Blaue Mappe:Brataya

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Brataya - Andere Städte

Brataya, die Hauptstadt Ontans

Brataya in Kurzform
Einwohner: Etwa 30.000
Gründung: Etwa 1.600 vGdR (mehrmals zerstört)
Bevölkerung: Ein buntes Völkergemisch, bei dem die Menschen jedoch die absolute Mehrheit stellen.
Wahlspruch: "Willst du Ontan kennenlernen, mußt du nach Brataya kommen."

Brataya ist in vieler Hinsicht das Zentrum Ontans. Vor über 1.600 Jahren gegründet, bildete es die Keimzelle der Besiedlung des Landes durch hellhäutige Menschen. Obwohl es in den Folgejahren immer wieder zerstört wurde, bauten seine Bewohner es doch immer wieder auf, denn sie hatten es sich ganz offensichtlich in den Kopf gesetzt, an dieser ungünstigen Stelle mitten im Dschungel eine Stadt zu errichten. Manche nennen dies Idealismus, andere wiederrum Stattsinn. Aber so sind sie nun einmal, die Bürger von Brataya. Auch heute noch ist Brataya das Verwaltungs-, Wirtschafts- und Kulturzentrum eines ganzen Landes.

Reist man nach Brataya, dann wird vom plötzlichen Auftauchen dieser Metropole nahezu überrascht. Gerade hat man noch über die lästigen Stechmücken und die schlammige Piste gelästert, da tauchen hinter einigen riesigen Bäumen auch schon die mächtigen Palisadenwälle Bratayas auf. Die gesamte Stadt macht von außen einen sehr wehrhaften Eindruck mit ihren gut vier Schritt hohen hölzernen Mauern, die aus angespitzten Pflöcken bestehen. Außerhalb dieser Mauern befindet sich ein mehrere Schritt breiter Graben, in dem Krokodile hausen und darauf warten, dass ein unvorsichtiger Reisender das Gleichgewicht verliert. Zwei gewaltige Tore aus Gußeisen bilden die offiziellen Eingänge in die Stadt. Brataya gleicht somit einer uneinnehmbaren Festung - wären da nicht die zahlreichen kleinen Türen im Palisadenwall, die über eigene kleine Brücken mit dem Vorland verbunden sind. Diese gehören meist zu Häusern, die direkt am Wall errichtet wurden und entstammen aus einer Zeit, in der ein übervorsichtiger Stadtherr bestimmte, dass jedes Haus an seiner Rückseite aus Brandschutzgründen über einen Notausgang verfügen müsse. Da der klassische Bürger Bratayas sehr neugierig ist und gerne Besuch empfängt, werden diese Türen beim Klopfen auch schnell geöffnet. Schon so manches Belagerungsheer, finstere Räuberbanden und gruselige Daimoniden sind so direkt über die 'Herzlich willkommen'-Fußmatten in die Stadt eingedrungen und haben dort großen Schaden angerichtet.

Brataya ist vor allem eines: Eine laute Stadt. Betritt man die engen und verwinkelten Gassen, dann mag man schnell den Eindruck eines Tollhauses bekommen. Das Geschrei sich unterhaltender Menschen ist unüberhörbar und wird oftmals nur vom aufdringlichen Werben der fliegenden Händler übertönt, die dem Reisenden Teppiche, billige Sonnenuhren oder die älteste Tochter andrehen wollen. An dieser Stelle eine Warnung: Lassen sie besser die Finger von 'Onkel Sams Drachengurgler'. Dieser angeblich bekömmliche Schnaps ist auch im Magen noch leicht entflammbar und wurde somit schon so manchem Raucher zum Verhängnis.

Lenken wir unsere Schritte zwischen den zahlreichen Marktständen auf die große Städtebund-Magistrale, die entgegen ihres Namens eine eher schmale Gasse ist, an der sich aber die meisten, von den Ratsmitgliedern des Bundes gerne frequentierten Tavernen befinden. Im Zentrum der Stadt stoßen wir dann auf den großen zentralen Platz, an dem der Ratspalast ebenso liegt wie die hölzerne Residenz des Ugruzz Grünfell, des Gesandten der Dschungelorks. Gleich daneben befindet sich eine weitere Attraktion Bratayas, nämlich der Wunschbrunnen. Eine alte Legende besagt, dass jedem, der eine Münze hineinwerfe, sein dringlichster Wunsch erfüllt werde. Diese Legende wurde vor einigen Jahren vom alten Fido Ungemach in die Welt gesetzt, der sich seinen Lebensunterhalt damit verdient, nachts nach eben diesen Münzen zu tauchen.

Nicht weit enfernt finden wir auf einem kleinen Platz die Statue des heldenmutigen Waldfred Hutzelblatt, dessen tapferes Opfer einst die Stadt rettete. Seine letzten Worte sind auf einer kleinen Messingplatte am Fuße der Statue eingraviert. Sie lauten: "Ahhh - das könnt ihr doch nicht machen?!" Einen guten Blick auf diese Attraktion hat man übrigens vom Café Waldfred. Dieses weiß durch seine schmackhaften Speisen zu überzeugen, allerdings sollte man etwas mehr Geld dabei haben, da Extraleistungen wie ein Tisch, Besteck oder ein vollständig bekleideter Kellner einen satten Aufschlag kosten.

Kaum haben wir unsere Mahlzeit verzehrt, weht uns auch schon ein eher unangenehmer Duft in die Nase. Dieser dringt direkt vom benachbarten Viertel herüber, in dem sich zahlreiche Manufakturen niedergelassen haben, die u.a. das Leder von Dschungeltieren verarbeiten. Nicht weit entfernt liegen auch die Eingänge zu einigen Minen, in denen Eisenerze abgebaut werden sowie der kleine Flusshafen.

Unser Rundgang endet in einem eher düsteren Viertel der Stadt. In den Zeiten des großen Krieges wurde hier durch eine Unachtsamkeit ein Feuer ausgelöst, welches ganze Häuserzüge in Schutt und Asche legte. Noch heute sind viele der Gebäude unbewohnbar. Hier befindet sich auch das Hauptquartier der Stadtgarde, die von Hauptmann Tillman Querkopf geführt wird. Er und seine Männer freuen sich immer über Besucher, die Schmalzgebäck mitbringen und verraten im Gegenzug dafür schon einmal, welche Route die nächtliche Patroullie gehen wird.

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