Blaue Mappe:5. Zeitalter
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Das fünfte Zeitalter - Die Jahre der Erleuchtung
Die Jahre 2038 bis 1964 vGdR - Die Zeit nach der Rückkehr des Cants
Zum Neujahrsfest 2038 kehrt der Cant nach Manbar zurück. Dort verkündet die neuen Richtlinien seiner Politik, welche er in langen Gesprächen mit dem Götterboten entwickelt hat. Gleichzeitig ruft er ein neues Zeitalter aus, in welchem verstärkt auf die Einhaltung religiöser Grundsätze geachtet werden solle. Der Glaube an den Götterboten tritt verstärkt in den Vordergrund, während die Junggötter eine untergeordnete Rolle einnehmen. Im Ered Argonidia entdecken Wanderer im Jahre 2021 eine gewaltige Säule, auf deren Spitze ein silbernes Auge ruht und in Richtung Cantarias blickt. Dieses Bauwerk, Caur Manron genannt, wird allgemein dem Götterboten zugeschrieben und hat nach verbreiteter Meinung den Zweck, das Wirken der Bewohner Cantarias zu überwachen. Der Cant selbst äußert sich nicht zu dieser Angelegenheit.
Außenpolitisch kommt es zu einer zunehmenden Abwendung von Christopherus Baehreens und einer Unterstützung der Menschen der Inneren Lande mit Nahrungsmitteln und Waffenlieferungen. Die Magier des Landes errichten an den Grenzen des Reiches magische Barrieren, die für Dämonen nicht zu durchdringen sind. Vereinzelte Kämpfer ziehen in den Krieg gegen Christopherus Baehreens, dabei handelt es sich jedoch nicht um staatlich organisierte Heerzüge.
Die Jahre 1963 bis 1910 vGdR - Bau des großen Tempels
Im Jahre 1963 wird in einer bis dahin unbedeutenden Stadt namens Velinor der Grundstein für den Haupttempel des Glaubens an den Götterboten gelegt. Diese Stätte erreicht bis dahin unvorstellbare Ausmaße und kann nur mit Hilfe von Arkanen errichtet werden. Ein großer Teil des Baumaterials wird durch reiche Händler finanziert, allerdings soll es 53 Jahre dauern, bis der neue Tempel eingeweiht werden kann.
Die Jahre 1909 bis 1687 vGdR - Die Staatskirche gewinnt zunehmend an Einfluß
Die Macht der Kirche erreicht einen neuen Höhepunkt, als der Cant mit der Fertigstellung des Haupttempels in Velinor beschließt, die Machtpositionen des Reiches an hohe Würdenträger der Kirche zu vergeben. Die politische Ordnung wird so umgestaltet, dass das Reich in zwanzig sogenannte Kirchenschaften aufgeteilt wird, an deren Spitze jeweils der höchste Geweihte einer Region steht. Im Zuge dieser Umstrukturierungsmaßnahmen verlegt der Cant im Jahre 1885 seinen Amtssitz nach Velinor, wo er selbst den Posten des höchsten Geweihten bekleidet. Alle anderen Geweihten sind ihm unterstellt, der große Rat in Manbar hat nur noch eine beratende Funktion.
Die Jahre 1686 bis 1680 vGdR - Der zweite Orkkrieg
Als im Jahre 1686 die Kirche beschließt, keine Orks als Würdenträger zuzulassen und diese somit von aller geistlicher und weltlicher Macht ausgeschlossen werden, kommen Unruhen unter den Orks auf. Zuerst können diese mit starker Militärpräsenz und harten Präventivaktionen noch verhindert werden, doch als im selben Jahre noch der orkische Geweihte der Kirchenschaft Forochel abgesetzt und gegen einen Argonoiden ausgetauscht wird, kommt es zu ersten ernstzunehmenden Ausschreitungen unter den Orks. Die zivilisierten Orkstämme vom Rande des Forochels erhalten dabei tatkräftige Unterstützung von ihren wilden Artgenossen aus den Tiefen des Waldes, welche an die Blutsverwandschaft appellieren.
Ein großer Teil der ehemals treuen Reichsbürger läßt sich schließlich dazu bewegen, ihre Pflichten als Staatsbürger zu vergessen und sich auf die Seite der marodierenden Orkstämme zu stellen, die nun in breiter Front aus dem Forochel hervorstürmen.
Zuerst werden sie nicht als Bedrohung für die starken Reichstruppen angesehen, doch im Jahre 1683 gelingt ihnen überraschend die Einnahme der Stadt Konia, welche sie bis zum Ende des Krieges halten können. Der Krieg endet im Jahre 1680, als die ein Teil der orkischen Truppen nach Zugeständnissen des Cants die Waffen streckt und die Reste wieder in den Forochel zurückgedrängt werden können. Die Orks bekommen die ihnen während des Krieges entzogenen Rechte zurück, auch wenn zu fortan nur noch Bürger zweiter Klasse sind. Der Forochel wird zu einer Vizekirchenschaft ernannt, welche formell von Manbar aus regiert wird, in der Praxis aber über innere Autonomie verfügt.
Die Jahre 1679 bis 1532 vGdR - Die Kirchenspaltung
Die Ereignisse des zweiten Orkkrieges führen zu einem Zerwürfnis über die Auslegung der Religion. Zahlreiche Geistliche sind der Meinung, dass man den Orks die Bürgerrechte für immer entziehen solle und finden dabei auch Rückhalt in der Bevölkerung. Allerdings ist hier anzumerken, dass solche Tendenzen eher in den Gebieten zu erkennen sind, in denen keine oder nur sehr wenige Orks leben und deren Bewohner deshalb auch kaum Kontakt zu den Schwarzpelzen haben.
Im Laufe der Jahre entwickelt sich vor allem in den östlichen und südlichen Gebieten des Reiches eine neue Spielart des Glaubens an den Götterboten, welcher deutlicher die Besonderheit der Argonoiden als dessen Kinder betont und sie gegenüber den anderen Rassen hervorhebt. Erstaunlich viele Menschen schließen sich diesem Glauben an und versuchen durch ihr Tun und Handeln sich den Argonoiden so weit wie möglich anzupassen. Der Cant hält sich in dieser Frage weitestgehend zurück, doch allgemein ist bekannt, dass er der Spaltung der Kirche skeptisch gegenübersteht.
Die Jahre 1531 bis 1303 vGdR - Die Teilung Cantarias
Im Jahre 1531 spaltet die Glaubensfrage sogar die ganze Nation. In Velinor beschließt der Cant, einem möglichen Bürgerkrieg entgegenzubeugen, und verkündet die Teilung Cantarias in zwei voneinander unabhängige Teile, die jedoch eine gemeinsame Außenpolitik betreiben und wirtschaftlich eng miteinander verflochten bleiben sollen. In den kurz darauf stattfindenden Volksabstimmungen stimmt die Bevölkerung über die zukünftige Zugehörigkeit ihrer Heimatorte ab. Hierbei kommt es zu verwirrenden Ergebnissen, die eine Grenzziehung nicht einfach machen: Alle Länder nordwestlich des Golothwaith inklusive der großen Städte Velinor, Manbar, Ust-Beklerien, Konia und Harad Grim bilden West-Cantaria, während der gesamte Norden, Hylonien, die Insel Hajimon und die Umgebung von Frost zu Ost-Cantaria gehören. Frost wird zur Hauptstadt Ost-Cantarias ernannt.
Wieder finden Wahlen statt, in welchen die Bürger nun über ihre Regierungen entscheiden. In beiden Teilen wird der Cant in seinem Amt als Staatsoberhaupt bestätigt, er residiert weiterhin in Velinor. Die beiden Teile Cantarias existieren in friedlicher Koexistenz. Auch wenn die beiden Parlamente in Velinor und Frost nicht immer einer Meinung sind, kommt es doch nie zu echten Konflikten.
Die Jahre 1302 bis 1290 vGdR - Die Wiedervereinigung
Zahlreiche Jahre sind vergangen. Durch die kluge Führung des Cants haben sich die beiden Teile Cantarias nicht voneinander entfernt, wie es viele vorausgesagt hatten. In der Glaubensfrage ist es mittlerweile zu einer Annäherung gekommen. Anfang 1402 treffen sich auf einer Flußinsel im Golothwaith Abgesandte beider Staaten, um über eine Wiedervereinigung zu verhandeln. Zunächst läuft alles glatt, bis die Frage der Hauptstadt geklärt werden soll. Die beiden Parteien können sich nicht darüber einigen, ob die zukünftige Hauptstadt nun Velinor oder Frost sein soll. So kommt es schließlich zu einer ungewöhnlichen Regelung. Man beschließt, dass jede Seite neunzehn Kämpfer sammeln solle, welche dann in einem Kampf aufs erste Blut den Sieger ermitteln sollen, welcher dann die neue Hauptstadt bestimmen dürfe.
Ein Jahr soll es dauern, bis die geeigneten Kämpfer ausgesucht werden, doch schließlich kommt es auf derselben Flußinsel zum alles entscheidenden Kampf. Diesen können schließlich die Kämpfer West-Cantarias für sich entscheiden und Velinor wird somit zur Hauptstadt bestimmt. Der darauffolgende Prozeß der Wiedervereinigung dauert zwar noch zwölf Jahre, doch Mitte 1290 wird mit einer landesweiten Feierlichkeit das vereinigte Cantaria wiederhergestellt.
Die Jahre 1289 bis 1080 vGdR - Der große Aufschwung
Diese Zeit ist geprägt von einem rasanten technischem Aufschwung. Durch den Niedergang Chr´Terrs haben sich die alten Handelswege nach Osten wieder geöffnet, so dass der Warenaustausch mit anderen Ländern floriert. Besonders die Lieferungen des besonders harten Metalls Oremo aus Jenterian führen zu einer Verbesserung der Waffentechnik.
Die magischen Barrieren an den Grenzen des Reiches, die für Jahrhunderte Dämonen und böse Wesen aus Cantaria ferngehalten haben, werden nicht mehr erneuert. So beginnen sie langsam zu bröckeln und verfallen bald ganz. Zu dieser Zeit werden auch immer mehr Stimmen laut, die der Meinung sind, dass Cantaria sich nun über die Blutberge ausdehnen müsse, um seine wirtschaftliche Macht auch in Zukunft zu erhalten. Besonders die langsam erschöpften bekannten Rohstoffvorkommen der alten Abbaugebiete sprechen eine deutliche Sprache.
Die Jahre 1079 bis 1060 vGdR - Auf der Suche
Cantarianische Expeditionen dringen auf der Suche nach Rohstoffvorkommen weit in das Ered Argonidia vor. Viele abenteuerlustige Gesellen erhoffen sich große Gewinne und brechen überhastet und mit mangelnder Ausrüstung in das Gebirge vor. Kaum einer von diesen Abenteurern wird nachher wieder gesehen. Erst gründlich geplante Expeditionen können das Gebiet erforschen und auch nachher davon berichten. Von Begegnungen mit wilden Affenmenschen ist die Rede, von mächtigen Drachen und unglaublichen magischen Strömungen. Diese Berichte sind zwar faszinierend, doch außer Geschichten können die Reisenden nichts von ihren Expeditionen mitbringen.
Da eine Ausdehnung des Reiches in die anderen Himmelsrichtungen entweder an den unwegsamen Geländen oder sich widersetzenden Völkern scheitert, gibt es nur noch eine Richtung, in die Cantaria sich ausdehnen kann - nach Osten.
