +, Mitspieler: ++, Abenteuer: o, Zeit/Raum: +]
JUCHU! Ich konnte verspätet in die Paranoia Runde einsteigen. Leider nicht mit meinem Lieblingscharakter Ama-R-One, aber Arscht-O-itt war schon in Ordnung. Wiedermal ging es darum möglichst dezent die Mitspieler aus dem Universum zu schießen. Ich hatte eine Menge Spaß wie jedesmal. Das einzig Nennenswerte ist eigentlich, dass nur Irmingard und ich noch Klone zur Verfügung hatten und ich mal wieder fulminant das Abenteuer beenden konnte!
Verabschiedungsfeier
Tada und da kam die alljährliche Veranstaltung. Diesmal ohne die Werwolfjagd, aber nunja... Auffällig war eigentlich, dass abgesehen von den Bayern nur noch WDZS-Leute und ConTor Ausrichter da waren, aber so im nachhinein überlegt: Waren überhaupt Andere da? Wiedermal wurden Preise verliehen, die die ConTor-Leute nicht haben wollen, darunter gab's mal wieder tolle Figürchen. Diesmal unter Anderem an Björn (Bester Meister). Zwei Kartenspiele für die weiteste Anreise (An Sebi + Franziska aus Bayern), die dümmste Aktion (Gewinner: Marco!) und den blödesten Kommentar (Gewinner: Der einzigartige... der große... unverwechselbar (müder)... Goldthron aka Mike). Ortwin und Irmingard bekamen auch noch die deutsche Version des Brettspiels "Zombieeees" für ihre Meisterleistung (Achtung: Wortwitz). So und dann waren da noch... Das "Buch mit Charakter" und der Wanderpokal.
Lasst mich das "Buch mit Charakter" beschreiben wie es Sven getan hat: "Es ist Fantasy... leicht erotisch angehaucht... Mit guten Bildern... Aber nur mit Männern!". Es kam nur nur ein Vorschlag für diesen Preis... Und zwar ich. Einstimmung (grölenderweise) bekam ich dieses Buch überreicht... Oh Gott! Dafür räche ich mich! Der Wanderpokal ging diesmal weniger auf Wanderschaft, denn durch unsere schiere Masse an WDZS'lern konnte mir die ConTor'ler überstimmen und überreichten den Wanderpokal Sven, denn niemand hatte Bock 10 Euro mehr für Sprit auszugeben. Das blöde Ding ist nämlich echt schwer. Man verabschiedete sich, nachdem man kurz ein wenig mitgeholfen hatte beim Abbauen und wir fuhren Heim. Obwohl ich nicht so im Arsch war, langweilte mich Autobahnfahrt als Beifahrer doch enorm und ich bin dann in Sittensen aufgewacht!
Resume
Nachdem man im Forum schon den Post "Sagt mal, nächste Woche ist ja ConTor. Wie wäre es mit Werbung?" lesen konnte war abzusehen, dass bis auf die Stammleute kaum wer kommen würde. Selbst die Shadowrunner haben gefehlt. Der Con war überschaulicher als sonst, was man vor allem bei den Rundenaushängen gemerkt hat. Für mich persönlich stand der Con-Tor in einem nicht so schönen Licht, weil ich einfach alle paar Stunden telefonieren gehen musste, weil ich Streß mit 'nem Kumpel hatte. Aber davon ab wiedermal ein gelungenes Event, auch hat mir das Vorgrillen und das Datum sehr sehr gut gefallen. Ich hoffe beides wird beibehalten. Und da sich da mittlerweile jeder mit Vornamen kennt (Ich wüsst ja gern mal wieviel ConTor'ler meinen Vornamen kennen, ha!) ist das mittlerweile eine familiäre Atmosphäre geworden.
Die Küche war wie gewohnt absolut spitze, die Leute kümmern sich liebevoll um einen (nächstmal bitte Massage) und sind sehr zuvorkommend. Was genau die Küchenleute treiben, das Bild rechts wohl ganz gut. Waffeln gab's trotz Ankündigung keine.
Schade, dass ich nach meiner intensiven Vorbereitung mit der "Yes" schon wieder Projekt Pornstar verpasst habe, aber dafür hab ich jetzt ja noch das Buch mit Charakter für's nächste Jahr. Da fällt mir übrigens ein, nachdem ich das endlich durchgeblättert habe... Da sind Frauen drin! 3 Stück! Ha! Aber küssen tun sich nur die Männer da...
Abschließend kann man eigentlich nurnoch sagen: Danke! Bis nächstes Jahr!
PS: Auffällig übrigens, dass die wenigstens den Weg zum Rasierer gefunden haben!
