1. Quartal 2002

Aus RSCT94

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Inhaltsverzeichnis

19. Januar 2002

"Böhblümmbyp"


Um 14.00 Uhr und somit pünktlich wie immer fanden sich auch an diesem Samstag mal wieder einige Rollenspieler im Bonhoefferhaus ein, da sie ja anscheinend kein anderes zu Hause besitzen. Der hochwohlgeborene erste Vorsitzende Carsten eröffnete den Tag sogleich mit dem Satz "Wir müssen unsere gesamten Schränke ausräumen, den diversen weiteren Unrat (Battletechplatte, etc.) wegschaffen und sowieso. Die Räume werden nämlich renoviert. Die Heizungen haben sie schon abgenommen." (sinngemäße Wiedergabe). Man ist übrigens immer wieder erstaunt, was sich so alles ansammelt im Laufe der Jahre.

Nachdem alle diese verantwortungsvolle Aufgabe mit Bravour bewältigt hatten, verzog sich eine Gruppe bestehend aus Julia, Holger, Daniel und Markus zum DSA spielen. Der übrige Rest nahm die ca. eine millionste -und ich übertreibe hier nicht wirklich viel- und endgültig letzte Sitzung von Nikis Earthdawn-Abenteuer in Angriff. Zum wiederholten Male verzweifelten die Helden an einem von Nikis Rätseln, diesmal ein Mathe- bzw. Rechenrätsel. Nach ungefähr einer Stunde Gegrübel, Pöbeleien und weiteren Unmutsbekundungen ergab sich folgendes Bild bei Betrachtung der Spieler:

Walter saß auf seinem Sofa, schlug sich ständig mit seiner Volvic-Flasche an den Kopf und gab dabei Laute von sich, die in etwa mit "Böhblümmbyp, Böhblümmbyp" wiedergegeben werden können. Mirco hatte nach eigener Aussage in den "Lemming-Modus" umgeschaltet und trottete nur noch hinterher. Olaf grummelte von seinem Platz aus ab und zu einen abwertenden Kommentar und zog sich ansonsten in den Schmollwinkel zurück. Stefan war so verwirrt, dass er mit Blick auf eine leere Dose Erdnüsse folgendes sinnfrei brabbelte: "Sind da noch Erdnüsse drin? Nein? Dann nehm ich halt ´n Taschentuch....". Der einzige der auch weiterhin seine gesamte Aufmerksamkeit dem Rätsel widmete war Carsten, der mit leerem, glasigem und leicht irrem Blick vor sich hin grübelte, ohne der Lösung allerdings auch nur einen Hauch näher zu kommen.

Als Niki dann schließlich Erbarmen zeigte und die ganze Sache zu erklären versuchte, ergab sich allerdings auch kein großartig anderes Bild. Lediglich die Unmutsbekundungen prasselten nun von allen Seiten auf ihn ein, denn dieses Rätsel war einfach unlösbar! Ich bin sogar der Meinung, dass Niki es selbst nicht wirklich verstanden hatte. Das Abenteuer wurde danach sehr schweigsam und ein wenig missgestimmt zu Ende gebracht.

Am Abend (so gegen 20.00 Uhr), nachdem sich auch Teile der DSA-Gruppe wieder eingefunden hatten und Mirko dazukam, begab sich dann mal wieder das berüchtigte Piratenschiff "Sensemann" mit seiner etwas unorthodoxen Crew auf Kaperfahrt (DSA). Großartiges hiervon gab es allerdings diesmal - ausnahmsweise - nicht zu berichten, außer vielleicht, dass man vermutlich noch nie einen Golgariten so schnell hat laufen sehen und so laut hat brüllen hören.....

Walter


26. Januar 2002

Eine todernste Angelegenheit


Der Andrang auf den Rollenspielverein war diese Woche enorm, zu den anwesenden am Nachmittag zählten Julia, die noch heiser von ihrer Geburtstagsparty in der Nacht davor war (Herzlichen Glückwunsch!),Nicolas, Quitschy, Daniel, Sven, Mirko, Nils, Markus, der uns nach langer Zeit mal wieder aus seinem halbjährigen bayrischen Exil (Bundi-Lehrgang!) besuchte, Carsten (hatte Dienstag Geburtstag, Herzlichen Glückwunsch!), Mirco und Simon, einem Besucher und Freund Julias.

Aufgrund der großen Anzahl dauerte es wieder recht lange, bis sich die Anwesenden über die Frage "Was wollen wir machen" einig wurde. Dabei lief es auf eine Teilung in zwei Gruppen hinaus. Die erste setzte unter Leitung von Nicolas und mit leicht veränderter Besetzung eine Earthdawn-Runde fort. Die sehr elfenlastige Gruppe bestand aus einer elfischen Scoutin (Quitschy), die sich den dreisten Anmachsprüchen des elfischen Schwertmeisters (Sven) ausgesetzt sah, zwei elfischen Schützen (Mirco, Simon), einer Windling-Diebin (Julia) und einem zwergischen Steppenreiter (Daniel). Die Runde dauerte nicht lange, war aber angenehm, wenn auch nicht besonders humorvoll.

Die restlichen anwesenden nutzen die Neuanschaffung des aktuellen Mechkrieger-Regelwerks zum Erschaffen neuer Charaktere, aufgrund der interessanten Methode eine sehr interessante, wenn auch etwas langwierige Angelegenheit.

Gegen Abend brach ein großer Teil der Besucher weg und strömte nach Hause, in Kinos oder wohin-auch-immer, diese Verluste konnten nur teilweise kompensiert werden. Während sieben Personen (Carsten, Mirko, Mirco, Julia, Quitschy und Simon unsere Hallen verließen, kamen Tim "Gölli" und Olli dazu, was eine ideale Konstellation ergab, um einen bereits zuvor begonnenen Shadowrun unter leicht veränderter Zusammensetzung und unter Leitung von Gölli fortzusetzen. Leider wurde das Abenteuer später aufgrund von Regelstreitigkeiten, Meinunsverschiedenheiten und gegenseitigen Inkompetenzbeschuldigungen im gegeseitigen Einvernehmen ab- bzw. unterbrochen; also wie bei diesem System üblich...

Daran sieht man erneut, dass Rollenspiel eine todernste Sache sein kann.

Mirco


2. Februar 2002

Der Schweinepriester


Der Samstag begann erneut mit Dingen, für die nicht allzu viele Materialien aus dem Haufen gekramt werden mussten. Da unser Rollenspielraum renoviert wird, ist es im Moment sehr schwierig, schnell an die richtigen Sachen zu kommen, es sei denn, man möchte von herabfallenden Kartons erschlagen werden.

Also wurde das Regelwerk für das Mechkrieger-Rollenspiel mal wieder penetriert, um Zweitcharaktere zu erstellen oder die ersten für die Leute, die noch keine hatten. Hieran nahmen Nikolas, Mirko und Olaf teil. Carsten leitete hingegen seine Kampagne im Vereinsinternen Rollenspiel Blaue Mappe weiter, teilnehmende Spieler waren Daniel mit dem diebischen Feliden "Flauschi", Mirco, der den Charakter Elrich den "Schweinepriester" (eigentlich ein Spitzname für Priester der Göttin Gud, Elrich ist jedoch entsprechender Ordensritter) führte, sowie Walter, dessen Gobimluin allerhand kuriose Waren auf seinem Karren durch die Lande befördert. Dieser Abschnitt des Abenteuers war in der Gegend um das Schafzüchterdorf "Uffmhuckl" angesiedelt.

Gegen Abend verabschiedeten sich Carsten, Daniel und Walter, während Gölli, Julia, Olli, Quitschy, Sven und die vereinsexternen Besucher Simon und Anna eintrafen. Mirko leitete eine Runde Mechwarrior, in der die Spieler die Eroberungen der Clans aus der Sicht der Menschen der Inneren Sphäre erleben konnten. Während an dieser Runde Olaf, Nikolas, Quitschy, Olli und Mirco teilnahmen, leitete Sven ein Abenteuer für DSA, an dem die restlichen Anwesenden teilnahmen. Die Mechkrieger waren bis vier Uhr dabei, die andere Gruppe hielt nicht ganz so lange aus.

Mirco


9. Februar 2002

alea jacta est


Unser Raum inm Keller des Bonhoefferhauses war noch immer nicht fertig. Die Elektrik war vollkommen stillgelegt, die Sofas in der Mitte des Raumes gestapelt und der Schrank immer noch abgerissen. (Ich hoffe, dass es einen neuen gibt.) Aber immerhin war die Außenwand schon verputzt. Wir mussten also wieder in den anderen Raum ausweichen. Geplant war eigentlich die DSA-Elfen-Kampagne weiterzuspielen und mit dem zweiten Band zu beginnen. Aber Mirko, unser Meister, musste und leider enttäschen, da erstens zwei Spieler abgesagt hatten und er nur stückchenweise Zeit hatte. Also begannen wir zuerst mit einer Partie "Night over Europe". Ein Strategiespiel, welches wir vom RatCon mitgebracht hatten. Nicolas und Daniel übernahmen die Seite der Entente, während Olaf und ich mit den Mittelmächten begannen. Unser erster Zug endete allerdings in einer Katastrophe: Nicolas und Daniel vernichteten -aufgrund ihrer wirklich guten Würfelergebnisse- einen Großteil unserer Truppen. Wir hatten bereits die entscheidenen Niederlagen erlitten. Und so endete es wie es kommen musste, nach nur zwei kompletten Spielzügen kapitulierten wir. Das Spiel war beendet. Es war eindeutig durch die einseitig, sehr guten Würfelergebnisse entschieden worden. Mittlerweile waren wir jedoch mehr geworden. Mirko Nottelmann war zurückgekehrt und zwei Besucher durchstöberten unser Spielmaterial. Wir begannen Mechkrieger zu spielen. Unterbrochen wurde dies jedoch davon, dass Mirko (unser SL) abermals das Haus verlassen musste. Während wir auf seine Rückkehr warteten wiederholte sich nach dem Eintreffen von Gölli die Shadowrun-Diskussion von vor einigen Wochen (siehe "Eine todernste Angelegenheit"). Mittels einer Runde "Blaue Mappe" konnte das Ausufern jedoch verhindert werden. Aufgrund der Müdigkeit seitens des Meisters wurde das recht lustige Spiel gegen Mitternacht beendet. Nachdem ich gegangen war, verweilten noch einige von uns im Bonni, da Mirko noch zurückkehren wollte, um weiter Mechkrieger zu leiten. ...ob er allerdings gekommen ist, weiß ich nicht. Erst am nächsten Morgen habe ich die SMS gesehen, in der ich gebeten wurde, Olaf doch die Handynummer von Mirko zu schicken.

Carsten


16. Februar 2002

Schlüsselprobleme


Es war endlich mal wieder Wochenende und diverse merkwürdige Gestalten hatten offensichtlich nichts besseres zu tun als dieses Wochenende zu einem Großteil mit Rollenspiel zu verbringen, was zur Folge hatte, dass im Bonhoefferhaus erfreulich großer Andrang herrschte. Dieser Andrang bewog am Samstag Nachmittag einige Leute dazu sich Helden für eine von Mirko in Zukunft zu leitende Mechkrieger-Claner-Gruppe zu erschaffen, wodurch sie tatsächlich bis 18.00 Uhr beschäftigt waren. Andere Vereinsmitglieder und Externe waren während dieser Zeit noch mit Polsterwaffen-Training oder aktiver Party-Erholung beschäftigt.

Gegen Abend entstanden dann eine Star-Wars-Rollenspielrunde und eine Night-over-Europe-Brettspielgruppe. Letztere brach nach circa drei Stunden intensiven Spielens ab, da sich bei dieser Simulation des ersten Weltkrieges eine Niederlage der Mittelmächte Deutschland, Österreich, Türkei nur allzu deutlich abzeichnete, was unter anderem daran zu erkennen war, dass belgische (!) Truppen das urdeutsche Ruhrgebiet besetzen konnten beziehungsweise die Türkei inzwischen fast ausschließlich von Briten und Russen beherrscht wurde.

Aus dieser Runde und einigen weiteren Anwesenden kam dann ziemlich schnell die gefürchtete "DSA" Piraten-Gruppe zusammen, die diesmal allerdings eher zu einer unkonzentrierten und anstrengenden Runde wurde. Nichtsdestotrotz hielten die Spieler und der Meister dann aber schließlich doch bis circa ein Uhr durch, bis sie sich nach Hause trollten.

Die erwähnten Star-Wars-Spieler waren bis etwa halb drei im großen Saal zugange, ehe auch diese einsahen, dass es Zeit war nach Hause zu gehen. Sie durften dann allerdings zu ihrer Überraschung bemerken, dass irgendjemand aus der Piraten-Gruppe beim Gehen offensichtlich den Türschlüssel mit nach Hause genommen hatte, ohne dass nach eifrigem herumtelefonieren zu nachtschlafender Zeit herauszufinden war, wer. So wurde dann der Schreiber dieses Berichtes gegen viertel vor drei beim Anfeuern der deutschen Olympioniken gestört, da er in unmittelbarer Umgebung wohnt und den "Notschlüssel" besitzt, und durfte dann mit unverhohlener Begeisterung ausgestattet zum Bonhoefferhaus latschen und abschließen.

Am Sonntag Nachmittag gaben sich dann nochmals drei Vereinsmitglieder einer "Night over Europe"-Partie hin, die allerdings eher von gegenseitigem Unverständnis ob der Einschätzung der Erfolgsaussichten und der Lage der jeweils anderen als von kollektivem Spieldrang gekennzeichnet war.

Walter


23. Februar 2002

"Niemand... nennt mich... eine feige Sau!"


Firun, der Gott des Winters, meinte es wieder einmal besonders gut mit uns und so hatte ich mich durch tiefstes Schneegestöber kämpfen müssen, als ich gegen 15:00 Uhr das Bonhoefferhaus erreichte. Ein heftig winkender Nicolas am Fenster ließ bereits schlimme Vorahnungen in mir aufkommen, die sich bald als wahr herausstellen sollten: Der gesamte Kellerbereich des Bonhoefferhauses war wegen der Renovierungsarbeiten gesperrt worden und so musste sich unsere illustre Runde wohl oder übel mit der großen Halle im Erdgeschoss zufrieden geben. Das alleine wäre ja noch kein Problem gewesen, weitaus verzwickter stellte sich jedoch die Beschaffenheit des Mobiliars heraus - dies ist nämlich auf den Bedarf eines Kindergartens ausgerichtet, und so drängelte sich nun ein halbes Dutzend Rollenspieler (fast alle weit jenseits der 20) an Tischen und Stühlen, die eher auf die körperlichen Bedürfnisse von 5jährigen ausgelegt sind.

Wie heißt es doch so schön: "Was nicht tötet, härtet ab" und deshalb ließen wir uns von dieser Kleinigkeit nur geringfügig beeindrucken. Nach kurzer Beratung und in Hinblick auf die anwesenden Mitspieler faßte Mirko den Entschluss, die Elfenkampagne fortzusetzen und so wurden dann Papier und Bleistift gezückt, um in "Stein der Mada" Gräfin Naheniel Quellentanz dabei zu helfen, Licht ins Dunkel um die Elfenstadt Simyala zu bringen. Sonderlich viel gab es allerdings nicht zu tun, da nach einer Reise in die almadanische Hauptstadt Punin erst einmal eine Menge Informationen gesammelt werden mussten. Während einige Helden von der Pracht der Kapitale schier geblendet wurden, ließen sich andere Spieler doch ein wenig durch anregende Diskussion über ein anstehendes Live-RPG ablenken. Aber nach einem energischen "`tschuldigung, könnt ihr mal ein wenig leiser sein, ich kann mich selbst kaum noch verstehen?" des Meisters ebbten diese recht schnell ab. Gegen 18:00 Uhr endete diese Session, da Carsten den Heimweg antreten musste.

Während der Großteil der anwesenden RSCTler sich die Zeit nun mit Lesen, Plaudern oder den besagten Live-RPG-Diskussionen vertrieb, setzten sich Markus, Daniel und Mirco zu einer Partie Armalion zusammen. Über deren Ergebnis sollte man vielleicht besser den Mantel des Schweigens legen, doch zwingt mich die Chronistenpflicht zu einer vollständigen Angabe: Ein Trupp schwerer Weidener Ritter und Al'Anfaner Söldner wurde von einer lumpigen Orkschar über das Nirgendmerr geschickt... nicht gerade ein ruhmreicher Moment für die zivilisierten Länder Aventuriens.

Nachdem dann der aufkommende Hunger (Böse Zungen behaupten sogar, Julia habe STÄNDIG Hunger...) durch eine reichhaltige Croquelieferung gestillt worden war, erklärte sich Torben dazu bereit, eine Partie AD&D zu meistern, an der Daniel, Markus, Julia und meine Wenigkeit teilnahmen, während Mirko in Ermangelung eines geeigneten Helden die Rolle des stillen Beobachters und Co-Meisters einnahm. Die nächsten Stunden verliefen äußerst spaßig: Zuerst lässt sich mein Paladin (der sich selbst für den allergrößten hält, in Wirklichkeit aber nur ein 1-Stufe-Charakter ist) durch einen Schlägertypen erst zu obiger Aussage (siehe Überschrift, kennen hier alle "Zurück in die Zukunft"?) und dann zu einem Duell reizen - und segnet dabei fast das Zeitliche. Halb tot lässt er sich dann in der nächsten Taverne als großer Held feiern und schließt dabei auf sehr dreiste Art und Weise Bekanntschaft mit einem Nekro... äh, Magier, einer Bardin und der Meisterperson Sir Ulrich von Lichtenstein. Es kam wie es kommen musste und wenig später hatte besagter Kneipenschläger seine Kumpel organisiert und es entwickelte sich eine zünftige Keilerei, aus der unsere Gruppe schnell als Sieger herauskam und daraufhin kollektiv als Helden gefeiert wurde. Doch schon am nächsten (Spiel-) Morgen eröffnete sich uns die eigentliche Queste: Eine Elfe in Begleitung eines Halblings, der durch einen bösen Zauber für die Allermeisten in Gestalt eines finsteren Ogers erschien... diesem armen Kerl musste geholfen werden. Gemeinsam machte man sich also auf die Reise zum legendären Magier Elminster, der unserem neuen Freund helfen sollte. Insgesamt war dies ein sehr originelles Abenteuer, bei dem wir alle wohl unseren Spaß hatten und noch so manches Filmzitat zur allgemeinen Erheiterung herhalten musste.

Etwa um 22:00 Uhr war dann die Queste gelöst und Tim und Nils erschienen auf der Bildfläche, woraufhin die dritte Rollenspiel-Runde dieses Tages in Angriff genommen wurde: Ein Shadowrun-Abenteuer. Diejenigen, die wie der Autor nicht zu den großen Fans dieses Systems gehören, beschäftigten sich noch eine Weile mit Armalion, bevor um 23:00 dann der Großteil der Nicht-Spieler den Heimweg antrat. Wie lange der Run der übrigen Spieler noch andauerte, kann ich nicht sagen, da ich zu eben dieser Gruppe gehörte. Aber wenn sie nicht gestorben sind... vielleicht spielen sie dann noch immer.

Sven


2. Februar 2002

Die Renovierung nervt


Diesen Samstag waren Nils, Nicolas, Walter, Mirko, Daniel, Markus und Mirco anwesend, zumindest am Anfang. Mehr als zwei Drittel der Anwesenden entschieden sich zu einer Runde Axis & Allies, übrig blieben Mirco und Daniel, die in mit Unterstützung durch Walters Erinnerungsvermögen (wenn er nicht am Zug war) die bisher erlebten Abenteuer der Piratenkampagne zu rekonstruieren versuchten, sowie in einer Einzelsitzung einem neuen DSA-Charakter ins abenteuerlilche Leben zu verhelfen.

Im zweiten Teil des Tages (also am Abend) kamen nacheinander Tim, Julia, Markus N. (also der andere Markus) und Martina hinzu, während Nikolas und Mirko in ihre Stammkneipe verschwanden und Nils zwecks Erfüllung "familiärer Pflichen" (na gut, reichlich übertrieben, der Ausdruck, ich meine gemeinsames Ausgehen) von seiner Freundin abgeholt wurde. Auch Walter hatte etwas vor. Die nun noch Anwesenden erstellten sich neue Charaktere und starteten bis drei Uhr in ein Schwarzes-Auge-Abenteuer unter Leitung von Daniel, das noch seiner Fortsetzung harrt.

Besonders genervt war der Autor nach der umständlichen Suche einiger DSA-Bücher in dem Kistenstapel, der sich seit Beginn der Renovierung in einem Nebenraum im Keller türmt. Man hat keinen Überblick über die vorhandenen Bücher, und nachdem wir eine halbe Stunde nach "Kirchen, Kulte, Ordenskrieger" gesucht hatten, wurden wir schließlich von Nicolas aufgeklärt, dass es verliehen sei... was solls.

Mirco


9. März 2002

Und nun ?


Nun war es heute so, dass ich den Schlüssel hatte und ich mich um 14.00 Uhr am Bonhoefferhaus einfand um aufzuschließen. Dass noch keiner da war, kannte ich ja schon! Darum wartete ich bis um 14.20 Uhr, als Torben endlich erschien. Etwa um 15.00 erschien auch Mirco. Wir wussten, dass die Earthdawn Gruppe ab 16.00 spielen wollte und da wir nicht dabei sind, wollte Torben schnell noch ein Larp-Waffentraining organisieren, das auch wegen zu wenigen Teilnehmern dann doch ausfiel, worauf er sich verabschiedete. Markus erschien dann auch und wir wussten immer noch nicht was wir tun sollten. Als dann Walter, Carsten, Mirco, und Nicolas da waren, fragten sie sich wo ihr Meister bleibt. Nach ein bisschen telefonieren, stellte sich heraus, dass der Meister Spätschicht hatte. Nun kam es so, dass Nicolas, Walter, Mirco und Markus eine Partie Axis und Carsten, Mirco, Sven, und Daniel Blaue Mappe spielten auf der Suche nach dem Himmelskloster. Als dann gegen 21.00 Stefan Hauschild eintraf, lösten sich die Runden auf, damit die Earthdawngruppe anfangen konnte. An dieser nahmen nun Walter, Mirco, Nicolas, Olaf, Stefan und auch ich teil. Es war noch eine sehr heitere Runde. Allerdings konnte ich nachher kaum noch folgen, da mir die Augen zufielen und ich einnickte. Gegen 3.00 Uhr wurde dann Schluss gemacht.

Daniel


16. März 2002

Lange ist's her...


Da sich für diesen Samstag irgendwie kein Schreiber gefunden hat, versuche ich einmal die Geschehnisse heute, über fünf Wochen später, aus dem Gedächtnis zu rekonstruieren. Also, folgendes ist hängen geblieben:

Hamburg hatte an diesem Tag in einem absolut räudigen Spiel 1:1 gegen Wolfsburg gespielt.

Bäh! Dementsprechend kam ich auch erst gegen 20:00 Uhr ins Bonhoefferhaus, wo im hinteren Aufenthaltsraum zu dieser Zeit Daniel, Julia, Mirko, Mirco, Nicolas, Nils und Markus auf einer großen Matratze und einigen Kinderstühlen lümmelten und darüber sinnierten, was man mit dem Rest des Abend noch so machen könne, nachdem Mirko seine Elfen-Kampagne weitergespielt hatte. Nach einigem Hin- und her wurde eine Partie Axis & Allies aufgebaut, an der Nicolas, Markus und der kurz nach mir eintreffende Gölli teilnahmen, der den zu seiner Dienstschicht ausrückenden Nils ersetzte. Der Rest von uns machte sich daran, neue D&D-Charaktere zu erschaffen, da Daniel spontan eines der Abenteuer meistern wollte, die ich eine Woche zuvor für 2,50 Euro pro Stück in Kiel gekauft hatte.

Notiz: Ich sollte meine 10 Euro mal eintreiben...

Das Spiel selber erlebte ich dann leider nicht mehr mit. Gegen 23:30 fuhr ich nämlich wieder nach Hause, da ich mich an diesem Abend aufgrund einer anrückenden Erkältung nicht wirklich gesund fühlte. Wie ich gehört habe, soll das Abenteuer ganz nett geworden sein.

Sven


23.3.2002

Eine mystische Reise


Ich habe zwar nicht mehr ein genaues Bild davon was passiert ist, aber ich versuche mal das Behaltene niederzuschreiben:

An diesen Tag erklärte sich Carsten mal wieder bereit, sein Blaue-Mappe-Abenteuer "Die Reise zum Himmelskloster" weiter zu leiten; dies Abenteuer wollten wir dann mit unserer Gruppe weiter spielen, die aus dem Ork Krieger (Nicolas), dem Gobimluin-Händler (Walter), der Zwelven-Tiermeisterin, den Ordenskrieger (Mirco) und dem reichen Feliden (Daniel) bestand.

Da wir nun die Nacht vor dem Kloster ausharrten, wurde uns doch noch die Ehre zuteil ins Kloster eingelassen zu werden. Dort wurden uns nun Prüfungen auferlegt, da sie festellen wollten, ob wir würdig sind in die Paradiese einzutreten. Die erste Prüfung bestand darin, ein Fass genau bis zur Hälfte zu füllen. Diese löste unser Ork durch schiere Muskelkraft, da er das Fass ankippen konnte, um den Diagonalen Wasserspiegel herzustellen. Dann sollten wir ein Königreich so unterteilen, dass 4 Erben je ein gleich großes Gebiet hatten, wo ein jedes an das andere anstößt. Dies löste der Ork auch. Es muss nicht erwähnt werden, dass der Ork die niedrigste Intelligenz hatte. Die noch darauf folgenden Wort Rätsel löste der Felide.

Da wir uns als würdig erwiesen hatten, begann man mit unseren Training, das sehr anstrengend war und aus einen 30stündigen Tag bestand, wo wir mit aufräumen und putzten mussten. Dann aus Leibesübungen, wovon unser Händler befreit wurde, nachdem er fast einen Herzkollaps erlitt. Der Felide erwies sich als sehr unaufmerksam bei den Meditationsübungen, da er sich mit anderen Sachen beschäftigte. Zu erwähnen sei da noch der sehr schmackhafte Reis mit Curry den es jeden Tag gab.

Nun waren wir nach sehr harten Tagen so weit, aber es fehlte eine wichtige Pflanze. Diese sollten wir aus einen nahen Wald holen, um unsere Reise in die Paradiese anzutreten. Als wir die Pflanze gefunden hatten, bemerkten wir, daß wir in einen Hinterhalt von Orks geraten waren, die uns schon länger verfolgten. Hier machte Carsten nun Schluss.

Der Rest dieses Abends legt nun in den Nebeln der Vergangenheit. Vielleicht kann ja noch jemand was dazu beifügen, ansonsten hoffe ich, dass dieser Bericht euch doch noch gefallen hat, obwohl er so lange auf sich warten ließ.


Daniel


30.3.2002

Los Deckos Lamellos!


Es war kurz vor 19 Uhr, als ich an diesem Samstag nach einem recht passablen 0:0 des HSV gegen die Münchener Bayern das Bonhoefferhaus erreichte. Gerade in der Tür wurde ich auch schon mit einem "Ah, da ist ja der zweite Offizier!" empfangen - Mirkos Piratenkampagne war also angesagt. Gerade wollte ich mich zu Walter, Daniel, Mirco und Mirko an den Tisch setzen, als man mich mit einem "Geh noch mal eben raus!" sofort wieder vor die Tür setzte. Gesagt, getan, also wurde schon einmal das benötigte Heldenprotokoll gezückt und auf den passenden Einsatz gewartet... und der sollte durchaus überraschend verlaufen. Als ich dann endlich den Raum betreten durfte und meinen Charakter schlaftrunken aus seiner Kabine stolpern ließ, traf mich auch gleich die bittere Realität in ihrer vollen Härte: Eine horaskaiserliche Karavelle hatte längsseits festgemacht, Truppen durchsuchten unser Schiff und der von Walter dargestellte Kapitän, empfing mich in einer seltsamen Verkleidung und mit den Worten "Ah... da ist er ja auch schon, unser befehlshabender Offizier... äh... *hust* ... so wahr ich der Lagermeister bin!"

Kurz und gut: Wir steckten verdammt tief in der Scheiße.

Nun, die nächsten Minuten brachten wenigstens ein wenig Licht ins Dunkel: Die Horaskaiserlichen hatten unser Piratenschiff geentert, hielten es aber dank eines schnell übergepinselten Namens und der bereits erwähnten Verkleidung des Kapitäns (Hey, ein Boroni als Kapitän ist wirklich etwas, das für Aufsehen sorgt!) für einen bornländischen Handelskreuzer. Um kein Aufsehen zu erregen (Wer ist eigentlich auf die blöde Idee mit dem Logbuch gekommen, das man bei einer Schiffsdurchsuchung so leicht finden kann?), mussten wir dann sogar zusagen, unsere wertvolle Fracht (Bier!) ausgerechnet in einer Garnisionsstadt zu verkaufen, in der wir ganz oben auf den Fahndungslisten standen. Da zugleich unser Schiff generalüberholt werden musste, verbrachten wir also die nächsten Tage auf Landgang inmitten von Feindesland.

Dass es hierbei durchaus weniger ernst zuging, mag folgende Entwicklung belegen: Mein Thorwaler - sowohl zweiter Offizier als auch nicht allzu sehr von Intelligenz gesegnet - sprengt unfreiwillig eine Theateraufführung, indem er den Bösewicht auf der Bühne eine Abreibung verpasst und wird daraufhin als sensationeller Darsteller des nordländischen Barbarentums in eine postmodernen Inszenierung gefeiert. Schon am nächsten Morgen erhält er den glühenden Brief einer weiblichen Verehrerin, die sich mit ihm des Nachts in einem Park treffen will. Natürlich bekommt die gesamte Mannschaft davon Wind und so wimmelt es im Park nur so von auf den Bäumen und hinter Büschen wartenden neugierigen Seeleuten, als es zum Rendezvous der besonderen Art kommt. Während also besagter Thorwaler seine Verehrerin auf der Schulter in Richtung Schiff und damit in seine Kabine entführt, verliebt sich ausgerechnet deren alte Anstandsdame in Mircos Magier, der damit gar nicht so glücklich ist. Von den Bäumen fallende und sich vor Lachen windende Seemänner sind die Folge.

Was in dieser Nacht in den Kajüten abspielt, sei unter dem Deckmäntelchen der Diskretion verheimlicht. Ich sage nur: "Oh, Los Deckos Lamellos!"

Als wir dann am nächsten Morgen eilig ablegen, haben wir nicht nur zwei neue (weibliche) Besatzungsmitglieder am Hals, sondern auch einen großen Haufen Probleme - der Vater der guten Dame ist nämlich der Gouverneur der Stadt und will sein Töchterchen natürlich zurück. Und so setzten wir dann volle Segel, um unseren Verfolgern möglichst lebendig zu entgehen. Mit diesem Cliffhanger endete die Session dann auch.

Danach (so gegen 21 Uhr) ging es dann für uns in Richtung Deekenhörn, wo sich auf dem traditionellen Osterfeuer unser halber Abi-Jahrgang einfand, der erst gegen 1 Uhr in der Nacht sein Ende fand. Nachzureichen sind vielleicht noch die Ereignisse vor meinem Eintreffen, als die anwesenden Vereinsmitglieder ein gemeinsames Kratztick-Team (eine Sportart aus dem Reich der Tausend Nationen) aufbauten und ausgerechnet Mirkos Affenmensch zum Kapitän und neuen Star des Teams werden sollte. Aber das ist eine andere Geschichte und wird im unten erzählt.

Sven


"Kuuutsch?" - "Jetzt nicht - später...."


An diesem so schönen Ostersamstag, dem 30.03.2002, ließen es sich diverse Vereinsmitglieder wieder einmal nicht nehmen, mehr oder weniger pünktlich um 14 Uhr im Bonhoefferhaus aufzuschlagen. Nach diesmal erfreulich kurzer Diskussion über das zu spielende Rollen-/Brettspiel wurde "Blaue Mappe" als System des Tages ausgeguckt und da Carsten sich diesmal ausnahmsweise nicht in der Lage sah zu meistern, sprang der Unterzeichner in die Bresche. Dieser hegte - durch Mirco inspiriert - schon länger das Bedürfnis eine eigene feste "Blaue Mappe"-Gruppe zu installieren, die an diesem Samstag dann in der Gründung eines umherziehenden "Kratztick"-Teams ihre Geburtsstunde fand. Vor dem Hintergrund der Volksfeste während der bordianischen Kratztick-Meisterschaften wurde in einem ähm... ausgeklügelten und hochqualifizierten Auswahlverfahren die erste Mannschaft zusammengestellt. Als Spielercharaktere fanden Eingang ins Team: Ein schlagkräftiger, schussgewaltiger Ork für die Abwehr (Simon) , ein schneller, eleganter, seine Gegner austänzelnder Halbalb als Stürmer (Daniel), ein taktisch geschickter, mit Übersicht ausgestatteter Kener (Torben) als Spielmacher, ein mit purem Glück und nur durch Magie ins Team gerückten menschlichen Illusionisten als Allround-Talent (Carsten), ein geschickter, leichtfüßiger, aber konditionsschwacher Alb fürs Mittelfeld (Mirco), eine am Ball begabte, aber nicht sehr robuste Felidin für die Abwehr (Julia) und last but not least ein übergewichtiger, dämlicher, technisch und taktisch unbegabter dafür aber umso robusterer und begriffsstutzigerer Affenmensch als Ersatztorwart (Mirko), der dann zu allem Überfluss in einer von diversen Schummel- und Betrugsversuchen geprägten Wahl von den Teammitgliedern zum Kapitän bestimmt wurde - womit eindeutig und eindrucksvoll bewiesen wäre, dass Kratztick-Talent nicht zwangsläufig mit Intelligenz einhergehen muss.......

Höhepunkt der eher stümperhaften Bemühungen während des Auswahlverfahrens war sicherlich der desaströse Versuch des Affenmenschen in Verkennung seiner technischen Fertigkeiten, sein Glück in einem Fallrückzieher zu versuchen, bei dem er sich den Schläger selber derart fest ins Gesicht schlug, dass er bewusstlos und mit schwerer Gehirnerschütterung zu Boden ging. Allein sein Dickschädel verhinderte bei dieser Aktion seinen Tod, denn der Hieb hätte ausgereicht einem normalen Menschen oder Alben in etwa zweimal (!) das Leben zu nehmen!!!! Als Name der Mannschaft wurde sich übrigens in der selben Sitzung in der auch die Kapitänswahl stattfand auf "Des Affens Biber" geeinigt, was seinen Ursprung aus der Person des Kapitäns und der als einheitlichem Trikot verwendeten Biberfelle (!) zieht - wenn ich mich nicht schon oben zum Thema Kratztick und Intelligenz geäußert hätte, hätte ich es spätestens an dieser Stelle tun müssen.......

Von diversen Lachkrämpfen und Bauchmuskelschmerzen gezeichnet wurde die Runde dann gegen 19 Uhr abgebrochen, da einige Vereinsmitglieder es vorzogen die bösen Wintergeister mit Wein, Weib, Gesang und einem großen Feuer für den Rest des Jahres zu vertreiben. Bis in etwa 21 Uhr ging dann allerdings trotzdem noch die diesmal nur aus vier Mitgliedern bestehende Besatzung der "Sensemann" auf Kaperfahrt. Hier tat sich vor allem der zweite Offizier (Sven), ein thorwalscher Seefahrer, durch seine Liebe und sein Verständnis für das horasische Theater und seine von den Kritikern zurecht gefeierten schauspielerischen Meisterleistungen bei der Darstellung nordländischer Barbaren hervor. Des weiteren ließ er es sich nicht nehmen seinen "Ruhm" dafür auszunutzen, die Tochter des Gouverneurs zu verführen und, sehr zum Leidwesen ihres Vaters, an Bord des "Sensemann" zu bringen. Auch der Bordheiler wandelte auf bei ihm doch eher ungewohnten Freiersfüßen und brachte dadurch eine resolute junge Dame, die Gouvernante der Gouverneurstochter, an Bord. Tja.... soweit zu letztem Samstag - ab nächsten Samstag begibt sich dann ein ausgewählter Kreis an Verrückten, Beknackten und sonstwie Geschädigten für eine Woche nach Dänemark, um dort dem Rollenspiel und allerlei sonstigen Aktivitäten zu frönen. Die Ereignisse der Fahrt werden dann in etwa drei Wochen ausgiebig auf unserer Homepage dargestellt und bestaunt werden können.

Bis denn dann

Walter

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