4. Quartal 2004

Aus RSCT94

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Inhaltsverzeichnis

2. Oktober 2004

Alveranskommando


Man nehme ein paar aventurische Helden, schicke diese mitten in die Schwarzen Lande und hoffe, dass sie trotz größter Gefahren heil wieder nach hause kommen. So oder so ähnlich lautet sicherlich die Definition für ein sogenanntes „Alveranskommando“, allerdings ist dies auch der Titel für das nunmehr dritte Abenteuer aus dem Sammelband „Kreise der Verdammnis“. Eben dieses leitete ich an diesem Tag für die angestammte Gruppe an wackeren Helden, namentlich Markus, Sophia, Walter, Mirko, Mirco und Carsten.

Doch bevor ich näher auf das Geschehene eingehe, sei dem Leser noch versichert, dass neben den bereits Genannten das Stadtwerkehaus wieder einmal rappelvoll war. Wenn ich mich recht entsinne, fanden parallel noch zwei weitere Rollenspielrunden statt, über die ich jedoch nichts näheres sagen kann. Möge man es mir verzeihen.

Doch kommen wir zurück zum „Alveranskommando“. Dies begann für unsere Helden in Perainefurten, wo sie den Auftrag erhielten, die Saljethstele zu bergen und nach Vallusa zu bringen. Saljethstele? Nun, die Helden fanden relativ schnell heraus, dass dieses eine Säule ist, auf welcher der erste Freundschaftsvertrag zwischen Elfen und Zwergen eingemeißelt wurde. Das Problem an der Sache: Besagte Säule befindet sich in Schatodor, der ehemaligen Hauptstadt des untergegangenen Zwergenreiches Lorgolosch. Somit stand unserer Gruppe wieder einmal eine Tour in die Schwarzen Lande bevor, genauer gesagt in das südliche Xeraanien.

Todesmutig machten sich die Helden also auf und fast wäre ihnen dieser Mut auch zum Verhängnis geworden. Gleich bei ihrer ersten Begegnung mit einigen übel gelaunten Grimmwölfen erwischte es Mirkos Skalden recht übel, so dass ein Biss mehr ihn vermutlich nach Alveran befördert hätte. Der Titel des Abenteuers war also nicht falsch gewählt...

Auf der weiteren Reise begegnete man u.a. noch zwei „Schwertern Borbarads“, einem geistig leicht umnachteten Mann (Der den Helden einen leckeren Snack aus Menschenfleisch anbot...) und einem chronisch erfolglosen Händler von kleinen Liscom-von-Fasar-Figürchen. Doch wirklich anstrengend sollte die Tour dann erst wieder in Schatodor selbst werden, als man mitten in einen Kampf zwischen zwergischen Widerstandkämpfern und einigen Paktierern (samt den dazugehörigen Dämonen) wurde. In letzter Sekunde und dank des schnell gewirkten Zaubers von Carstens Magier (Anm. von Carsten: Magier?! Ftahif ist ein Gelehrter. Das muss ein Wunder gewesen sein!) konnte die Gruppe sich in ein gesichertes Versteck zurückziehen.

Dort, tief unter der Erde, traf man auf Omgrasch, den König der Brilliantzwerge, welcher mit einer immer kleiner werdenden Schar Getreuer die längst verlorene Heimat bis zuletzt verteidigen wollte. Dieser willigte ein, die Saljethstele nach Vallusa zu bringen. Aus dem Versteck ging es mit einem Fischkutter hinaus auf die Blutige See. Der Kutter sank zwar während eines Sturmes durch das Wirken eines Tridekapus, allerdings konnten die Helden ihre Mission dank eines Rondrawunders in Form des Geisterschiffes „Reichsforst“ doch noch erfüllen. Heil war man also in Vallusa angekommen und konnte dort als Belohnung die verdienten Abenteuerpunkte in Empfang nehmen...

Das Abenteuer endete an dieser Stelle und da es bereits kurz vor 20 Uhr war, endete für einige von uns auch der rollenspielerische Teil dieses Tages. Für Walter, Sophia und meine Wenigkeit ging es danach zu Nadin, um – und das glaubt mir jetzt sicherlich niemand – uns die lange versprochenen Rhönrad-Videos anzugucken. Mir ist diese Sportart ja nach wie vor ein wenig suspekt, überraschender war allerdings eine andere Erkenntnis: Der „kleine“ Daniel (aus dem Verein) und der „Schauspieler“ (Gelächter) Daniel Baldwin müssen irgendwie verwandt sein. Warum? Guckt euch einfach mal „Dead on Target“ an, dann wißt ihr es...

Am Sonntag abend gab es dann noch einen kleinen rollenspielerischen Nachschlag, denn Mirko leitete für Olaf, Walter, Mona, Chrissy, Mirco und mich die Fortsetzung seiner Drachenkampagne aus dem Band „Drachenodem“. Hierbei mußten wir für einige Druiden einige eigentümliche Sachen besorgen, darunter Feuer- sowie Efferdsmoos, Gewölle eines Sturmfalken und die Feder eines Hippgriffes. Bevor wir letzteres in Angriff nehmen konnten, setzte Mirko jedoch den Cut und ließen den Abend mit einer Tichu-Runde ausklingen.

Sven


9. Oktober 2004

Einmal Aventurien und zurück


Es war mal wieder ein Samstag. Ein Rollenspieltag, sollte man eigentlich meinen. Aber jeder, der so ab halb drei im Uetersener Stadtwerkehaus aufschlug, musste denken, dass ein inoffizielles Tichu-Turnier stattfand. Da es noch eine Besprechung wegen des ConTor geben sollte, war niemand bereit etwas zu meistern, so dass alle Anwesenden erst einmal auf Tichu auswichen. Die darauf folgende Besprechung verlief recht schnell, so dass Mirko sich noch bereit erklärte, für eine kurze Zeit seine Drachenrunde fortzusetzen. Kai hat, soweit ich weiß, eine weitere Runde „All flesh must be eaten“ geleitet.

Im ersten Teil der Drachenrunde bestand die Gruppe aus einem thorwalschen Spitzel (Mischa), einem Elf (Nils), einen Bogenbauer (Mirco), einer Diebin (Lili) und einer Wundärztin (meine Wenigkeit). Nachdem es uns schon beim letzten Mal gelungen ist, einige Gegenstände für die Druiden zu finden, machten wir uns auf den Weg eine Schwanzfeder eines Hippogriffs zu organisieren, um zu den Druiden zurück zu kehren. Einige Strapazen später hatten wir auch dies geschafft und konnten die Berge wieder verlassen. Da die Berge nicht so ganz das Gelände für den Spitzel waren, wäre der fast noch viel schneller unten gewesen, als er es sich gewünscht hätte, aber mit ein bisschen Glück konnte er sich gerade eben noch so halten.

Ungefähr an dieser Stelle machten wir erst einmal einen Cut, da Mirko und ich uns auf den Weg ins Bowy machten. Dort trafen wir uns mit Niki und Sven, die sich vorher beim Griechen den Magen vollgeschlagen hatten. Im Bowy guckten wir uns das Fußballspiel zwischen dem Iran und Deutschland (0:2) an, danach folgte noch eine Partie Billard zwischen Niki und Mirko, welche von Sven wunderbar kommentiert wurde.

Als wir dann zurück im Stadtwerkehaus waren, führten wir unsere Runde fort. Allerdings diesmal mit einer etwas veränderten Besetzung. Mischa ging in eine andere Runde, dafür kamen Daniels Bogenschütze und Svens ...ähm ja....sagen wir mal „von Beruf Sohn“.

Wieder bei den Druiden erfuhren wir, dass sie noch einen Gegenstand benötigen, der mit dem gesuchten Drachen in Verbindung steht, ansonsten könnten sie uns nicht weiterhelfen. So trafen wir eine Vereinbarung mit einem Geoden, ihm einen kleinen weißen Berghund zu besorgen und er uns dafür seinen Seelenring für die Druiden zur Verfügung stellt. So reisten wir also nach Gareth um den gewünschten Hund so besorgen. Einige von uns hatten schon die Idee einen (wesentlich häufigeren) Schwarzen Olporter zu nehmen und ihn dann einfach weiß zu färben. Dieser Vorschlag ist aber auf das Entschiedenste abgelehnt worden. Es dauerte nicht sehr lange bis wir einen Züchter gefunden haben, der auch gerade einen 8 Wochen alten weißen Berghund hatte, den wir gleich mitnehmen konnten. Auf dem Rückweg zu den Druiden waren wir nicht ganz so schnell, da Tassilo (Sven) neben dem Hund, noch ein Schaf als Geschenk für die Wundärztin gekauft hatte.

Die Druiden fanden nach einiger Zeit heraus, dass unser gesuchter Lindwurm vor einer halben Ewigkeit von Geron erschlagen wurde und das sich der Hort in Arrivorer Rondratempel befindet. Mit einigen Umwegen über Punin und Grangor (um uns Schriftstücke ausstellen zu lassen) machten wir uns auf den Weg nach Arrivor. Bei einen Besuch in Tassilos Heimat erfuhren wir noch, dass er wirklich adliger Abstammung ist (wir wollten es ja nicht wirklich glauben). Im Rondratempel erhielten wir einen der 5 gesuchten Seelenringe und erfuhren, dass sich ein weiterer bei Gerons (unbekannter) Grabstelle befinden soll und der andere in Vinsalt im Kronschatz der Horaskaiserin.

Als wir dies erfuhren, waren sich Sefira und Navarion (Nils) einig, dass es doch irgendeine Krankheit sein muss, welche die Menschen dazu bringt, Gegenstände die zusammengehören immer zu trennen und über ganz Aventurien zu verstreuen. Bei Nachforschungen stellte sich heraus, dass noch eine sehr alte Statue von Geron erhalten ist, bei der wir vermuteten, dass diese mit der Grabstelle gemeint sein könnte. Talian (Mirco) suchte die Statur erst einmal nach verborgenen Öffnungen (komischerweise führte das bei dem einen oder anderen zu einem kurzen Lachanfall), konnte aber nichts finden. Später fand Navarion dann aber doch noch den Seelenring an der Statue.

Mit schon fast der Hälfte der Seelenringe machten wir uns dann auf den Weg nach Vinsalt, wo wir den dritten Seelenring nach einiger Zeit auch erhielten. Leider mussten wir noch ein Schriftstück unterschreiben, welches besagt, dass wir den Ring innerhalb eines halben Jahres zurück bringen oder ersetzen müssen. Und da wir denken, dass die Seelenringe verschwinden, wenn es uns gelingt die Seelen der Geoden zu befreien, mussten wir doch ganz schön schlucken.

An dieser Stelle setzen wir dann für heute einen Cut. Mirco, Mirko, Sven und Niki spielten noch bis drei Uhr nachts zwei weitere Runden Tichu und somit endete auch mal wieder ein Tag im Stadtwerkerhaus.

Was nun genau in den anderen Räumen gespielt wurde und wer alles daran teil nahm, kann ich leider nicht sagen. Ich hoffe es wird mir verziehen.

Mona

16. und17. Oktober 2004

ConTor


Einen Rückblick auf unsere Convention findest du auf Con-Tor.de


23. Oktober 2004

Mächtige Drachen & Käsetoast


Eine Woche nach dem ConTor bot sich an diesem Samstag im Stadtwerkehaus einmal mehr ein altvertrautes Bild. Anstelle der Horden von auswärtigen Gästen waren an diesem Tag nur drei Personen anwesend, die man nicht zu den altvertrauten Gesichtern zählen konnte. Dies waren zum einen zwei 11jährige Jungs, die einmal ein wenig hereinschnuppern wollten und zum anderen ein etwas beleibterer dunkelhariger Typ mit Bart und Brille. Ja, ihr vermutet richtig: Es war Gölli. Diesmal in seiner geheimen Quitschy-Identität. Warum er sich mal so, mal so nennt, ist mir bis heute ein Rätsel.

Einen weiteren „Gast“ konnten wir außerdem begrüßen, nämlich meinen Sandwich-Toaster. Vom ConTor hatten wir nämlich noch etwa 30 Packungen Käse und zwei große Salamis übrig. Was lag da näher, als bei Penny den dazu passenden Toast zu kaufen, so dass die Anwesenden ihren Hunger stillen konnten? Rollenspieler haben bekanntlich immer Hunger.

Aber neben dem leiblichen Wohl sollten an diesem Tag auch spielerische Triebe befriedigt werden. Quitschy leitete eine Shadowrun-Runde, während Mirko die „üblichen Verdächtigen“ (d.h. Markus, Mirco, Daniel, Mona, Lili und mich) zur Fortsetzung seiner Drachenkampagne zusammen trommelte. Diese sollte es auch wirklich in sich haben. Unsere Helden nahmen als Gesandte für das Horasreich an der jährlichen Delegation zum Drachen Shafir teil, in dessen Hort sich ein weiterer Seelenring befinden sollte. Gleichzeitig sollten wir diesen überreden, ein mächtiges Artefakt zum Wohle des Reiches wieder herauszurücken. Nun, einmal so ausgedrückt: Er war nicht begeistert davon und wir machten und fast ins Hemd. Letzten Endes wurden wir zwar nicht schön kross geröstet, bekamen dafür aber einen beinharten Auftrag verpasst. Der letzte noch fehlende Seelenring sollte sich im Besitz Apeps befinden, einem mächtigen Drachen, der in den Drachensteinen lebt. Dessen mit ihm verfeindeter Sohn Lessankan war zudem im Besitz des sogenannten „Hexeneis“, welches wir für Shafir aus eben diesem moppsen und zu ihm bringen sollten.

Na, wenn es weiter nichts ist....

Wir reisten also nach Perainefurten, wo es für die Gruppe u.a. ein kleines Crossover zu meiner „Schwarze-Lande“-Kampagne gab. Die beiden Heldengruppen standen sich für einen Moment gegenüber und dachten sich ganz offensichtlich beide: „Was ist denn das für ein bunt zusammengewürfelter Haufen?“ In Perainefurten wurde man auch Zeuge eines vermeintlichen Angriffs eines Perldrachen, der allerdings eher auf der Flucht war. Wir folgten dem mysteriösen Dracodan zur „Absturzstelle“, bargen einen Gegenstand, den wir Apep bringen sollten. Dracodan wurde übrigens in diesem Moment von den dunklen Horden entführt.

Als wir an dieser Stelle angekommen waren, war es bereits gegen Mitternacht. Da inzwischen auch Nicolas und Julia aufgetaucht waren, beschlossen einige von uns, noch einmal kurz im Bowy zu einer gemütlichen Runde vorbeizuschauen. Dort wurden die letzten von uns zu später Nachtstunde quasi „mit dem Besen“ herausgekehrt.

Sven


31. Oktober 2004

Gunther allein zu Haus


Wieder einmal hatte sich an diesem Samstag eine bunte Schar von rollenspielhungrigen Leuten im Stadtwerkehaus versammelt. Ein Teil davon, namentlich Markus, Sophia, Walter, Mirko, Mirco und Carsten war meinem Aufruf an ein paar wackere Helden gefolgt, um das abschließende Abenteuer aus der Sammlung „Kreise der Verdammnis“ zu spielen. Dieses trug den Titel „Operation Perlbeisser“ und war, wie der Titel vielleicht schon andeutet, ein militärisches Szenario, bei dem es sehr auf taktisches Vorgehen der Helden ankam. Wie diese das dann umsetzten, davon will ich euch nunmehr berichten.

Die Helden bekamen in Vallusa den Auftrag, ein Sperrfloß auf der Misa unschädlich zu machen, um den Schiffen der Verbündeten eine freie Passage über den Fluß zu erlauben. Hierfür bekamen sie drei Tage Zeit. Nachdem sie sich ausgerüstet hatten, führte P-p-paavo Pantin die Gruppe durch die Misasümpfe in Richtung des Sperrfloßes. Leider fand er sich dabei nicht so gut zurecht wie gedacht und die Gruppe verlor wertvolle Zeit. Unterwegs traf man auf einen versteckten Vorposten, bestehend aus zwei kampferprobten maraskanischen Söldnern, einem sturzbesoffenen Hänfling und einem fetten Typ ohne Hose, der sich gerade über eine Gefangene hermachen wollte. Ob ihr es glaubt oder nicht: Diese Gruppe setzte den Helden ganz schön hart zu, insbesondere die beiden Maraskaner waren ernstzunehmende Gegner. Aus Pietätsgründen verschweige ich jetzt einmal, dass Carstens... äh... Gelehrter Ftahif mit dem betrunkenen Hänfling so arge Probleme hatte und dieser ihn fast erledigt hätte.

Ups, jetzt habe ich es ja doch erzählt.

Einige Zeit später am Sperrfloß angekommen legten die Helden sich erst einmal auf die Lauer und sondierten die Lage. Nicht weniger als 50 Söldner waren dort stationiert, etliche davon aber durch eine Feier im Lager abgelenkt. Es galt also nur, die restlichen Wachen auf den Flößen selbst nebst den Geschützen unschädlich zu machen und diese irgendwie zu beseitigen.

Hierfür überlegten sich die Helden einen Plan: Man hatte herausgefunden, dass in einer massiven Hütte große Vorräte an Kugeln mit Hylailer Feuer aufbewahrt wurden. Die Wachposten dort bekamen mit Rizinusöl versetzten Fusel verabreicht, so dass sie schon bald das dringende Bedürfnis bekamen, sich an einem stillen Örtchen zu erleichtern. Mit einer vorher erbeuteten Uniform wurde eine Wachablösung simuliert und schon hatte man Zugang zu der Hütte.

Und was machen Helden, wenn sie Zukunft zu Hylailer Feuer haben? Richtig: Sie richten ein G.a.D. an – das „Größte anzunehmende Desaster“. Die Helden schnappten sich also jeder einige der Tonkugeln und sprengten dann die Hütte mit den restlichen Kugeln in die Luft.


Kaboooooooooooooooooooooom!!!


So oder so ähnlich muss es sich angehört haben, als die Hütte in die Luft flog (im wahrsten Sinne des Wortes) und alles im Umkreis von einigen Dutzend Schritt nur noch eine einzige Flammenhölle war. Einer der Helden kam auch noch auf die Idee, eine weitere Kugel mitten in das Lager der Feiernden zu werfen, die inzwischen nicht mehr so ganz in Feierlaune waren. Leider warf er dabei zu kurz und schleuderte die Kugel auf ein Zeltdacht. Diese bouncte zurück... glücklicherweise nicht in die Richtung, in der unser armer Held stand. Sophias Heldin ging zudem etwas ungeschickt mit den Tonkugeln um und steckte sich selbst in Brand, während Mircos Charakter beim Versuch, eine der dünnwandigen Kugeln mit einem der Geschütze zu verschießen, ebenso ein wenig Feuer fing. Irgendwie entkam die Gruppe dann reichlich ramponiert aus diesem ganzen Chaos und wurde von einem der anrückenden Schiffe mitgenommen.

Was folgte, war dann noch eine kurze Fahrt nach Usnadamm und dann eine mehr oder weniger pathetische Einstimmung auf die Schlacht. Diese führte zu einigen Geländegewinnen der Verbündeten, war aber nicht mehr Aufgabe der Helden. Insgesamt läßt sich wohl sagen, dass die gesamte Kampagne allen Beteiligten sehr viel Spaß gemacht hat.

Es war nunmehr gegen 21.00 Uhr und wir überlegten, was wir noch unternehmen könnten. Walter packte sein neues Kartenspiel „Pornstar“ (oder so ähnlich...) aus und spielte mit Mirko, Mona und Sophia einige Runden. Hierbei ging es darum, durch cleveres Ausspielen von Darstellern, Utensilien, Ereignissen und Preisen einen Pornofilm abzudrehen und dabei möglichst viele Punkte zu sammeln. Besonders witzig dabei waren die Kommentare der Mitspieler. Im Gedächtnis geblieben ist mir dabei besonders Monas erster Film. Sie hatte zwar nur einen einzigen Darsteller (einen eher unappetitlichen Protagonisten namens Gunther) und eine Gurke zur Verfügung, konnte diesen Film allerdings mit einer Promotiontour pushen, so dass dieser auch gleich einen wichtigen Award gewann. Sie gab diesem Machwerk auch gleich den passenden Titel „Gunther allein zu Haus“.

Und der Rest? Nun, Mirco hatte sich kurzentschlossen angeboten, das Abenteuer „Erben des Zorns“ anzufangen. Dies begann in einem Rasthaus in Almada, wo einige Novadis grundlos anfingen, die Gäste zu attackieren. Mit eben diesen Novadis lieferten wir uns ein recht langes Gemetzel. Erwähnenswert dabei vor allem mein Krieger mit seiner Boronsichel, der es mit einem angesagten und glücklichen Hammerschlag schaffte, einen Gegner mit sage und schreibe 79 Trefferpunkten im wahrsten Sinne des Wortes zu zerschnetzeln. Nach dem Kampf machten wir uns noch nach Punin auf, um der Sache näher auf den Grund zu gehen.

Irgendwann in der Nacht beendeten wir dann auch diese Session und machten uns auf den Heimweg.

Sven


13. November 2004

Piraten, U-Bahnen & Magier


An diesem schönen Tag im November des Jahres 2004 fanden sich reichlich Rollenspieler im Stadtwerkehaus ein. Neben diesen trafen dort auch einige Lokalpolitiker ein, um eine Sitzung des Jugendbeirates der Stadt Uetersen zu verfolgen. Leider aber kam der Beirat nicht. Aber wir wurden ungefähr 16 Rollenspieler an diesem Tag.

So bildeten sich nach einiger Zeit mehrere Runden. Ich kann hier nur von der Piraten-Kampagne unter der Leitung von Mirko berichten. Die aktive Besatzung bestand heute aus Arn, unserem irren Kapitän (gespielt von Sven), der Elfe Norin unter der Leitung von Mona, dem Magier Rurich (Mirco) und natürlich Ichaabob, dem fetten Kaufmann von mir. In der Geisterspinne, unserer Dämonenarche, mit der wir im Augenblick unterwegs sind, entdeckten wir noch in den entlegenen Gefangenzellen eine kleine Diebin namens Synn, welche, gespielt von Lilly, eine gute Ergänzung für unsere Gruppe ist. Was erlebten wir also an Bord des Dämons:

... Arn wurde immer verrückter und es zeigte sich schon bald, dass wir ihn irgendwie von Bord des Schiffes bringen müssen, damit er nicht vollkommen dem niederhöllischen Wahnsinn verfällt.

... der Mahlstrom von Neersand ist irgendein Unheiligtum, da dort die Arche tauchen ging, während sich Arn an Deck festbinden ließ.

... die Heptachen echt wahnsinnig sind.

... die Niere einer Dämonenarche ohne Menschenopfer nicht funktionstüchtig ist; Arn sie dennoch auffüllen ließ, obwohl der Rest dagegen war.

... die kaiserlichen Gesandten an Bord auch vom Wahnsinn Arns überzeugt sind.

... wir das Angebot, Kaperfahrer für Xeeran zu werden ausschlugen und stattdessen dem Unterhändler die Arme abschlugen.

So gegen Sechs Uhr abends mischten wir die Gruppen neu. Dabei entstand eine DSA-Runde unter der Leitung Lillys, sowie eine D&D-Runde, welche Adrian (da bin ich mir aber nicht ganz sicher) leitete.

Es blieben Mona, Sven, Mirko und ich übrig. Nach einige Zeit konnten wir uns dann auf den Bau von U-Bahn Strecken in Paris einigen. Zwei heitere Partien Metro später brachen dann Sven, Mona und Mirko nach Elmshorn auf, wo sie ins Kino wollten.

Ich gesellte mich zu der DSA-Runde von Lilli, wo ich dann auch die Gelegenheit bekam mitzuspielen. So fand ich mich also im tiefen Andergast wieder. Inmitten von Ränkespielen zwischen den Prüflingen der Andergaster Magierakademie. Dort sollten wir nämlich bei den Prüfungen helfen und standen sowohl als Opfer für die magischen Künste der neuangehenden Magier bereit als auch als Angreifer gegen eben diese. Einige Verwirrungen später beendeten wir diese Runde dann so gegen Mitternacht.

Carsten


27. November 2004

Almada, du bist das Land des Sonnenscheins...


Wusstet ihr eigentlich, was für ein begnadeter Sänger Mirco ist? Ja, ihr habt richtig gelesen: Ich meine nicht unseren Chorknaben Mirko, sondern den anderen, den ‚lieben’, den ‚netten’ Mirco, wie er ja teilweise auch genannt wird. An diesem Tag stellte uns eben dieser Mirco seine Sangeskünste eindrucksvoll unter Beweis. Wie es dazu kommen konnte, sollt ihr nun erfahren:

Bereits vor gut einem Monat hatten wir ja mit dem Abenteuer „Erben des Zorns“ begonnen. Es war also an der Zeit, dieses Abenteuer fortzusetzen und so kamen an diesem Samstag Mirco, Carsten, Nils, Lili und meine Wenigkeit zusammen, um den bitterbösen Novadis erneut einen Denkzettel zu verpassen... oder aufzupassen, nicht böse von ihnen vermöbelt zu werden. Wir landeten also in Punin und machten uns auf die Suche nach weiteren Spuren. Doch leider kamen uns die Novadis zuvor und so konnten wir nur noch feststellen, dass in einer der Akademien ein Mord passiert war. Unsere nächste Spur sollte uns nach Brig-Lo führen, wo wir eventuell einem uralten Geheimnis auf die Schliche kommen sollten.

An dieser Stelle sei dann auch enthüllt, was es mit Mircos Sangeskünsten auf sich hat. Ihr kennt das Lied „Azzurro“ von Adriano Celentano? Nun, zu diesem Lied hatten sich die Autoren des Abenteuers einen almadanischen Text einfallen lassen, dessen Refrain wie folgt lautet:


Almada, du bist das Land des Sonnenscheins, Almada, nur du.

Almada, du bist das Land des süßen Weins, Almada, nur du.
Almada, von deinen Trauben will ich kosten, bin auf ewig dein.

Almada, in deinen Armen, an deinem Busen möcht' ich immer sein!


Tja, bei einem derartigen Gassenhauer ließ Mirco es sich natürlich nicht nehmen, diesen auch lauthals vorzutragen. Gegen 19.00 mußte ich dann zu einer Feier, wurde aber – wenn ich mich jetzt nicht täusche - durch Markus und Daniel ersetzt. Diese Runde spielte bis um 23.00 Uhr.

Was sonst noch los war? Unten wurde fleißig ‚Civilization’ gespielt. Alles im üblichen Rahmen also. Weitermachen.

Sven


11. Dezember 2004

Auf der Jagd nach 3 Millionen Dukaten


Viel hatten wir uns für dieses Wochenende vorgenommen: Der Abschluss von Mirkos Abenteuer „3 Millionen Dukaten“ stand auf dem Programm. Da wir das ganze zeitlich wohl kaum geschafft hätten, trafen wir (namentlich Markus, Mirco, Daniel und ich) uns bereits am Freitag Abend, um Stoerrebrandts Wagenzug in Richtung Gareth weiter zu begleiten. In dieser Sitzung wurde es nun langsam ernst, denn der Tod des vermutlich reichsten Aventuriers wollte vorgetäuscht werden.

Also machten wir uns erst einmal auf die Suche nach dem Goblinstamm, der uns dabei helfen sollte, einen Überfall zu inszenieren. Doch das Schicksal war nicht auf unserer Seite: Wir stellten fest, dass das Lager der Goblins bereits seit geraumer Zeit verlassen war. Da war guter Rat erst einmal teuer. Später fanden wir allerdings heraus, dass die Goblins von einer Bande Orks und Oger gefangen genommen wurden, um in einer Silbermine als Sklaven zu arbeiten. Somit stand eine Befreiungsaktion an, die sich durch einige unglückliche Umstände von „Wir wenden einen klugen Plan an“ hin zu „Wir stürmen das Lager mit lautem Gebrüll“ entwickelte. Mit viel Glück schafften wir es schließlich, die Gegner zu besiegen und die armen Goblins zu befreien.

Selbige halfen uns dann natürlich dankbar dabei, den Überfall auf Stoerrebrandt durchzuführen. Nachdem dieser dann theatralisch einen Scheintod gestorben und beerdigt worden war, mussten wir ihn eigentlich nur noch wieder ausgraben. Problem dabei: Einige Vertraute ließen es sich nicht nehmen, am Grab ihres Herrn Totenwache zu stehen. Mit viel Überzeugungskraft gelang es uns jedoch, einen nach den anderen vom Grab wegzulocken, so dass Stoerrebrandt wohlbehalten wieder ausgegraben werden konnte. Mit ihm zusammen ging es also in Richtung Gareth, wo der Phexenswettstreit über seinen Erben entscheiden sollte.

Am Samstag setzte die Handlung genau an dieser Stelle fort. Stoerrebrandt hatte in seinem Testament verfügt, dass seine Kinder – darunter angeblich auch Lilis Hexe (die an diesem Samstag wieder mit von der Partie war) – in einem Wettstreit den oder die fähigste unter sich ermitteln sollten. Dieser Wettstreit bestand aus 6 einzelnen Aufgaben, in denen die Kandidaten ihre Fähigkeiten als waschechte Phexensjünger unter Beweis stellen sollten. U.a. mussten wir dabei mit nur einem Hühnerei als Startkapital an einem einzigen Tag möglichst viel Gewinn machen, elfische Musikinstrumente im Zwergenviertel verkaufen oder ein berühmtes Bild „organisieren“. Diese Aufgaben erwiesen sich als äußerst knifflig, konnten allerdings alle mehr oder weniger erfolgreich von uns gelöst werden. Insbesondere der theaterreif inszenierte „Ehestreit“ zwischen den Charakteren von Daniel und Lili wird dabei lange im Gedächtnis bleiben.

Am Ende des Abenteuers wurde dann noch ein Verräter enttarnt und der alte Stover konnte seine „Erben“ mit der Tatsache überraschen, dass er doch noch am Leben war. Belohnt mit einer reichhaltigen Menge an Erfahrungspunkten hatten wir dieses Abenteuer somit zur vollsten Zufriedenheit abgeschlossen.

Später am Abend (d.h. gegen 22.00 Uhr) ging es für die meisten der anwesenden Rollenspieler dann zur Feier von Monas 18. Geburtstag, der bis in die frühen Morgenstunden dauerte und mit dem einen oder anderen „Ausfall“ endete. Das aber ist eine andere Geschichte, über die ich im Interesse derjenigen besser das Mäntelchen des Schweigens ausbreite.

Sven

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