ConTor:Nachberichte 2008
Aus RSCT94
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Svens Nachbetrachtung zum ConTor 2008
Zum fünfjährigen Bestehen des ConTor gab es in diesem Jahr einige Neuigkeiten, von denen zwei am deutlichsten hervor traten: Zum einen hatten wir wieder einmal eine neue Location, zum anderen begann der ConTor erstmals – zumindest "inoffiziell" – bereits am Freitag. Doch dazu an anderer Stelle mehr.
Zur Location: Da uns die Räume aus dem letzten Jahr leider nicht mehr zur Verfügung standen, mussten wir uns nach anderen Möglichkeiten umsehen. Dabei landeten wir letzten Endes wieder im Stadtwerkehaus, wo wir zuletzt 2006 waren. Dort standen uns nicht alle Räume zur Verfügung, doch glücklicherweise konnten wir auch unsere Vereinsräume im ehemaligen Schwesternwohnheim nutzen. Dort richteten wir Schlafräume und Ausweichplätze für weitere Spielrunden ein.
Los ging es, wie bereits erwähnt, in diesem Jahr bereits am Freitag. Wir hatten einige unserer Stammbesucher in diesem Jahr zu einer "Warm-Up-Party" eingeladen, die im Garten vor dem ehemaligen Schwesternwohnheim stattfand. Diese trudelten ab 18 Uhr auch nach und nach ein, so da sich schnell eine gesellige Runde entwickelte. Es gab Wüstchen und Fleisch vom Grill und gerüchteweise wurde auch das eine oder andere Bier bzw. Cider verköstigt...
Irgendwann nachts trieb es uns dann doch nach drinnen in die Räume, wo wir uns zu einigen spontanen Rollenspielrunden zusammen setzten. Ich selbst landete bei Ortwin in einer amüsanten Chill-Partie, die nach seinen Aussagen "vielleicht 3 Stunden" gehen sollte. Leider dauerte die Runde dann doch "etwas" länger, da wir mehr Zeit als erwartet mit Charakter-Play verbrachten. Da ich recht müde war, stieg ich schweren Herzens gegen 2 Uhr in der Nacht aus und zog es vor, mich schlafen zu legen. Eigentlich schade, denn wer einmal einen Charakter spielt, der in einer vorherigen Spielrunde von Mischa dargestellt wurde, der wird dieses Ereignis niemals vergessen. Mehr dazu gibt es sicherlich in Ortwins Bericht. Die Runde soll bis mindestens 5 Uhr in der Nacht gegangen sein, während ich bereits friedlich einen Raum weiter auf meiner Luftmatratze schlief.
Der nächste Morgen begann erst einmal mit der Erkenntnis, dass die Dusche auch nach längerer Wartezeit nicht wirklich warm wird. Aber was einen nicht tötet, das härtet wenigstens ab. Ich war bereits fertig, als nach und nach andere Vereinsmitglieder eintrafen. Im Stadtwerkehaus gab es noch ein wenig vorzubereiten, wie z.B. das Zurechtstellen der Tische und der Aufbau der Küche. In dieser werkelten über das Wochenende hinweg Maren, Klein-Daniel, Adrian und Arne als fleißige Küchenfeen. Für das leibliche Wohl gab es die bewährten Sandwiches (die wieder einmal sehr gut angenommen wurden), kleine Snacks in Form von Schokoriegeln und Donuts sowie ein von Petra gespendetes Chili und eine vegetarische Käse-Lauch-Suppe. Alles sehr lecker!
Der große Andrang blieb am Samstag allerdings aus. Außer denjenigen Gästen, die bereits am Freitag da gewesen waren, kamen im Laufe des Tages vielleicht zwei Handvoll weiterer Besucher, dazu die Pegasus-Supporter, Ingolf und Chris vom Atlantis und natürlich einige Ehrengäste, die ebenfalls keinen Eintritt zu zahlen brauchten. Quantitativ also ein Rückschritt zum vergangenen Jahr, da wir die allermeisten Besucher allerdings persönlich kannten, entwickelte sich schnell eine sehr familiäre Atmosphäre.
Ich selbst war den Nachmittag über beim HSV-Spiel in Hamburg und verpasste damit einige der Highlights wie z.B. die von Walter organisierte 3. deutsche Meisterschaft in dem beliebten Kartenspiel "Project Pornstar". Allein das Ende des Finales bekam ich nach meiner Rückkehr mit und damit auch den unvergesslichen Moment, als Walter selbst das Turnier eher unfreiwillig gewinnen konnte. Sein Preis bestand dabei aus zwei "voll pornomäßigen" rosafarbenen High Heels, die er zuvor selbst gestiftet hatte. Leider – oder vielleicht: Glücklicherweise – weigerte er sich, die Dinger auch anzuziehen... angeblich, weil ihm Schuhgröße 36 nicht passen würde.
Abends traf dann auch noch Torsten aus Bielefeld ein, den viele wohl besser unter dem Namen "Falkos" oder schlicht "Der Hero-Quest-Mann" kennen. Seine Marathon-Runde wurde wie immer sehr gut angenommen. Für den Abend hatte ich mir zusammen mit Merten als Co-Meister vorgenommen, das Cthulhu-Abenteuer "Cold War" zu leiten. Auch wenn es anfangs ein wenig länger dauerte, genau 8 Spieler für die vorgegebenen Charaktere zu finden, entwickelte sich eine spannende Runde. Die Besonderheit an diesem Szenario ist wohl die Tatsache, dass die Spieler hier einmal die "böse" Seite vertreten, d.h. in die Rollen von Kultisten treten. Entsprechend verlief dann auch das Abenteuer, welches gespickt war mit Intrige, Mord und Verrat. Zwei Charaktere überlebten das Szenario letzten Endes – doch ob sie glücklich damit werden, dies wird wohl die Zeit zeigen.
Nach dem Abenteuer verbrachte ich noch einige Zeit auf dem ConTor, bevor ich in dieser Nacht nach Hause fuhr, um ein paar Stunden im eigenen Bett verbringen zu können. Währendessen fand im Stadtwerkehaus u.a. noch ein Poker-Turnier statt, aus dem schließlich Christian als Sieger hervorging und einen Pokal dafür einheimste.
Am Sonntag war ich dann 11 Uhr wieder vor Ort. Für 12 Uhr hatten wir ein Siedler-Ranglistenturnier auf dem Programmplan. Leider kamen wir hierbei nicht auf die erforderlichen 16 Teilnehmer, so dass das Ergebnis nicht in die offizielle Wertung einfließt. Nach einem Durchgang, an dem an zwei verschiedenen Tischen das Basisspiel gespielt wurde, spielten dann 4 Spieler in einer Partie mit der Erweiterung "Städte und Ritter" das Finale aus und ermitteln damit den "offiziellen" Tornesch-Uetersener Meister. Der Sieg in der Partie, die mehr als 2 Stunden dauerte, ging schließlich an Carsten.
Ich selbst probierte an diesem Nachmittag noch einige Brett- und Kartenspiele aus, die u.a. von den Pegasus-Supportern angeboten wurden. Später dann machten wir uns zwischendurch mit einigen Leuten bereits ans Aufräumen, da gerade das ehemalige Schwesternwohnheim doch arg chaotisch aussah. Um 18 Uhr unterbrachen wir diese Arbeiten, um die traditionelle Abschlussveranstaltung zu machen, bei der wir wie in jedem Jahr einige Preise der Extraklasse unter das Volk zu bringen, die wir meist selbst auf anderen Conventions gewonnen haben. Ein besonderes Highlight ging dabei an Gröschl: Ein erotischer LARP-Bildband mit halbnackten Elfen... die dummerweise ausschließlich männlichen Geschlechts waren. Diesen Preis hatte er sich jedoch redlich verdient, nachdem er uns am Freitag mit einigen vorgetragenen Passagen aus einem... hm... "Herrenmagazin" köstlich unterhalten hatte. Als Revanche schlug er mich selbst dann für den großen ConTor-Wanderpreis vor, den der letztjährige Gewinner (Mor aus München) wirklich toll mit einigen Leuchtdioden versehen hatte. Diese Nominierung konnte ich leider nicht ablehnen, und dummerweise gewann ich diesen Preis dann auch noch! Nun gut, so wird der Preis also ein Jahr bei uns bleiben und dann im kommenden Jahr erst wieder auf Reisen gehen...
Nicht vergessen sollte man, dass wir als Veranstalter in diesem Jahr auch sehr nett beschenkt wurden, da Irmingard & Co. uns überraschend ein kunstvoll aus Gummibärchen zusammen gebasteltes ConTor-Logo überreichte. Besten Dank dafür!
Fazit:
Von der Besucherzahl war der diesjährige ConTor sicherlich verbesserungswürdig, was vor allem an der fast fehlenden Werbung gelegen haben dürfte. Durch die geringen Kosten und die Einnahmen aus dem Verkauf von Essen und Getränken haben wir zumindest finanziell keinen Schiffbruch erlitten. Das Motto hieß also in diesem Jahr "Klasse statt Masse" – die allermeisten Besucher kennen wir seit Jahren und begrüßen sie immer wieder gerne bei uns. Ich denke, dass der ConTor als "Gesamtpaket" auch unseren Gästen ebenso viel Spaß gemacht hat. Ein großes Lob geht auch an all die fleißigen Helfer, die sich teilweise die Nächte um die Ohren geschlagen haben, damit alles reibungslos funktionierte.
Danke, ihr seid super!
