ConTor:ConTor 2004
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ConTor 2004 - Bildergalerie 1 - Bildergalerie 2 |
Auf diesen Seiten finden sie einen kleinen Rückblick auf den ConTor 2004. Neben den Interviews und einem Erlebnisbericht (weiter unten) gibt es auch zwei Bildergalerien, welche über das Menü am oberen Rand zu erreichen sind.
Interviews
Im Vorfelde des ConTor 2004 wurden einige höchstinteressante Interviews geführt. Diese könnt ihr hier noch einmal nachlesen:
- Interview mit Sven
- Interview mit Mirco
- Interview mit Walter
- Interview mit Daniel
- Iterview mit Motte
- Interview mit Olaf
Ein persönlicher Rückblick auf ConTor 2004
Wer in den letzten Jahren aufmerksam die Berichte auf unserer Homepage gelesen hat, der hat mit Sicherheit eines festgestellt: Mitglieder unseres Vereins waren auf so gut wie jeder größeren Convention vertreten. Was lag also näher, als selbst einmal den Schritt zu wagen, eine solche Veranstaltung zu organisieren und Norddeutschlands Rollenspielgemeinde um einen neuen Termin zu bereichern? Schließlich hatten wir ja bereits den NordCon entscheidend mitveranstaltet, da sollte es ja nicht so schwer sein, etwas komplett eigenes auf die Beine zu stellen. Nun, so stand für uns dann eines Tages der Entschluss fest: Ein Con muß her und wir veranstalten ihn.
Die Suche nach den Räumlichkeiten erwies sich nicht als besonders schwierig. Seit einiger Zeit treffen wir uns ja regelmäßig in den Räumen des Stadtwerkehauses Uetersen. Da dieses ausreichend Platz für diverse Spielrunden bietet und Stühle und Tische sowieso vorhanden sind, stand der Veranstaltungsort relativ frühzeitig fest. Schwieriger erwies sich da schon die Sache mit dem Namen. Der gewählte Titel "ConTor" (Eine Abkürzung für "Convention Tornesch") setzte sich gegen die nicht ganz so ernst gemeinten Vorschläge ConGo, ConTrolle und ConFitüre durch. Keine schlechte Wahl, wenn ihr mich fragt.
Nachdem wir in den folgenden Monaten auf jeder anderen Convention, im Internet und im Presshaus ordentlich Werbung gemacht hatten, konnten unsere Bemühungen dann tatsächlich in den Schlußspurt gehen. Als Verpflegung für die zahlreichen hungrigen Rollenspieler (und Rollenspieler sind IMMER hungrig...) hatten wir uns die Pizza-Pipeline vom "Nurd" in Nürnberg abgeguckt, dazu sollte es leckere Sandwiches und Kuchen geben. Für den Großteil der Arbeit in der Küche ("Chez Heinz"), hatte sich freundlicherweise Markus zur Verfügung gestellt. Für die Organisation der Spielrunden übernahm Carsten die Datenbank, die wir bereits erfolgreich auf dem NordCon eingesetzt hatten. Zudem stellte uns die Stadt Uetersen freundlicherweise die angrenzende Turnhalle samt Duschen etc. zur Verfügung, so dass wir unseren Besuchern für ihre 5,- Euro zwei Tage durchgehende Rollenspiel-Action präsentieren konnten. Der Tag des ConTors konnte also kommen...
Freitag, der 15. Oktober 2004
Nachdem wir bereits am Nachmittag Essen und Getränke eingekauft hatten, trafen wir uns um 18.00 Uhr im Stadtwerkehaus, um die letzten Aufbauarbeiten zu tätigen. Es zeigte sich wieder einmal, dass unsere Mitglieder sehr engagiert sind, denn gute 20 Leute tummelten sich dort, um tatkräftig mitzuhelfen. Aus diesem Grund lief der Aufbau auch recht zügig. Leider blockierten die Schachspieler bis gegen Mitternacht den großen Saal, so dass wir dort erst später aufbauen konnten als geplant. C'est la vie.
Überraschend kam dann am Freitag unser erster Gast, nämlich Torsten aus Bielefeld. Dieser war uns als "Hero-Quest-Mann" von der NordCon bekannt und hatte natürlich seine weiterentwickelte Version dieses Brettspiels zur Hand. Spontan ging er uns beim Aufbau zur Hand und übernachtete dann in seinem Bus vor dem Stadtwerkehaus.
Samstag, der 16. Oktober 2004
Pünktlich um 9.00 Uhr (okay, vielleicht die eine oder andere Minute später...) trudelte ich an diesem Samstag im Stadtwerkehaus ein. Noch nicht allzu viele Leute warteten bereits am Eingang auf den Einlaß und im Gebäude selbst waren einige von uns mit den letzten Vorbereitungen beschäftigt. Wie angekündigt um 9.57 Uhr öffneten wir unsere Pforten und eine bunte Schar wackerer Rollenspieler stürmte den Eingangsbereich, um sich gleich in die ersten Runden einzutragen. Mangels Erfahrungen hatten wir vorher nicht abschätzen können, wie viele Leute kommen sollten - aber nun wußten wir es. Insgesamt denke ich, dass wir etwa 70 Leute im Stadtwerkehaus begrüßen konnten, darunter etliche bekannte Gesichter wie z.B. zahlreiche SDNV-Leute, bereits erwähnten Torsten oder Ortwin, bei dem ich in Hannover PP&P gespielt hatte.
Mit ein wenig Werbung in eigener Sache schaffte ich es dann relativ zügig, fünf Spieler für meine "Der letzte Exodus"-Runde zu finden. Ich zog mich also mit diesen in die "Kuschelecke" (den kleinen Raum vor dem Büro) zurück und wir spielten gute 6 Stunden eine gemütliche Session, die teilweise von neugierigen Vereinsmitgliedern beobachtet wurde. Zum Inhalt des Abenteuers brauche ich wohl nichts mehr sagen (siehe diverse Wochenberichte), nach den Rückmeldungen der Spieler hat es diesen allerdings sehr viel Spaß bereitet. Zwei Spieler kauften sich darauf hin sogar eines der 30,- Euro teuren Regelwerke, welche uns die Jungs von "Disaster Machine Productions" zum Verkauf zugeschickt hatten.
Nach dem Abschluß des Abenteuers lief ich ein wenig durch das Gebäude und guckte in diverse Runden einmal kurz hinein. Später traf dann auch unser "Stargast" Christian Günther ein, der für 20.30 Uhr eine Lesung aus seinem Roman "Under the black rainbow" angesetzt hatte. Diese erwies sich als äußerst interessant, auch wenn leider nur 10 Leute daran teilnehmen konnten, da die meisten anderen in irgend welchen laufenden Runden steckten. Diejenigen haben wirklich etwas verpaßt, denn nicht umsonst konnte Christian alle seine mitgebrachten Bücher verkaufen und zudem noch einige Bestellungen entgegen nehmen.
Die Lesung war gegen 21.45 Uhr beendet und für mich stand schon die zweite Spielrunde auf dem Programm. Ich leitete ein "InSpectres"-Abenteuer, welches sich spontan aus den Stichpunkten "ConTor", "Lucky's Pizzaservice" und "Mirco, der freundliche Zombie" entwickelte. In dieser Runde saßen je zur Hälfte Externe als auch Vereinsmitglieder, die wohl alle auf ihre Kosten kamen.
Irgendwann in der Nacht verließ ich dann das Stadtwerkehaus, um zuhause ein wenig Schlaf zu bekommen.
Sonntag, der 17. Oktober 2004
Eigentlich hatte ich ja bereits sehr früh wieder im Stadtwerkehaus sein wollen, um das Ende von Walters "Landscype of Lees"-Abenteuer mitzubekommen. Zu wenig Schlaf und ein spannendes Buch sorgten aber dafür, dass ich erst gegen 9.00 Uhr dort eintraf. Die Räume hatten sich merklich geleert, da viele von außerhalb nur am Samstag dagewesen waren. Der Vorteil für mich: Ich mußte keine Runde mehr leiten, sondern konnte mich selbst irgendwo eintragen.
Meine Wahl fiel auf eine Partie "PP&P" bei Ortwin, da ich mit diesem ja in Hannover bereits sehr gute Erfahrungen gemacht hatte. Dieser freute sich auch sichtlich, dass ich wieder den ein wenig debilen blauen Stoffelefanten "Schnuffy" spielte, der durch seine... hmmm... Naivität das eine oder andere Mal für heitere Momente gut war. Da die Runde relativ kurz (aber dennoch sehr amüsant) war, schob Ortwin gleich noch ein "Paranoia"-Abenteuer hinterher. Ein etwas "anders" gestricktes System, bei dem jeder Charakter 6 Klone hat, da er bei jeder kleinsten Unachtsamkeit gleich vom Computer oder den eigenen Kameraden eliminiert wird. Irgendwie strange...
Die anderen Besucher waren an diesem Sonntag hauptsächlich mit zwei weiteren Runden, Tichu sowie einer Partie "Attack!" beschäftigt.
Gegen 17.00 Uhr war Ortwins Runde vorbei und wir machten uns an die Aufräumarbeiten. Hier muß man wohl hervorheben, dass auch die Gäste tatkräftig mit halfen, alles in einem ordentlichen Zustand zu versetzen und Tische wie auch Stühle wieder an ihren Platz zu bringen. Was abschließend noch folgte, war eine kleine Abschlußveranstaltung (moderiert von Walter und mir), bei der wir einige äußerst kostbare Preise unter das Volk brachten. Gut, größtenteils hatten wir diese Preise selbst bei irgend welchen Tombolas gewonnen und böse Zungen behaupten sogar, dass genau diese Preise seit Jahren auf jeder Convention immer wieder auftauchen... aber das sind, wie gesagt, nur böse Gerüchte. Wir verlosten die Preise nicht, sondern vergaben sie in Kategorien wie "Der beste Meister", "Spieler mit der weitesten Anreise", "Unfähigster Charakter" oder "coolster Vollbart" an unsere Gäste.
Um etwa 19.00 Uhr war dann der letzte Gast verschwunden und wir hatten die Aufräumarbeiten abgeschlossen.
Fazit
Was bleibt als Fazit aus unserer ersten eigenen Convention? Sicherlich ist festzuhalten, dass wir mit einem guten Gewinn aus der Sache herauskommen sind und sich der Aufwand dank des Engagements eines sehr großen Teils unserer Mitglieder in Grenzen hielt. Viele Sachen konnten wir glücklicherweise von anderen Conventions übernehmen, so dass wir nicht "das Rad neu erfinden" mußten. Ein wenig mulmig war uns ja im Vorfeld bei dem Gedanken an die Teilnehmerzahl geworden. Da wir durch unsere Kontakte relativ viel Werbung gemacht hatten, konnten wir absolut nicht wissen, ob jetzt 20 oder gar 220 Leute kommen würden. Notfalls hätten wir auch diese noch unterbringen können, doch die erreichten 70 stellen für das erste Mal wohl einen recht ordentlichen Schnitt dar. Aus den verteilten Feedback-Bögen können wir ersehen, dass unsere Gäste sehr zufrieden mit der Convention waren. Dies ging sogar so weit, dass einige gleich anfragten, warum wir den ConTor nicht alle 6 Monate veranstalten könnten. So etwas verstehe ich unter einer positiven Kritik.
Und sonst? Ich hoffe, dass sich der eine oder andere den ConTor als neuen Pflichttermin im Kalender vermerkt und andere sich im nächsten Jahr von den vielen positiven Stimmen ebenfalls zu einem Besuch durchringen können. Vielleicht sollte man überlegen, z.B. die Lesung am Sonntag durchzuführen, da dann viele Spieler nicht mehr in einer Runde sitzen, aber das sind Kleinigkeiten. Im großen und ganzen gilt:
ConTor 2005 - wir sind dabei. Du auch?
Sven
