3. Quartal 2002

Aus RSCT94

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Inhaltsverzeichnis

6. Juli 2002

Würfel- = Trinkbecher?


Als ich aufgrund technischer Probleme mit Verspätung das Bonhoefferhaus erreichte, erwartet mich bereits Daniel. Kurze Zeit später trafen Julia und Markus ein. Erst warteten wir noch ein Weile, ob noch jemand kommen würde. Nachdem dann jedoch niemand mehr erschien, überlegten wir, was wir machen sollten. Da niemand ein Abenteuer parat hatte, wählten wir eines der Brettspiele aus unserem Schrank aus. Die Wahl fiel auf RoboRally. Als Karte wählten wir LaserMaze. Eine alte Fabrikhalle, in der es nur so von Lasern wimmelte. Die Partie erwies sich als äußerst lustig, da gewisse Mitspieler -ich will hier keine Namen nennen- immer wieder an der selben Stelle das Leben aushauchte.

Gegen Abend traf noch Mirko ein und wir entschieden unsere Charaktere der DSA-Piraten-Kampagne auf DSA4 umzustellen. Dies zog sich aufgrund der Tatsache, dass wir nur ein Regelwekr zur Verfügung hatten, in die Länge. Schließlich aber hatten wir unsere Truppe zusammen, sodass wir das Abenteuer erleben konnten.

Auf der Suche nach einer Al'Anfanischen Kriegskasse, die in einem Sumpfloch versteckt war, verschlug es uns mitten in die Echsensümpfe. Das Landteam bestand aus dem Schiffzimmermann, der unbedingt einmal an Land wollte, seinem thorwalischen Gehilfen. Um die Verpflegung kümmerte sich Michelle unser horasischer Küchengehilfe. Zu unserem Schutz kam noch unsere Seesölderoffizierin mit. Den Weg wies uns ein alter Piratenkapitän, der die genaue Lage des Versteckes kannte. Angeführt wurde das Team selbstverständlich vom rangältesen Offizier dem Schatzmeister Ichaabob. Der Weg durch den Sumpf erwies sich als äußerst mühselig, da der Schlamm an unseren Stiefeln haften blieb und jeden Schritt erschwerte. Nachdem dann auch noch ein Geisir heißen Schlamm in die Luft schleuderte, konnte sich der Schatzmeister nur duch einen Sprung in ein Sumpfloch vor Verbrennungen retten. Nachdem er dann herausgezogen wurde, was aufgrund des großen Gewichtes keine leichte Aktion war, konnte der Weg fortgesetzt werden. Nach einer Begegnung mit Alligatoren kamen wir zu den Sumpflöchern, in denen die Kasser versteckt werden sollte. Wir suchten lange, bevor wir die Truhe gefunden hatten. Leider war sie jedoch schon geleert worden. Enttäuscht kehrten wir zum Schiff zurück.

Wir setzte nun Segel Richtung Mirham, wo wir noch einen Auftrag zu erledigen hatten. Nachdem eine der verfluchten Al'Anfanischen schwarzen Galeeren ein Schiff aufbrachten, dass wir als Beute auserkoren hatten, segelte wir ohne weitere Beute nach Mirham.

In die Mirhamer Bucht konnten wir im Schutze der Dunkelheit ungefährdet einfahren. Dort ankerten wir ersteinmal um auf das Tageslicht zu warten. Am nächsten Morgen machten wir uns auf den Törn durch die 80 Meilen lange Bucht. Gegen Mittag versperrte uns ein Fischkutter den Weg. Die Besatzung erwies sich als Piraten, die versuchten uns zu entern, was jedoch misslang. Wir nahmen stattdessen den Kutter in unseren Besitz. Mit diesem kleinem Schiff konnten wir viel besser Mirham anlaufen, da es viel unauffälliger war.

In Mirham angelangt, machten wir uns sofort in die verabredete Gasstätte auf, wo wir Olion treffen sollten, um ihn eine Kiste zu übergeben. Ein Verbindungsmann schickte uns zu einem Lagerschuppen am Hafen. Dort trafen wir den Mann und nahmen die Belohnung entgegen. Außerdem sollten wir drei Personen einen jungen Mann, seinen Lehrmeister und ihren Leibwächter aus der Stadt schaffen. Vor dem Schuppen warteten jedoch bereits Schläger auf uns. Ichaabob verließ das Lagerhaus als erstes, um das Schiff startklar zu machen. Die anderen folgten sodann. Die Halunken setzten zur Verfolgung an und riefen Gardisten zur Verstärkung.

Wir befanden uns nun auf der Flucht zum Fischkutter. An dieser Stelle machten wir einen Cut, sodass wir einen schönen Cliffhanger hatten.

Es sein noch anzumerken, dass Daniel eine Pizza im Ofen verkohlen ließ und Timm seinen Würfelbecher mit einem Trinkglas verwechselte, sodass er seine ürfel in Apfelschorle ertränkte.

Carsten


13.Juli 2002

In memoriam: Willi Wurzelsaft
oder
Wie lerne ich auf gar keinen Fall eine Frau kennen?


Dies ist eine Trauerschrift, denn an diesem schicksalhaften Samstag, den 13.07.2002, fand die so ruhmreiche Karriere des wohl schlechtesten waldelfischen Blood-Bowl-Spielers aller Zeiten, dem Werfer Willi Wurzelsaft, ein jähes Ende. So dachten wir zumindest......... Aber der Reihe nach: Es war mal wieder einer dieser Tage - um genau zu sein: Samstage -, an dem sich einige der üblichen Verdächtigen selbst von partybedingten Wohlstandsbeeinträchtigungen (Walter), Semesterferien (Mirko), generellen Bundeswehrunteroffizierschädigungen (Markus) und Müttern (Daniel) nicht abhalten ließen, um einem ihrer liebsten Hobbys zu frönen. Flugs wurde sich auf eine Runde Roborally geeinigt, die den in Walters Beisein schon beinah üblichen Ausgang nahm: er gewann, nachdem er sich mit seinem Rollstuhl durch ein Blitzstart einen Vorsprung von zwei Checkpoints sichern konnte, den er auch nicht mehr hergab, aller Disqualifikationsversuche zum Trotz. Auf Platz zwei kam der fernsehgeile Mirko ins Ziel, der sich besonders dadurch hervortat, sich innerhalb von drei Runden nur zwei Felder vorwärts zu bewegen, was allerdings auch daran gelegen haben könnte, dass er in dieser Zeit von 24 Karten etwa 21 Drehungen bekam. Der drittplatzierte Daniel "die Walze" zeichnete sich dadurch aus, dass er häufig nicht wusste, was und warum er etwas tat bzw. wie das ganze genau funktionieren sollte. Zu nicht nur seinem Erstaunen kam dabei aber fast immer das Optimale raus, auch wenn es so gut wie nie dem ursprünglichen Plan entsprach. Der viertplatzierte Markus "der Panzer" fiel besonders dadurch auf, dass er sich mit einem bewundernswerten Instinkt in die Schusslinie anderer manövrierte und mit einer geradezu lässigen Eleganz kurz darauf in irgendeinem Loch landete.

Kurz nach Ende dieser höchst amüsanten Runde - behauptet zumindest der Sieger - stießen, trotz unerklärlichem HSV-Fanatismus (Sven) und ehemaligem hohen Magic-Konsum (Tim), zwei weitere Vereinsmitglieder dazu. Die nun versammelte Runde raffte sich kurzentschlossen zu einem spontanen Blood-Bowl-Turnier auf, bei dem folgende Teams zum Einsatz kamen: Mirkos Halblinge "Halb oder gar nicht", Walters Chaos-Team "Hard Attack" (einige behaupten "heart attack" wäre passender gewesen), Svens waldelfische "Blumenkinder" (o.ä.), Tims Skaven-Team, Daniels Dunkelelfen und Markus Menschenmannschaft; die Namen der letzten drei Teams sind irgendwie aus meiner Erinnerung getilgt. Zuerst wurde eine Vorrunde im K.O.-System gespielt, danach spielten die drei Sieger dieser Vorrunde den Turniergewinn in einer Dreiergruppe aus, während die drei Verlierer verzweifelt um die rote Laterne kämpften. In dieser Vorrunde wurden zunächst die Skaven im heimischen Steinstadion von den Halblingen in gnadenloser Art und Weise verprügelt und abgefertigt. Zeitgleich kam das Chaos-Team zu einem ungefährdeten 2:0 Auswärtserfolg bei den Menschen, wobei dieses Spiel doch arg unter den technischen und taktischen Unfähigkeiten der beiden Mannschaften litt und zu einer wüsten Schlägerei verkam.

Während dieser beiden Spiele wurden die Anwesenden kurz von der sehr ansehnlichen und freizügigen Pizza-Lieferantin aufgeschreckt, die für die dringend benötigte Verpflegung sorgte. Hierbei ist zu erwähnen, dass Daniel allein durch die kreative Art und Weise, seine Pizza zu belegen bzw. zusammenzustellen, dafür sorgte, dass der arme Mann in der Bestellzentrale vor Lachen vom Stuhl fiel. Des weiteren hatte seine Zusammenstellung zur Folge, dass er mit Sicherheit innerhalb der nächsten zwei Tage nicht die Bekanntschaft einer Frau gemacht hat. Wie man dafür seine Pizza belegen muss? Ganz einfach: Man kombiniere die Grundbelege (Tomatensauce, Käse) mit ein wenig extra Käse, Thunfisch und Feta, gebe dann noch Gyrosfleisch, Mozarella und Chili hinzu, kröne das alles mit einer großzügigen Prise Knoblauch und fertig ist die "Anti-Frauen-Pizza". Nicht zu vergessen, dass diese Pizza einige Stunden nach Genuss auch noch für weitere hochinteressante physikalische Druckphänomene sorgte, die um ein Haar Daniels Rauswurf zur Folge hatten.

Vermutlich war diese Pizza auch der Grund, dass die von ihm geführten Dunkelelfen so deutlich über Svens Waldelfen triumphieren konnten. Allerdings darf man hierbei nicht die technischen Unzulänglichkeiten der Waldelfen vergessen, die beim Ball aufnehmen, werfen, fangen oder übergeben doch ungewohnte, arge Schwierigkeiten hatten. Ob daran aber die Trainingsmethoden des Chefcoaches oder nur das fehlende Glück (Es ist schwerer als man glaubt mit einem W6 eine Zwei oder höher zu würfeln, fragt Sven!) Schuld trugen, konnte nicht festgestellt werden. In diesem Spiel kam es zu einem tragischen "Unfall", als vermeintlich der, bei den umstehenden Fans äußerst beliebte, waldelfische Werfer Willi Wurzelsaft von sechs (!) Dunkelelfen am Boden liegend gefoult wurde und dabei sein Leben ließ. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte er sich in seiner Karriere dadurch ausgezeichnet, nie auch nur irgendetwas richtig zu machen. Geschockt verließen die Fans sofort den Ort des Unglücks, allerdings konnte der kurze Zeit später hinterhereilende Sven ihnen die erleichternde Nachricht überbringen, dass nicht Willi Wurzelsaft sondern lediglich der unauffällige Feldspieler Harry dahingeschieden war. Irgendwann zu dieser Zeit stieß auch noch - trotz chronischer Verwirrtheit (Mirco) - ein weiteres Vereinsmitglied dazu, dass tapfer und mit viel Enthusiasmus die Zuschauerrolle ausfüllte.

In den danach noch ausgetragenen Spielen der Sieger- und der Verliererrunde besiegten zuerst die Skaven die Menschen deutlich mit 3:0, bevor dann das Chaos-Team von den Halblingen - wiederum im Steinstadion - regelrecht auseinandergenommen wurde, obwohl deren Baummensch insgesamt nur einen einzigen Spielzug lang auf dem Feld weilte. Hierbei ergab sich die Chaos-Mannschaft ab Ende der ersten Halbzeit wehrlos in ihre Niederlage, als - nach diversen dubiosen Spielerausfällen vorher - auch noch der beste Spieler des Teams vom offensichtlich bestochenen Schiedsrichter wegen angeblichen Foulspiels auf die Tribüne verbannt wurde, unmittelbar danach gefolgt vom dagegen lautstark protestierenden Trainer. Ein Aufbäumen in der zweiten Halbzeit wurde dann auch noch von einem Hitzekoller dreier Spieler des Teams verhindert, so dass sich von da an im Durchschnitt etwa vier Chaosspieler elf Halblingen zu erwehren hatten, was natürlich zu einem Massaker geriet. Gegen drei Uhr morgens wurde das Turnier dann unterbrochen und soll beizeiten seine Fortsetzung finden. Wider Erwarten fand sich dann auch am Sonntag noch eine Rollenspielrunde zusammen, bei der mal wieder die Besatzung der "Sensemann" auf Kaperfahrt ging. Dies allerdings nur für kurze Zeit, denn nachdem die meuternde Mannschaft den Kapitän aufgrund mangelnden Glücks bzw. Erfolges in den letzten Monden abgesetzt hatte und diesen dann schließlich auch noch mit einigen wenigen treuen Offizieren und Mannschaftsmitgliedern auf einem Floß aussetzte, schien die Piratenkarriere erst einmal beendet. Gestrandet auf einer einsamen Insel wurden die Tapferen nach einer Woche von einem thorwalschen Drachenboot aufgelesen. Bei einer Unterredung mit diesen Thorwalern stellte sich heraus, dass die Mannschaft der "Sensemann" vermutlich unter dem Einfluss eines "Charypthoroth"-Paktierers (wie zur Hölle schreibt sich das eigentlich!?) stand, nach dem und dessen Kumpanen die Thorwaler suchten. Gemeinsam wurde das Hauptquartier derer ausgemacht und ausgekundschaftet, um schließlich durch drei geteilte Angriffe - zwei auf das Piratennest zur Befreiung der Mannschaft der "Sensemann", einer auf den "Tempel" - empfindlich beeinträchtigt zu werden. Die ersten beiden wurden dann auch mehr oder weniger erfolgreich ausgeführt, der dritte wurde als "Cliffhanger" für die nächste Sitzung aufgespart. Erstaunlicherweise ist zu vermelden, dass sich die Heldentypen Golgarit und Novadi-Krieger offensichtlich hervorragend als Meuchler eignen, was vermutlich aber nur auf besonderes Würfelglück zurückzuführen ist. Erwähnenswert ist weiterhin, dass der vom Küchenjungen zum Chefkoch beförderte Stutzer immer noch nicht Kochen geschweige den Klettern oder eine schwere Kiste von einer leichten unterscheiden kann, dafür aber mit seinem Degen trotz schmerzhafter Schulterverletzung überaus treffliche Leistungen erbrachte.

Die Runde löste sich dann gegen etwa 23 Uhr auf und beendete somit das lange und sehr vergnügliche Wochenende im Rollenspielclub. Da dieser Bericht nun schon ziemlich lang geworden ist, werde ich auch diesen beenden, obwohl ja eigentlich noch einiges zu erzählen wäre, wie etwa die Geschichte zu "......und tätschele mein Rohr...." oder Mircos geheimes Wissen über Julias Bauch oder die Geschichte über die ominöse alte Frau, die am Samstag das Bonni aufschloss oder......oder.....oder.....

Walter


20. Juli 2002

Manchmal fängt alles ganz harmlos an...


Markus hatte in einigen vorhergehenden Wochen ein DSA-Abenteuer geleitet, dass den Ansprüchen der meisten eigentlich genügen sollte. An diesem Samstag wollte er diese Reihe fortführen, weil Gegenstände gefunden worden waren, die eine eigene, möglicherweise interessante Geschichte erzählen könnten.

Und manchmal geht auch alles ganz harmlos weiter...
Dieser Abschnitt seiner kleinen Kampagne konnte das Niveau der vorhergehenden Spielsitzungen, höflich ausgedrückt, nicht ganz halten. Dies ist allerdings nicht die Meinung einer einzelnen Person, sondern von mehreren Mitspielern. Über sechs Stunden hinweg war die Heldengruppe auf einem Straßenfest verstreut und musste sich dem geballten, sicherlich übertriebenen Paarungsverhalten der zorganer BürgerInnen erwehren. Der Spielleiter hatte sicherlich sehr wohl eine Vorstellung, wie das Abenteuer sich entwickeln sollte, konnte die Idee aber nicht voran, und die Helden in die richtige Richtung treiben.

(Und manchmal geht es weniger harmlos weiter...)
Bald wurde dieses Abenteuer frustriert aufgegeben und wir schwenkten auf das Earthdawn-System um, diesmal mit Walter als Spielleiter, der vorhatte, die Geschichte eines offenbar sehr humorvollen Buches in das Abenteuer zu übernehmen. Die Charaktere hielten sich in Parlainth, in der Herberge "Zur rächenden Axt" auf und wurden von einer Angestellten des menschlichen Königshauses angesprochen. Ihr seien die Zierfische, die sie zum Teich in den königlichen Park bringen sollte, gestohlen worden. Sie kenne den Täter und wisse sogar, wo er wohne. Wir sollten also dort erscheinen, und die Fische wieder zurückholen. Eigentlich keine schwierige Aufgabe, zumal sie nur dazu dienen sollte, uns Verbindungen zu unterschiedlichen Gruppierungen der Stadt zu verschaffen, jedoch schienen wir Verräter in den eigenen Reihen zu haben... wie sonst ist es zu erklären, dass die Fische beim Extraktionsversuch einem Mordanschlag zum Opfer fielen (der elfische Krieger (Tim) trat in einem Anfall von Ungeschicklichkeit den Eimer um) und einige Charaktere im Kampf gegen den unbewaffneten und nahezu unbekleideten Fischdieb recht harte Treffer mit einer großen Vase und einer Axt einstecken mussten (dem Obsidianerkrieger (Markus) ist da das eine oder andere Malheur passiert).

Nachdem wir, obwohl letztendlich erfolgreich, trotzdem unsere Unfähigkeit vorgeführt hatten, verschaffte uns das Lösen dieser Aufgabe bereits weitere interessante Aufträge. Eines Abends stand die Prinzessin der Stadt in unserem Herbergszimmer und bat uns um die Beschaffung von Dokumenten, die Details enthielten, mit denen sie erpresst werden könne. Diese befänden sich im Besitz des Märkteburger Botschafters. Die Gruppe machte sich sogleich auf den Weg, fand das Haus der genannten Person leer vor und konnte die beschriebene Schatulle, in der sich die Dokumente befinden sollten, sicherstellen. Dann mussten die Charaktere fliehen, weil Stadtwachen das im Eingangsbereich des Grundstückes parkende Tier des zwergischen Steppenreiters (Daniel) entdeckt hatten und verwundert betrachteten. Bei der Flucht durch den Hintergarten schlug sich der elfische Krieger mit einem großen Stein eine Platzwunde in den Kopf, weil er über die Leiche des genannten Botschafters gestolpert war. Natürlich holten uns die Wachen ein und verhafteten uns nicht nur wegen Einbruchs, sonder auch aufgrund des nicht von der Hand zu weisenden Mordverdachtes.

Natürlich konnten die Wachen bald nachweisen, dass wir nicht die Mörder waren, sie konnten außerdem nicht nachweisen, dass wir etwas gestohlen hatten (die Schatulle war vor der Festnahme versteckt worden), und so mussten sie die Gruppe frei lassen.

Den Abschluss dieser Sitzung bildete ein Kampf. Die Charaktere bekamen in der Nacht erneut Besuch, diesmal, wie sich in einer späteren Sitzung herausstellen sollte, von einer Abordnung der Gilde der Assassinen, die auf der Suche nach einem Magie blockierendem Elfentuch waren, dass auf dem Weg vom Blutwald in die Stadt gestohlen worden war. Sie kamen jedoch bald darauf davon ab, die Spieler-Charaktere zu bedrohen, weil eine größere Abordnung einer der beiden Diebesgilden ebenfalls in das Zimmer kam, jedoch eindeutig mit der Absicht, sich nicht mit Informationen zufrieden zu geben. Sie wollten gleich Tote. Das war, als sie noch nicht ahnten, dass sie die Toten sein würden. Sämtliche Assassinen entkamen lebend, die Charaktere kamen mit leichten bis mittelschweren Blessuren davon.

Mirco


27. Juli 2002

Vom Kommen und Gehen


Ihr kennt ja wohl auch diese Tage, wo ihr erst Morgens um 3 Uhr nach Hause kommt und nur ausschlafen wollt, aber die Eltern entschieden was dagegen haben, indem sie einen so um 8 Uhr dann fragen, ob man noch frühstücken will, bevor man noch einige Sachen zu erledigen hat - und somit eine unausgesprochene Aufforderung zum Aufstehen im Raum stehen lassen. Nun, so kam es, dass ich mein Zimmer aufräumen, Holz hacken und stapeln und zu guter letzt die kaputte Waschmaschine aus dem Keller rausholen sollte. Danach wurde ich dann endlich frei gelassen!

Ich dachte, über so einen Start in den Tag kann man nur mit einer Rollenspielrunde hinweg kommen. So kam es das ich um 14 Uhr vorm Boni war um aufzuschließen. Dann kamen Mirco, Walter und Mirko nach und nach mal an. Von Mirco erfuhren wir, dass er ab 18 Uhr uns verlassen wolle und nicht wieder kommt, bei Walter war der Termin seines Verswindens 19 Uhr. Mirko zu guter letzt musste wegen der Chorknaben zwischendurch immer mal wieder weg und wollte, aber dann immer zurück kommen. Wir überzeugten dennoch Mirko dazu die Piraten Kampangie fort zu setzen. Wir waren gerade damit beschäftigt, das Schiff, die Sensemann, aus den Händen der Paktierer zu befreien, während unser Bordheiler mit den Thorwalern das Charypthoroth-Unheiligtum angriff. Wir brachten das Schiff währenddessen aus dem Hafen, um die Thorwaler zu unterstüzen. Als wir dort ankamen, stellten wir fest, dass das Schiff der Thorwaler von einem Dämonen angegriffen wurde und dass ein paar wenige Thorwaler an Land gegen eine Überzahl von Paktierern kämpfte und zurückgedrängt wurden. Wir fanden währenddessen mehrere Kugeln mit Brandöl, die wir auf den Dämon abschossen. Als wir ihn endlich trafen, verbrannte er sehr schnell. Die Thorwaler erstürmten den Tempel und überwältigten die Paktierer. Wir machten uns auf den Weg zu einem Hafen, um unser Schiff zu reparieren. Dort gingen wir dann mal wieder seit langem auf die Suche nach neuen Crewmitgliedern, als wir einen Brief von unseren Kassenwart erhielten, der angeblich in Chorhop Polizeiminister geworden ist. Das passierte anscheinend über unbekannte Wege, da er das letzte mal im Gefängnis einsaß. Dieses Abenteuer wurde vom gelegentlichen Gehen des Meisters unterbrochen.

In der Zeit erstellten Mirco und Ich uns D&D-Helden. Als dann Mirco auch gehen musste, beendeten wir die Piraten für’s erste. Dann verabschiedete sich auch Walter. Nun war ich meist allein. Mit Mirko erstellte ich auch einen D&D-Helden. Als er dann auch um 21.30 ging, blieb ich allein zurück. Ich komplettierte den Charakter und beendete den Tag dann um 22.30 Uhr, nachdem niemand mehr erschienen war.

Hier endet nun mein kleiner Bericht von diesen Samstag. Ich hoffe, er hat euch gefallen! Und noch viel Spaß.

Daniel


10. August 2002

Tausend und eine Nacht von einer Tulamidischen Mär


Es war heute mal wieder Samstag und ich dachte ich könnte mich mit ein paar Rollenspielern Treffen um ein bisschen Spaß zu haben!

Und weil ich mal wieder den Schlüssel hatte, musste ich wieder der Erste sein, da die Meisten nicht um 2 Uhr da sind. So kam es, dass ich zuerst allein war und die Zeit mit dem Lesen von ein paar Regelwerken verbrachte, als dann endlich Julia und Mirco auftauchten, waren wir an sich nicht genug um eine Rollenspielrunde zu eröffnen. Aber da wir alle zum Spielen entschlossen waren; bot ich mich kurzer Hand an zu Meistern. So kam es, dass ich ein Abenteuer improvisierte, das sich aus einer Sache in unseren festen Freitagsgruppe entwickelt. Da sich die Helden auf der Suche nach den Elementen in einer Götter gefälligen Queste befinden, stoßen sie auf viele Sagen und Legenden. Eine von denen ist die Sage um den ewigen Garten in der Khom-Wüste.

"Sie berichtet davon, dass sich vor ewigen Zeiten ein Novadie-Krieger auf denn Weg machen musste, um seine Geliebte aus den Händen eines finsteren Magiers zu befreien. Auf seinen Ritt kam er in einen Sandsturm, der ihm alles nahm: sein Pferd, seine Ausrüstung und das Wasser. Doch er kam in einen Garten, in dem es nur so blühte und gedeihe. Diese Ort rettete sein Leben und er nahm eine der Blumen mit. Diese Blume verlieh ihm einen Schutz, der die Zauber des Zauberers, die das verderben bringen sollten, zurück warf. So konnte er den Magier besiegen und seine Holde befreien. Diese Blume pflanzte er in seinen Heim im Garten ein. Dieser Garten war nur noch eine Blütenpracht seit jenen Tag."

Manche munkeln noch das der Garten noch heute existiere.

So begab es sich, dass Dajin (Mirco) und Larona(Julia) sich auf den Weg machten, um eine Expedition zu organisieren und den Garten zu suchen. Während dessen kam Nils hinzu und stieg mit seinen Novadie-Krieger ein, dieser heißt Abu. So organisierten sie einen Führer und die Expedition, die Unaun los ging. Sie reisten zur Oase Keft, wurden aber während der Reise von Kohm-Bestien angegriffen. Als sie in Keft waren hörten sie von einen Karawanenführer, Namens Iban`al Janastra, der angeblich schon mal dort war. Diesen suchten sie sofort auf, um ihn darum zu bitten, dass er sie doch führen solle. Dieser Bitte kam er dann auch nach. Nachdem sie mehrere Tage durch die Wüste gereist waren, kamen sie plötzlich in einen Sandsturm. Nachdem dieser dann vorüber war, waren ihre Wasservorräte vernichtet, weil der Sturm ihre Wasserbeutel zerrissen hatte. In diesen Moment der größten Not konnten sie etwas Grünes am Horizont ausmachen, das erst wie ein Fatahmorgana auf sie wirkte. Aber als sie näher kamen wurde ihnen klar, dass dies die Rettung ist. Sie erreichten den Garten, den sie so lange gesucht hatten. Als sie die Flora eingehend studiert hatten und ihre Wasservorräte aufgefüllt hatten, machten sie sich auf den beschwerlichen weg nach Hause zurück. Nach diesem Abenteuer überlegten wir, was wir als nächstes tun wollen, als dann Gölli sich zu uns gesellte, wurden wir dann doch noch 4 Personen an diesen Abend. Da wir mit der nächsten Schache nicht auf denn gleichen Nenner kommen wollten, bot Gölli sich kurz um an Shadowrun zu meistern. So kam es, dass wir an diesen Abend von einen Auftraggeber in eine Disco bestellt wurden, wo sich unser Mister Johnsen, als ein besorgter Bürger ausgab. Er wollte, dass wir einen kleinen Sabotageakt in einen kleinen Piraten-Sender begehen, der angeblich Todesshows ausstrahlt, in denen Leute von Verrückten zu Tode gejagt wurden. Wir sollten nur in das Lüftungs-System des Senders ein paar Vieren einschleusen, damit die Belegschaft krank wird und wir dann Einbrechen könnten, um belastendes Material zu besorgen. Dieses sollte gegen den eingesetzt werden, der den Sender finanziert. Diese Aktion erledigten wir dann ganz schnell, in dem wir uns als Wartungsteam ausgaben. Als wir dann Mister Jonseen berichten wollten, wie es gelaufen war, fanden wir seine Limousine mit ihm und seinen Fahrer, beide waren erschossen. Aber sie schienen sich auch mit einen Virus angesteckt zu haben. Wie wir später aus dem Computer von Jonseen entnehmen konnten, handelte es sich bei dem Virus, den wir platzierten, um eine Abart von Milzbrand!

Darum wollten wir so schnell wie möglich die Behälter mit dem Virus bergen. Wir kehrten zum Sender zurück und erzählten etwas von einen Falschen Teil, das wir eingebaut hatten. Als wir dann in den Keller kamen, konnten wir im letzten Moment die Behälter bergen. Auf der Fahrt von dort weg wurden wir plötzlich von einen Auto verfolgt. Wir versuchten durch verschiedene Manöver dem Fahrzeug zu entkommen, während dessen eröffneten sie das Feuer auf uns. Als mir das dann zu bunt wurde, rammte ich das Auto von den Verfolgern, was den Effekt hatte, dass wir voll in die Leitplanke prallten und mein Auto ein einziger Schrotthaufen war. Wir konnten uns noch aus dem Auto ziehen, wurden dann aber bewusstlos gehauen. Nils wollte noch in seiner letzten Aktion den Virus frei setzen. Als wir wieder zu uns kamen, gesellte sich eine Frau zu uns, um uns ein Gegenangebot zu machen, dass wir auf keinen Fall ablehnen konnten. Somit endete das Abenteuer fürs erste.

Wir machten uns dann daran das Boni noch aufzuräumen. Und beendeten den Abend mit einen gemütlichen Ausklingen.


Daniel


17. August 2002

Auf der Spur der Elfen


Selten war es um Punkt 14.00 Uhr so voll gewesen im Bomhoefferhaus. Gleich 6 ehrenswerte Mitglieder (Julia, Mirko, Nikolas, Niels, Daniel und Mirco) warteten bereits ungeduldig, als der Autor dieses Berichtes (Merke: Das bin ich.) dort auftauchte. Der Grund war eine e-Mail Walters gewesen, der in der Woche zuvor alle gebeten hatte, pünktlich zu sein, um über den Druck des neuen Vereins-T-Shirts abzustimmen. Klar also, dass jeder, der es irgendwie einrichten konnte, auch schon hier war - denn niemand wollte später in einem Shirt herumlaufen, welches so gar nicht seinem Geschmack entsprechen wollte. Alle? Nun, mitnichten, denn ausgerechnet der Initiator dieser Aktion (an anderer Stelle "Walter von der traurigen Gestalt" genannt) verspätete sich um eine halbe Stunde. Tztztz...

Als er dann aber doch noch erschien, konnte die große Abstimmung dann doch noch über die Bühne gebracht werden. Walter hatte die 6 verschiedenen Druckmöglichkeiten genauestens unter die Lupe genommen und in sorgsamer Kleinarbeit in verschiedenen Kategorien bewertet. Kurz und gut: "Augis Druckshop" gewann die Abstimmung ohne Gegenstimme, unsere Shirts werden 15 - 18 Euro kosten und direkt im Ort hergestellt. Die Tornescher Wirtschaft dankt.

Nun ging es an den "abenteuerlichen" Teil des Tages, denn Mirko erklärte sich angesichts der anwesenden Mitglieder spontan dazu bereit, das Abenteuer "Stein der Mada" (den zweiten Teil der Elfen-Kampagne) weiterzuleiten. So wurden wir binnen weniger Minuten aus dem gemütlichen Keller des Bonhoefferhauses auf eine Waldlichtung im lieblichen Almada versetzt (Naja, zumindest in Gedanken) und erlebten dort ein leicht kitschiges Ritual, welches uns das weitere Vorgehen verriet. Kurz nach der Botschaft, den Spiegelbann zu erneuern und den magischen Stein in den Dunklen Brunnen der Salamandersteine zu tauchen, wurde die Zeremonie jedoch etwas unsanft von einigen alten Bekannten (Azila und Konsorten) unterbrochen. Nur durch ein göttliches Wunder kamen wir mit einigen Schrammen davon. Zurück in Punin durchsuchten wir natürlich sofort Azilas Haus, fanden dort zunächst einen schlechtgelaunten Sand-Dschinn und dann ein Geheimversteck in der Kanalisation. Hier fand sich dann auch die Harfe der Winde wieder an, die wir nach einem kurzen Kampf an uns nehmen konnten.

Weiter ging es Schlag auf Schlag: Gerade wieder in unserer Herberge, klopfte es an der Tür und davor standen einige Gardisten.

Gardist: "Sie stehen unter Verdacht des Einbruchs, des Diebstahls und der schwersten Körperverletzung. Wir nehmen sie jetzt gefangen!"
Held: "Heute nicht."
*rumms*

Während die wohl dümmsten Gardisten Aventuriens wohl noch vor der verschlossenen Tür überlegten, was nun zu tun sei, flüchte unsere illustre Runde kurzerhand aus dem Fenster. Aber aus einem Ort wie Punin zu entkommen ist kein leichtes Unterfangen und so wurden wir bald von scheinbar von der halben Stadt verfolgt und nur durch das beherzte Eingreifen der Zahori gerettet.

Da es mittlerweile 18.00 Uhr war, machte Mirko an dieser Stelle einen Break, da mehrere Mitspieler kurzfristig weg mussten und erst gegen 22.00 wieder da sein wollten. Die restlichen Anwesenden hatten also die nächsten 4 Stunden zu überbrücken und taten das wie folgt:


1) Bestellen einer Pizza: 1 Stunde. Warum das so lange dauerte? Nun, zunächst einmal wollten die Pizzen aus dem Angebot von Rinow’s Pizza-Service zusammengestellt werden, dann wurde Mirko mittels Würfelwurf bestimmt, dort anzurufen, nur um festzustellen, dass Rinow’s am Samstag Ruhetag hat. Naja, dann eben wieder Lucky’s...
2) Käpt’n Blaubärs lustiges Ratespiel "Wahr oder falsch". Geeignet für Leute ab 6 Jahren. War mir aber zu kompliziert, so dass wir nach einer halben Stunde wieder aufhörten... mit der Erkenntnis, dass man Ölsteine besser nicht essen sollte.
3) Essen der vorher bestellten Pizza. Leider mussten wir diesmal auf die süsse Pizza-Lieferantin vom letzten mal verzichten und es erschien irgendein komischer Araber. Ausgleichende Gerechtigkeit: Er vergaß, unser volles Bonusheft mitzunehmen - beim nächsten mal gibt es also wieder Getränke gratis. Halleluja!
4) Öhm... die restlichen 2 Stunden haben wir noch irgendwie herumgekriegt. Hat allerdings keinen bleibenden Eindruck hinterlassen...


Nachdem dann einer nach dem anderen wieder aufgetaucht war, konnte Mirko sein Abenteuer weitermeistern. Von den Zahoris gerettet, reisten wir nach Norden zu Gräfin Naheniel Quellentanz. Während der Reise bekamen wir auch noch einen Madasänger in die Finger, der den zweiten Teil des magischen Liedes beherrschte. Über Donnerbach ging es direkt in die Salamandersteine, wo uns eine Elfensippe auf der Suche nach dem dunklen Brunnen behilflich sein sollte. Doch diese benötigte zunächst selbst einmal Hilfe, denn in den letzten Wochen waren immer wieder einige Stammesmitglieder verschwunden. Echte Helden erklären sich da natürlich sofort bereit, zu helfen und so machten wir uns auf die Suche. Diese währte allerdings nicht sehr lange, da Mirko gegen 0.30 Uhr mit einem Cliffhanger abbrach - nicht zu früh anscheinend, denn Julia schlief bereits selig auf dem Sofa und auch einigen anderen fielen bald die Augen zu.

To be continued some day

Sven


24. August 2002

Über uns die Sintflut


Dieser Samstag im Keller des Bonhöferhauses war sowohl ruhig, als auch unruhig. Ruhig in der Hinsicht, dass eine Rollenspielrunde überhaupt nicht zustande kam, unruhig hingegen durch den stetigen Wechsel an Besuchern. Anfangs fanden sich nur Daniel, Julia, Carsten, Mirko und Mirco ein. Da Julia und Daniel sich bald auf den Weg zu einem Torf-Rock-Konzert machten, blieb den übrigen drei Personen nur Konversation oder Smalltalk als Beschäftigung übrig. Dann verließ Carsten ebenfalls die Umgebung dieser Betrachtung.

Irgendwann erschien dann Sven, und die Anwesenden begannen mit dem einzigen Spiel, dass an diesem Tag ausgetragen werden würde, nämlich einer Runde Britannia, einem Brettspiel, in dem die Zuwanderung verschiedener Völker wie Römer, Angeln, Sachsen, Norweger, Dänen, Wikingern, Normannen, Pikten und so weiter nachvollzogen wird. Jeder der Spieler übernahm mehrere Völker, von denen mehrere erst im späteren Spielverlauf erschienen und so manche das Ende des Spieles nicht mehr erlebten. Zwischendurch zog ein Gewitter auf und Julia und Daniel erschienen wieder auf der Bildfläche, weil das Konzert beendet war (Es gibt allerdings keinen Zusammenhang zwischen diesen beiden Phänomenen.)

Dann mussten wir feststellen, dass es in die Küche regnete. Das dortige Fenster ist nicht mehr besonders gut abgedichtet, und das an der Hauswand herabrinnende Wasser suchte sich seinen Weg durch die Fugen des Fensters ins innere des Hauses. Man darf bei der Beschreibung dieser Situation berechtigterweise von hervorsprudelnden Fontänen und wasserfallartig die Fensterbank herunterlaufenden Wassermassen sprechen, und wir fühlten uns wie die Helfer im Überschwemmungsgebiet der Elbe, als wir Dämme aus Handtüchern bauten, um die etwa drei Zentimeter im Raum stehenden Fluten aufzuhalten. Zusammen mit der Diakonin aus dem Nachbarhaus, die wir zu Unterstützung und zur Information (sie ist für das Haus verantwortlich(?)) gerufen hatten, wurden mit Handtüchern über 30 Liter Wasser vom Boden aufgewischt und in Eimer gewrungen. Da das Wasser durch ein Loch im Küchenboden, dass Stromkabel führte, in den Lagerraum im Keller tropfte, wurden dort an geeigneter Stelle Behälter platziert, um das Wasser aufzufangen.

Erst nachdem diese Sachen erledigt waren, konnte das Spiel fortgesetzt werden. Nachdem die 16. Runde beendet war, fiel der Spielstand folgendermaßen aus:

Mirko: 141,5 Siegpunkte, erster Platz
Sven: 139,5 Siegpunkte, zweiter Platz
Mirco: 120 Siegpunkte, dritter Platz

Für die nächste Runde in diesem Spiel wird noch ein vierter Mitspieler gesucht, um die eigentlich gewünschte Spielerzahl erfüllen zu können. Wer mitmachen möchte, kann sich an die Mitspieler der oben beschriebenen Partie wenden.

Mirco


31. August 2002

"Rule, Britannia!" Part 2


Was macht ein Rollenspieler, wenn er gerade nichts anderes zu tun hat? Richtig, er macht sich auf den Weg ins Bonhoefferhaus, wo er in den allermeisten Fällen auf eine Gruppe gleichgesinnter trifft. An diesem Tag muss das Alternativprogramm wohl nicht so groß gewesen sein, denn gleich 8 Mitglieder fanden sich ein - Markus, Nils, Julia, Quietschy (alias Torben), Horst (es soll Leute geben, die ihn Tobias nennen), Mirko, Daniel und Mirco. Die ersten fünf dieser Auflistung einigten sich schnell darauf, sich in ein weiteres Shadowrun-Abenteuer zu stürzen, während für die verbleibenden drei schnell feststand: Wie auch in der letzten Woche sollte wieder Britannia gespielt werden. Und um dieses Strategiespiel endlich auch einmal mit 4 Spielern zu erleben, wurde schnell der Autor dieses Berichtes angerufen, der sich auch prompt auf den Weg machte (was er aber ohnehin vorhatte).

Zum Verlauf des Spiels brauche ich wohl nicht viele Worte verlieren, da der Ablauf allen Interessierten wohl bekannt sein dürfte und eigentlich nicht besonders von den realen historischen Gegebenheiten abweicht. Am Anfang überraschte Daniel als Spieler der Römer die anderen mit seiner Taktik, England von Osten her zu anzugreifen, was ihm dank eines unverschämten Würfelglücks auch recht gut gelang. Dieses verließ ihn im Laufe der nächsten 5 Stunden allerdings, so dass am Ende Mirko wie auch in der letzten Woche den Sieg davontragen konnte. Der Endstand:

1. Mirko (blau) 123 Punkte
2. Sven (schwarz) 105 Punkte
3. Mirco (rot) 96 Punkte
4. Daniel (lila) 71 Punkte

Kommen euch die ersten drei Plätze auch irgendwie bekannt vor? Nunja, wenigstens hat Mirko diesmal nicht mit lächerlichen 0,8% Vorsprung gewonnen... insgesamt ein durchaus unterhaltsames Spiel.

Von der Shadowrun-Runde weiß ich nicht viel zu berichten und kann nur auf Augenzeugenberichte verweisen. Nils fand das Abenteuer z.B. (Zitat) "nicht schlecht", während sich Julia von den Britannia-Spielern immer wieder mit den Worten verabschiedete "ich gehe dann jetzt noch einmal rüber und sage, dass ich nichts machen kann..." Man merke: Shadowrun ist eben doch nur etwas für Begeisterte, die dann auch die richtigen Charaktere spielen, um an der Handlung teilnehmen zu können.

Gegen 21.00 Uhr waren dann sowohl Brett- als auch Rollenspiel beendet und die Delikatessen von Lucky’s Pizza-Service verzehrt, so dass Mirko und meine Wenigkeit sich daran machten, einem neuen D&D-Helden das Leben einzuhauchen. Der Rest, angeführt von Markus, stürzte sich in das D.S.A.-Abenteuer "Brogars Blut"... oder zumindest den Anfang davon. Wer Markus als Meister kennt, der weiß, dass dieser meistens wirklich gute Abenteuer leitet; manchmal (aber nur manchmal... *sing*) verliert er sich aber auch zu sehr in eigentlich unwichtigen Szenen, ohne die Handlung entscheidend voranzutreiben. Wie dem auch sei: Nachdem die Helden sich exzessiv an einem (ausgewürfelten) Trinkwettbewerb beteiligt und ihren Auftrag erhalten haben, wurde das Abenteuer mit einem Cliffhanger abgebrochen.

Sven


7. und 8. September 2002

RatCon 2002


An diesem Wochenende fand die NordCon statt. Zwei gesonderte Berichte dazu findest du in unserem Con-Bereich.


14. September 2002

Einer dieser Tage


Es war mal wieder einer dieser Tage, an denen sich eine hochmotivierte Gruppe Rollenspieler (Daniel, Mirco, Carsten, Torben, Horst, Walter) im Bonni einfand, deren Motivation sich allerdings leider nur auf das Spielen ihrer Helden und nicht auf das Meistern eines Abenteuers bezog. Entweder mangelte es bei einigen nach eigener Aussage an der Idee oder bei anderen an der Lust überhaupt als Vorturner für die Nachmittagsunterhaltung zu sorgen.

Und es war auch mal wieder einer dieser Tage, an denen sich der Unterzeichner schließlich todesmutig in die Höhle des Löwen wagte, um zu verhindern, dass es - wie sonst eigentlich immer in solchen Situationen - letztlich wieder Carsten ist, der sich opfert. Nach kurzer Ideensuche, während der für Horst und Torben noch schnell ein DSA4-Charakter, offensichtlich das System des Tages, erstellt wurde, kam das multiparallele Abenteuer vom RatCon umgebaut als Einzelabenteuer zum Einsatz. Nachdem auch noch Torbens Freundin, deren Name irgendwo in den Gehirnwindungen verschollen ist, dazugestoßen war und sich fortan ihrer "Brigitte" (Anm. des Webmasters: NICHT die bekannte Rondra-Geweihte!) widmete, konnte es dann so gegen sechzehn Uhr endlich beginnen. Nach einem knallharten, rahjagefälligen Ausscheidungsverfahren wurden die Helden vom Handelshaus Terilion für die Teilnahme an der diesjährigen Süßmostregatta ausgewählt. Nachdem die Helden während einer ihrer Übungsfahrten beinah ihren Ausbilder umgebracht hätten, starteten sie relativ unspektakulär auf einem der hinteren Plätze ins Rennen. Auch aus dem anschließenden Segeltörn gibt es nun eigentlich nichts spezielles zu berichten, außer dass nach und nach die Heldengruppe immer kleiner wurde, da zuerst Torben den Einflüsterungen seiner Freundin offensichtlich nicht widerstehen konnte und sich nach Hause begab, und sodann Daniel sich verabschiedete, um einmal mehr groß auf die Pauke zu hauen. Mirco tat sich derweil dadurch hervor, dass er in souveräner Art und Weise eine "Dreifach-Eins" warf, ein Ereignis, dem beizuwohnen dem Unterzeichner erst zum zweiten Mal in seiner langjährigen Rollenspielkarriere die Ehre zuteil wurde. Gegen neunzehn Uhr wurde das Abenteuer nach Erscheinen der Rahja dann mit einem Cliffhanger beendet und wird beizeiten seine Fortsetzung finden. Das frühe Ende erklärt sich daraus, dass alle Anwesenden an diesem Abend auf die Geburtstagsfeier von Mirco eingeladen waren, um dort mit anderen Vereinsmitgliedern - und sogar einigen Nichtrollenspielern - diesen Jubeltag zu begehen. Nebenbei sei noch erwähnt, dass es uns gelang auf dieser Feier bis kurz nach Mitternacht auch den letzten Nichtrollenspieler mit unserem alles beherrschenden Hobby vergrault zu haben, so dass bis tief in die Nacht hinein teilweise sogar kontrovers und heftig, aber auf jeden Fall eifrig, diskutiert und argumentiert wurde. Ob Mirco sich davon seinen Geburtstag hat verderben lassen, ist nicht bekannt, da auch er sich inmitten der Diskutierenden befand.

Walter


Wir sind so unwürdig!


Auch am Samstag, den 14. September, fand sich wieder eine kleine Gruppe aus Rollenspielern im Bonhoefferhaus ein, um ihrem seltsamen Hobby zu frönen. Diesmal waren Carsten, Walter, Daniel, Tobias, Sven und Mirco dabei, überraschend ließ sich sogar Quitschy mal wieder blicken, der bald darauf seine Verlobte, die ich an diesem Tag zum ersten Mal sah, vom Pinneberger Bahnhof abholen musste. Fragt mich nicht, wie ich sie charakterisieren würde... ich halte es für sehr bedenklich, wenn eine Person den mit weiteren Personen gefüllten Raum betritt, sie nicht begrüßt, sich vorstellt oder sie eines Blickes würdigt, sich hinsetzt und mit hochgezogenen Augenbrauen die Brigitte liest... aber wir sind eben nur blöde Rollenspieler und unwürdige Bekannte oder Freunde ihres Verlobten... (Nicht beleidigt sein, Quitschy, sie hat immer noch die Chance, uns vom Gegenteil zu überzeugen).

Alle, die nicht ihr Frauenfachblatt zur Hand nahmen, widmeten sich einer Runde DSA (4te Edition) unter Leitung von Walter, der auf diese Weise die im multiparallelen Abenteuer vom diesjährigen RatCon erlittenen psychischen Schäden mit deren Weitergabe an die Spieler verarbeiten konnte. (Na gut, es war nicht wirklich schlimm, sondern eigentlich sehr spaßig)

Der Verlauf des Abenteuers ist ungefähr im RatCon-Bericht von Walter zu entdecken (glaube ich zumindest, ich habe die Zeilen, welche mit dem Abenteuer zu tun hatten, übersprungen, um mir nicht die Spannung zu nehmen. Lese sie hinterher weiter.), lediglich die Besatzung des Rennseglers ist selbstverständlich eine andere, nämlich eine schöne mohische... hm... Prostituierte, die es nicht mag, angefasst zu werden, eine wilde Kundschafterin aus den Reihen der Gjalskerländer, eine aranische Anatomin, ein mittelreichischer Krieger höheren Alters und ein bekl... Maraskaner.

Herauszuheben ist noch ein wirklich seltenes Ereignis: Im Verlauf der Regatta erschallte plötzlich die Stimme des (...) Maraskaners :"JETZT habe ich verstanden wie das geht!!!" Er richtete die Segel perfekt aus und konnte den schlechten Start wieder wett machen (eine dreifach eins bei der Durchführung eines Segel-Manövers!)

Leider musste das Abenteuer unterbrochen werden, weil manche Personen den Schauplatz frühzeitig verließen (Quitschys Verlobte samt Anhang nach Hause, der Verfasser dieser Zeilen ebenfalls nach Hause zwecks letzter Vorbereitungen für die planmäßig beginnende eigene Geburtstagsparty). Auch die verbliebenen Besucher des Rollenspielclubs begaben sich im laufe des Abends dorthin.

Mirco


21. September 2002

Planlosigkeit am Wahlvorabend und überraschende Besucher


Auf Anhieb traf ich beim betreten unseres Kellerraumes im Bonhoefferhaus wieder einige dieser merkwürdigen Gestalten an, die sich selbst Rollenspieler nennen, namentlich Daniel, Tobias und Nils. Nach relativ kurzer Gesprächsphase bot Nils sich als Spielleiter für einen Shadowrun an und verschwand mit Tobias im Nebenraum, um die Sache einzuleiten.

Währenddessen bekamen wir verbliebenen zwei Personen Besuch von einem Pärchen (?) aus Hamburg, das zumindest partiell Interesse für Rollenspiele zeigte, wenn auch eher für Live-Rollenspiele. Nachdem wir kurze Zeit eine nette Unterhaltung geführt haben, in der wir versuchten, unseren Verein möglichst positiv darzustellen, und ich diverse Homepage-Adressen (für Informationen über LARP-Veranstaltungen und natürlich diese Vereins-Homepage) übergeben hatte, verabschiedeten sich die beiden wieder. Aber vielleicht kommen sie ja noch einige Male wieder vorbei (wäre doch nett). Hinterher wurde der Shadowrun fortgesetzt, bzw. richtig begonnen. Die Runner wurden beauftragt, auf möglichst günstigem Wege einige mit Hormonen gefüllte Kanister zu beschaffen, Hormone, die den Winterschlaf bei Bären auslösen und in der Medizin beim Transplantieren von Organen deren Haltbarkeit außerhalb eines menschlichen Körpers deutlich erhöht. Da die Gruppe von zahlreichen Organraubs in Seattle gehört hatte und sogar davon betroffen war, in Form einer fehlenden Niere, war dies eine verdächtige Sache. Trotzdem wurde der Auftrag ausgeführt, was tut man nicht alles für eine Hand voll Creds, während wir sehr erfolglos versuchten, Informationen über unsere Auftraggeber zu bekommen. Die Beschaffung der Ware ging einfach über einen von einem Decker eingeschleusten Bestellschein einer Scheinfirma über die Bühne. Lastwagen mieten, Zeugs abholen, abliefern. Offenbar konnten wir sie nach der Übergabe zu ihrer Basis zurückverfolgen und mussten feststellen, dass sie auch für den Mord an der Frau eines hohen Offiziers des hiesigen Polizeiunternehmens, Lone Star, verantwortlich sind. Während des Spiels erschien Mirko auf der Bildfläche.

Kurz vor 18 Uhr ertönte oben im Erdgeschoss eine Stimme "Haaallllooo?" Erneut Besuch, dachte ich, und hastete nach oben, um nachzusehen. Da das Bonhoefferhaus als Wahllokal dient und die Urne bereits für den folgenden Tag aufgebaut war, fand ich, auf diese gestützt, einen Mann mittleren Alters vor, den Wahlberechtigungsschein in der Hand, und ich begann einen Dialog, der ungefähr folgendermaßen ablief:

Mirco: "Eh, hm, sie sind nicht zufällig zu Wahl hergekommen, oder?"
Mann: "Doch, ich wollte noch kurz meine Stimme abgeben..."
Mirco: "Dann sind sie ein bisschen zu früh dran, die Wahl ist erst morgen."
Mann: "Hä, wie jetzt?"
Mirco: "Aaalso, heute ist Samstag, der 21. September, die Wahl findet hingegen erst am Sonntag, den 22. September statt, also morgen."
Mann: "Eh, Moment, das muss ich jetzt noch mal hören..."
(Ich wiederholte die Aussage)
Mann: "Die Wahl ist nicht heute?"
Mirco: "Ja!"
Mann: "Oh Mann, diese Geburtstagsfeiern können einen aber auch verwirren... ich bin gerade eben aus’m Bett hochgeschreckt und hab mich schnell beeilt, noch herzukommen..."
Mirco: "Keine Sorge, sie haben noch etliche Stunden Zeit und können sich noch mal wieder hinlegen."
Mann: "Ja, ok, dann leg’ ich den Zettel erst mal hier hin..." (legt die Wahlbenachrichtungskarte auf den Tisch neben die Urne)
Mirco: "Äh? Hm, das sollten sie vielleicht nicht tun... nachher geht die noch verloren..."
Mann: "Na gut, dann steck ich sie eben hier in meine Tasche..."
Mirco: "Tun sie das. Bis dann, Tschüss."
Meine Vermutung: Reichlich Restalkohol...

Nachdem Nils sich dann verabschiedet hatte, wurde ein DSA4-Charakter für Tobias erstellt, zur Verwendung in der allseits beliebten Piraten-Kampagne, die hinterher auch fortgesetzt wurde. Die Helden halten sich derzeit in Chorhop, der Stadt des Glücksspiels auf, und der Zahlmeister der Crew hat das Amt des Schutzpraetors, also des Polizeichefs in der Lotterie gewonnen (klingt, als wollte man seine Fähigkeit in diesem Amt auf diese Weise charakterisieren, ist aber tatsächlich so). Wir anwesenden, inklusive der inzwischen ebenfalls erschienenen Julia und Timm, machten uns also daran, die Entführung eines beliebten Gladiatoren zu klären, vorzugsweise, indem wir seinen Tagesablauf vor der Entführung zu rekonstruieren versuchten, um eventuell Zeugen zu finden. Ich kann über den genauen Verlauf leider keine Auskunft mehr geben, weil ich die Gruppe verließ, um einen Freund, der nach Braunschweig zieht, zu verabschieden, aber mir ist zugetragen, dass die Mission erfolgreich war und die Gruppe im Endkampf auf ihn gewettet hat... Sie haben mehrere tausend Dukaten gewonnen, denn die Wettquote war sehr positiv, weil niemand mehr mit dem rechtzeitigen Erscheinen des Gladiators zum Kampf gerechnet hatte.

Als ich nach 12 Uhr noch kurz zurückkehrte, klang der Abend bereits mit lockeren Gesprächen aus.

Mirco

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