Blaue Mappe:Innere Lande/Geographie
Aus RSCT94
Beginnen wir unsere Reise durch die Inneren Lande im Osten. Wenn man sich über das Innere Meer dem Land nähert, kann man sanfte Hügel sehen. Diese erstrecken sich die gesamte Küste entlang. Im Norden gehen die Hügel dann in ein großes Waldgebiet über. Dieser Wald wird Küstenwald genannt. Er erstreckt sich über hundert Meilen ins Landesinnere. Im Inneren des Küstenwaldes findet man die Quelle des Usal. Folgt man seinem Lauf erreicht man noch im Wald die Stadt Usalbruch. Diese Stadt ist das Zentrum des Handels im Wald. Sie dient als Umschlagplatz für die Jäger und die Holzfäller. Folgen wir dem Fluss weiter nach Westen. Nach etwa 75 km endet der Wald und der Usal mündet in die Madona. In der Ferne sieht man schon die Zinnen der Marmorberge. Wir wenden uns nach Norden entgegen dem Flusslauf. Nach wenigen Kilometern erreichen wir Walzenfurt. Den heiligen Ort der Molinda; hier hat die Junggöttin einst ein Wunder gewirkt. An diesem Ort knickt die Madona nach Westen ab. Von Norden fließt der Walz in die Madona. Der Walz ist nur ein großer, kurzer Fluss, welcher nicht schiffbar ist.
Hier im Norden ist das ebene Land nur dünn besiedelt. Nur zwei Städte befinden sich auf dieser Ebene, ansonsten leben die Menschen hier in kleinen Dörfern. Der Boden ist nicht sonderlich fruchtbar. In der Ebene wachsen fast nur Gräser. An ein paar wenigen Orten wird dem Boden etwas Getreide abgetrotzt. Ansonsten sieht man auf der Wanderung von der Quelle des Walz bis Hentrisch, einer der beiden Städte in dieser Ebene, große Viehherden. Hentrisch ist die nördlichste Stadt der Inneren Lande. Sie liegt an dem Hent und nur wenige Meilen vom Hent Woold entfernt. Im Süden von Hentrisch in fünfzig Meilen Entfernung liegen die Marmorzinnen. Die Zinnen sind nicht sonderlich hoch kaum mehr als 750 Deformen. Sie durchmessen allerdings an die hundert Meilen. Dieses Gebirge ist kaum noch so urtümlich, wie es einst war. Jetzt ist es allerdings gut erschlossen, denn hier werden die verschiedensten Marmorsorten, die für den Bau der Paläste, Villen und Herrenhäuser benötigt wird, geschlagen. Der Marmor wird auf gut ausgebauten Straßen ins Landesinnere transportiert. Die Marmorzinnen werden in östlich-westlicher von der Madona durchflossen.
Westlich der Marmorzinnen liegt der Albenwald. Dieser Wald ist so wie er schon immer war, seit Jahrhunderten hat kein Mensch seine Hand an diesen Wald gelegt. Nur Alben ist es erlaubt, den Wald zu betreten.
Zwischen dem Albenwald und den Marmorzinnen fließt die Nissel in die Madona, welche irgendwo im Albenwald der Erde entspringt. Die Nissel allerdings kommt aus dem Norden. An ihrer Quelle wurde die Stadt Nisselquell errichtet. Sie ist das Zentrum des Viehhandels der nördlichen Ebene. Im Nordwesten grenzen die Inneren Lande an den Khalasch. Ein äußerst urtümliches Gebirge mit über dreitausend Deformen Höhe.
Südlich der Marmorzinnen und des Albenwaldes liegt das Zentrum der Inneren Lande: eine große Ebene. Diese Durchmisst in Nord-Süd Richtung etwa 250 Meilen und in Ost-West Richtung über 300 Meilen und teilt sich in zwei Gebiete, die durch den Sewir voneinander getrennt sind. Der südliche Teil ist der größere, welcher im Süden von dem Deformen Gebirge und dem Trollax begrenzt. Der Trollax ist ein 150 Meilen langer Wald, der aus der Luft einer Hantel ähnelt. Dieser Wald steht auf hügeligen Untergrund, was es schwer macht ihn zu durchqueren, daher wird noch immer nur am Waldrand wirtschaftlich genutzt.
Das Deformen Gebirge ist die Heimat einiger großer Deformen Clans. Es bildet die eine natürliche Grenze zu den südlichen Provinzen des Imperiums. In diesem Gebirge entspringt der Linke Egel. Dieser fließt in die Ebene und vereint sich dort mit dem Rechten Egel zu einem großen Fluss, der nach über hundert Meilen in das Innere Meer mündet. An dieser Einmündung liegt die Hafenstadt Tradaj. Nördlich dieser Stadt liegt der Eritrel, ein Wald von fünfzig Meilen Durchmesser.
Mitten in der südlichen Ebene liegt ein See, der nach seiner Form benannt wurde: Träne. In der Umgebung dieses Sees ist der Boden absolut unfruchtbar, sodass dort kaum Bauerndörfer gibt.
Nördlich des Sewir schlägt das Herz des Reiches der Tausend Nationen. Das Land ist sehr dicht besiedelt. der Imperator hat hier seine Palastanlagen errichtet, sodass es niemand wundert, dass die größte Stadt des Imperiums hier gelegen ist. Diese Stadt ist aus den Städten Telar, Moorburg und Ladwehr hervorgegangen, welche im Laufe der Zeit zusammen gewachsen sind. Die drei genannten Städte bilden immer noch wichtige Zentren innerhalb der Stadt. In dieser Stadt stehen auch die Palastanlagen des Imperators.
Aber neben dieser großen Stadt existieren noch acht andere Städte in dieser Provinz. Die Innere Provinz ist so dicht besiedelt, dass ein großer Teil der Lebensmittel und sehr viele Rohstoffe und Verabreitungsgüter importiert werden müssen.
