Blaue Mappe:Innere Lande/Gesellschaft

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Die Angehörigen vieler verschiedener Völker leben in den Inneren Landen. Die größte Bevölkerungsgruppe stellen die Menschen, gefolgt von Kenern. Diese beiden Völker leben in allen Regionen der Provinz. Deformen findet man insbesondere im südlichen Königreich Egelbach in der Nähe des Deformen-Gebirges. In den Marmorzinnen arbeiten und leben Smills, welche die wertvollen Bausteine direkt vor Ort verarbeiten. In jeder der großen Städte findet man zahlreiche Gobimluins; insbesondere in der Inneren Provinz, wo die Bevölkerungsdichte am höchsten ist. Alben trifft man, wie es zu erwarten ist, natürlich in der Nähe des Albenwaldes. Sie verlassen allerdings nur selten ihre Wälder, daher trifft man sie eher selten an. Häufiger begegnet man den Halbalben, die einer Beziehung aus Mensch und Alb entsprungen sind.

Zwelven, Winzlinge und Feliden leben in den Inneren Lande nur eine Handvoll. Zwelven und Winzlinge findet man eigentlich nur im Süden des Landes in der Nähe des Eritrel, aber auch dort braucht man eine Menge Glück, um einen Angehörigen dieser beiden Völker zu treffen. Diese Völker waren hier nie wirklich heimisch. Sie haben nie ihre Siedlungen innerhalb der Grenzen der Inneren Lande errichtet, daher sind alle hier lebenden Zwelven und Winzlinge entweder fahrende Händler und Kaufleute oder sie wurden von ihrem Volk ausgestoßen.

Die Feliden trifft man hingegen aller höchstens einmal im Norden des Herzogtums Teschal zwischen dem Hent Woold und dem Khalasch. Affenmenschen wurden seit Jahrhunderten nicht mehr in den Inneren Landen gesichtet.

Argonoiden trifft man schon häufiger. Sie kommen aus dem fernen Cantaria als Gesandte, Botschafter oder als Händler und Handwerker. Aufgrund der langen Feindschaft zwischen Cantaria und den Inneren Lande, sowie des Krieges sind Argoniden in der Bevölkerung nicht angesehen. Ihnen schlägt vielerorts noch immer Feindschaft und Ablehnung entgegen. Einzelne Argonoiden leben gefährlich im Land, insbesondere in abgelegen, ländlichen Gebieten.

In der Hauptstadt ist die Bevölkerungsstruktur eine andere. Dort finden sich die angehörigen sämtlicher bekannten intelligenten Völkern. Sie scharen sich um das Machtzentrum des Reiches.

Die Bevölkerung besteht aus einer Vielzahl von verschiedenen Schichten, die über und zum Teil auch nebeneinander stehen. Die unterste Schicht bilden die Leibeigenen. Dies sind meistens Bauern, die sich bei ihrem Lehnsherrn verschuldet haben. Ihre Schulden zwingen die Bauern ein Leben lang für ihren Herrn zu arbeiten. Dabei wird die Schuld für gewöhnlich auf die Nachfahren weitervererbt, sodass auch diese Leibeigene des Lehnsherrn sind. Leibeigenen ist es verboten, das Land ihres Herrn zu verlassen. Des Weiteren dürfen sie nur heiraten, wenn ihr Herr es erlaubt. Sie müssen den größten Teil der Erträge an ihren Herrn abgeben, sodass ihnen nur wenig zum Leben bleibt. Deshalb leben sie meistens in einfachen Holzhäusern, die bei Wind schon einmal abgedeckt werden.

Etwas über den Leibeigenen stehen die Bettler. Dies sind Bewohner, die alles bis auf ihre Freiheit verloren haben. Da sie noch ihre Freiheit besitzen, können sie reisen, wohin sie wollen, im Gegensatz zu den Leibeigenen. Dafür geht es den Bettlern noch schlechter als den Leibeigenen: Sie haben kaum etwas zu Beißen und nur selten ein Dach über dem Kopf. Sie schlafen unter Brücken, in Hauseingängen und windschiefen Verschlägen. Sie halten sich meistens in den großen Städten in den reicheren Vierteln auf, wo die Chance am größten ist eine milde Gabe zu ergattern, falls sie nicht gerade von der Stadtwache vertrieben werden.

Über diesen Schichten stehen all die freien Lehrlinge, Mägde, Stallburschen, Knechte usw. Sie fristen meist ein karges Dasein, haben aber meistens genug zu Essen und einen trockenen, warmen Schlafplatz. Die Handwerksgesellen stehen über den Lehrlingen aber noch unter ihren Meistern. Auf der selben Stufe stehen die freien Bauern, die bei den Städtern nicht sonderlich angesehen sind, wie eigentlich alle Landbewohner. Über diesen stehen die Handwerksmeister, die meisten von diesen sind sehr angesehen, dabei gibt es aber einige Ausnahmen, wie zum Beispiel Totengräber.

Irgendwo zwischen den Gesellen und ihren Meistern stehen die Künstler. Ihre Stellung variiert von Kunst zu Kunst.

Einen so hohes Ansehen wie die Künstler und Meister genießen auch die Soldaten der imperialen Armee.

Über den Meistern stehen dann nur noch die Priester und Mönche der verschiedenen Kirchen und die Adligen.

Das Ständesystem innerhalb der Kirchen variiert auch sehr stark, so kennt die Kirche der Molinda eine Vielzahl verschiedener Ränge. Die Stellung der Kirchen untereinander ist zu kompliziert, um sie hier näher darzustellen.

An oberster Stelle der Inneren Lande stehen natürlich, wie soll es anders sein, die Adligen.

Die beiden obersten Schichten, die Adligen sowie die Kirchenleute, bilden allerhöchstens zehn Prozent der Bevölkerung. Die größte Teil der Bevölkerung ist in der untersten Schicht über 50 Prozent sind Leibeigene. Die Zahl der Bettler ist zu vernachlässigen. Etwa 40 Prozent bildet die Mittelschicht, also alle von den Lehrlingen und Knechten bis zu den Meistern und Künstlern.

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